Altenburg hat als Stadt der Spielkarten Weltruhm erlangt. Dazu ist die einstige Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Altenburg mit Sehenswürdigkeiten reich gesegnet.

Bartholomäikirche

Die Bartholomäikirche ist die älteste Kirche in Altenburg. An dieser Stelle wurde um 1125 eine romanische Saalkirche gebaut. Von der sind noch die Krypta und die tonnengewölbte Unterkirche vorhanden. Dieser Bau brannte während des Angriffs der Hussiten ab. Nur die beiden Türme blieben stehen. Ende des 15. Jahrhunderts entstand eine spätgotische Hallenkirche als Anbau an die Türme. 1659 stürzte ein Turm ein. Danach wurde auch der andere Turm abgetragen. 1668 wurde der neue Kirchturm gebaut.

Hauptmarkt

Der heutige Hauptmarkt soll von Kaiser Friedrich I. Barbarossa persönlich in Auftrag gegeben worden sein. Er wurde erstmals 1192 als novum forum, der Neue Markt, erwähnt. Er wurde zu einem bedeutenden Handelsplatz. Heute ist er mit seinen sanierten Gebäuden, dem Rathaus und einem regen Marktleben der Mittelpunkt der Altstadt.

Schloss und Schlosskirche

Am Rand des Zentrums von Altenburg steht auf einem Porphyrfelsen das Schloss Altenburg. Es befindet sich weitgehend im Zustand des 18. Jahrhunderts. Die direkt neben dem Schloss stehende Altenburger Schlosskirche hat ihr Erscheinungsbild des 15. Jahrhunderts bewahrt.

Pohlhof

Der Pohlhof mit seinem Staffelgiebel gehört zu den ältesten Bauten der Stadt. 1411 wurde erstmals erwähnt. Ab 1742 war er im Besitz der Familie Lindenau. Hier lebte der Staatsmann, Astronom und Kunstsammler Bernhard August von Lindenau. Der hinterließ der Stadt eine große und wertvolle Kunstsammlung Heute nutzt das Altenburger Standesamt den Pohlhof.

Rathaus

Das Altenburger Rathaus mit seiner reich verzierten Fassade entstand zwischen 1562 und 1564. Den Renaissancebau schuf der bedeutende Thüringer Landesbaumeister Nikolaus Grohmann. Es entstand eines der schönsten Rathäuser der Renaissance in Deutschland. Der Ratssaal mit seiner prächtig bemalten Balkendecke und dem großen Kamin wird bis heute vom Stadtrat genutzt. Im achteckigen Rathausturm gibt es eine Monduhr mit der Anzeige der Mondphase.

Rote Spitzen

Die Roten Spitzen sind das Wahrzeichen von Altenburg. Sie gehörten zur Marienkirche des Augustinerklosters „Unser Lieben Frauen auf dem Berge vor Altenburg“, das meist Bergkloster genannt wurde. Kaiser Friedrich I. Barbarossa stifte es. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster aufgehoben. Wenige Jahre später stürzte das Hauptschiff der Kirche ein. Die Türme blieben stehen und wurden 1570 gedeckt. Ein Blitzschlag entfachte in einem Turm ein Feuer. Er erhielt 1618 seine barocke Haube.

Kunstturm

Der Kunstturm ist das älteste technische Denkmal der Stadt. Seit 1538 gab es hier die „Wasserkunst" an, die im 19. Jahrhundert durch den Kunstturm nach dem Vorbild eines Campanile im florentinischem Stil ersetzt wurde.

Brühl

Der Brühl ist der älteste Marktplatz in Altenburg. Hier steht das einzige Denkmal für ein Kartenspiel: der 1903 nach einem Entwurf von Ernst Pfeifer erbaute Skatbrunnen mit dem kämpfenden Wenzel. Viele Skatspieler taufen hier ihre Karten.

Hier steht auch das 1724 erbaute Seckendorffsche Palais. Das Relief im Giebeldreieck zeigt Kanonen, Kugeln und Kesselpauken. Diese Bild erinnert an den Generalfeldmarschall Reichsgraf Friedrich Heinrich von Seckendorff. Der wohl bekannteste Bewohner dieses Hauses war Friedrich Arnold Brockhaus. Der lebte von 1810 bis 1817 in Altenburg und legte hier den Grundstein für seinen Verlag legte. Heute werden die Räume vom Theater genutzt.

Brüderkirche

Die Brüderkirche entstand von 1902 bis 1905 nach Plänen des Architekten Jürgen Kröger. Der kombinierte Elemente Neoromanik-, Neogotik- und Jugendstil-Elementen. Noch vollständig erhalten sind die originale Innenausmalung und das große Mosaikbild mit der Bergpredigt von dem Kirchenmaler Otto Berg. In den Fenstern der Orgelempore sind der schwedischen König Gustav Adolf II., Martin Luther, Johann Sebastian Bach und Paul Gerhard dargestellt.

Der Name Brüderkirche geht auf das bis 1529 hier vorhandene Kloster der Franziskaner zurück. 1901 wurde die alte Klosterkirche abgetragen.

Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche

Die Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche wurde 1906 geweiht. Das im Jugendstil gebaute Gebäude mit prächtigen Fenstern steht im Osten des Schlossparks. Zur Kirche gehört eine Gruft, in der Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg und seine Gattin Friederike Amalie Agnes von Sachsen-Altenburg beigesetzt wurden.

Literatur

  • Hans Joachim Kessler: 1025 Jahre Altenburg, E. Reinhold Verlag Altenburg 2001, ISBN 3-910166-43-1
  • Hans Joachim Kessler Altenburg: Gesichter und Geschichten einer Stadt, Verlagshaus Thüringen Erfurt 1993, ISBN 3-86087-040-8

Quellen

  1. Stadt Altenburg
  2. Touristeninformation Altenburg
  3. Evangelische Kirchengemeinde Altenburg