
- Sehenswert: Friedländer Tor in Neubrandenburg - Touristeninformation Neubrandenburg
Idyllisch schmiegt sich Neubrandenburg um den Tollensesee, der seinen Einwohnern zum Baden und Bootfahren dient. Die 66.000-Einwohner-Stadt in Mecklenburg-Vorpommern wurde früher gern als Rothenburg des Nordens bezeichnet, bis im Zweiten Weltkrieg weite Teile der Innenstadt zerstört wurden. Erhalten geblieben sind die "Vier Tore am Tollensesee", die Stadtore, ebenso wie die alte Wall- und Wehranlage. Sie umfasst eine Länge von 2,3 Kilometer und ist siebeneinhalb Meter hoch. Von den Wiekhäusern, den aufgesetzten Wehrtürmen, sind noch zwei erhalten. Bei einem Rundgang sollte man den Eichen an der Wallanlage eines Blickes würdigen. Sie haben zum Teil ein Alter von 300 Jahren.
Vier Tore am Tollensesee: Neubrandenburgs Stadttore
Bis zum 19. Jahrhundert stellten die vier gotischen Stadttore den einzigen Zugang in die Stadt dar. Das höchste von ihnen ist das Treptower Tor mit 32 Metern. In ihm ist heute ein Museum untergebracht. Davor steht die Monke'sche Mühle, die im Jahre 1271 erbaut wurde. Das älteste Tor ist das so genannte Friedländer Tor, das um 1300 errichtet wurde. Es besitzt ein 20 Meter hohes Haupttor und ist 88 Meter lang. Dazwischen ist der Zwinger gelagert. Mit seinen rund 550 Jahren ist das Neue Tor das jüngste unter den Vieren. Hier sollte man auf die acht Figuren aus Terrakotta achten, die in den Giebelnischen stehen. Auch das Stargarder Tor, um 1320 entstanden, beherbergt Terrakotta-Figuren, deren Bedeutung leider heute unklar ist.
Neubrandenburgs Kirchen: Johanniskirche und Marienkirche
Mit der Stadtgründung im 13. Jahrhundert entstand eine Klosterkirche südlich vom Friedländer Tor, die zum Franziskanerorden gehörte. Rund zweihundert Jahre später - im Zuge der Reformation - wurde aus der Klosterkirche ein evangelisches Gotteshaus. Die zweischiffige Hallenkirche im Stil der Backsteingotik erhielt den Namen St. Johannis und ist heute die Hauptkirche der Gemeinde.
Sankt Marien wurde Ende des 13. Jahrhunderts als dreischiffige Hallenkirche erbaut. Ihre neugotische Form erhielt sie im 19. Jahrhundert durch den Architekten Friedrich Wilhelm Buttel, der ein Schüler Schinkels war. Die Marienkirche gilt als beeindruckendes Beispiel norddeutscher Backsteingotik. Heute dient sie als Konzertkirche dank ihrer hervorragenden Akustik.
Mudder-Schulten-Brunnen: Denkmal für eine couragierte Bäckersfrau
Sie ist ein Original in Neubrandenburg wie der "Hummel,Hummel"-Wasserträger in Hamburg. Die Bäckersfrau Mudder Schulten soll den Herzog Adolf Friedrich IV. von Mecklenburg-Strelitz 1771 couragiert und unmissverständlich aufgefordert haben, seine Rechnungen zu bezahlen. Er beschimpfte sie als "impertinentes Frauensmensch", doch sie ließ sich nicht einschüchtern. So wurde ihr gleich doppelt ein Denkmal gesetzt: In Fritz Reuters Humoreske "Dörchläuchting" und durch den Mudder-Schulten-Brunnen, der nahe des Bahnhofs gegenüber des Fritz-Reuter-Denkmals steht. Die Originalrechnung ist übrigens noch heute im Regionalmuseum zu besichtigen.
Ein weiteres sehenswertes Ausflugsziel der Mecklenburgischen Seenplatten ist Waren an der Müritz. Nach Neubrandenburg können auch schöne Radtouren unternommen werden.
Quellen:
- Vor-Ort-Recherche
- Tourismus-Information Neubrandenburg
- Mudder-Schulten-Brunnen
