
- Goldfinger-Gert Froebe_Sean Connery - i.dailymail
Die Verhältnisse in die Thomas Sean Connery am 25. August 1930 in Fountainbridge/Edinburgh, Schottland, geboren wurde, waren ärmlich. Der Vater war Lastwagenfahrer – die Mutter verdiente als Putzfrau dazu. Früh verlässt er die Schule, um seine Familie finanziell zu unterstützen. Arbeitete als Bademeister, bevor er mit 16 Jahren freiwillig zur Royal Navy geht. Danach waren es Gelegenheitsjobs: er war u.a. Milchmann, Pferdekutscher, Drucker – sogar als Sargpolierer verdiente er sein Geld, wie er gerne erzählt.
Nebenbei machte er Body Building und wurde rasch zum gefragten (Akt)Modell im Edinburgh Arts College. 1950 wird er schottischer Bodybuilding-Meister, erreichte den dritten Platz beim Mr. Universum-Wettbewerb und bekam sein erstes Schauspiel-Engagement im Chor einer Inszenierung des Musicals „South Pacific“ Es folgten noch mehrere Rollen in Bühnenproduktionen, bevor er 1956 seine erste Filmrolle bekommt. 1962 schafft er den internationalen Durchbruch - erhält die Rolle des James Bond im ersten Film >James Bond 007 jagt Dr. No<. Bis 1971 spielt er den Bond in sechs weiteren Folgen - bevor er ihn mit 53 Jahren, schon leicht ergraut 1983 ein siebtes und letztes Mal in die Rolle des Commander Bond - 007 schlüpft. Für viele seiner Fans bleibt Connery der einzig wahre James Bond. Seine Liebe zum Golfspiel begann 1984 als er mit Gert Fröbe im schottischen "Gleneagles Golf Club" die Golfszenen für den Bond-Film "Goldfinger" drehte - dabei zeigten sich die beiden Akteure alles andere als Regelkundig, sollten also Golfern keinesfalls als Vorbild dienen.
„Für mich ist das ein wunderbarer Sport“, wird er später zitiert haben und tatsächlich ließ der Golfsport den „Ur-Bond“ nicht mehr los.
Golfspieler aus Leidenschaft
1974 verlegte Sean Connery seinen Wohnsitz nach Spanien. Auf vielen Golfplätzen der Costa del Sol war und ist er noch heute gerne gesehener Gast, obwohl er –wie er gegenüber Reportern meinte: „Die Bautätigkeit und der damit verbundene Rummel an der Sonnenküste sind mir zu viel geworden“ - 1999 hat er deshalb seine „Casa Malibu“ in Nueva Andalucia verkauft und lebt seitdem in Lyford Bay auf den Bahamas. In dem zu der exklusiven, privaten Anlage gehörenden Golfclub, dreht er nun seine täglichen Golf-Runden mit Freunden.
Gerne spielt er auch mit seiner zweiten Frau Micheline Roquebrune (mit der er seit 1975 verheiratet ist) und die selbst auch eine begeisterte Golferin ist. „Was kann einem Mann denn Besseres passieren, als eine schöne Frau zu haben, die diesen Sport nicht nur versteht, sondern ihn sogar zum Spielen ermuntert?“, meint Sir Sean.
Verbissen arbeitet er daran, die Anzahl seiner Schläge zu reduzieren und sein Handicap von derzeit. 8,0 (Franz Beckenbauer: 9,2) noch weiter zu senken. Doch es geht ihm wie den meisten Golfern, das beweist sein kürzlich – nach einem Charity-Turnier getätigter Ausspruch: „An einem Loch spiele ich wie Arnold Palmer und am nächsten wie Lili Palmer.“
Sean Connery – ein Schotte ohne wenn und aber
Sein Interesse an der schottischen Politik begann in den 60ern. Und die Wiedereröffnung des Parlaments in Edinburgh vor zehn Jahren war für ihn bedeutender als sein Oscar-Gewinn für "Die Unbestechlichen". Connery nutzt seine Popularität, um sich unermüdlich für die Unabhängigkeit seine Schottische Heimat und seiner Einwohner einzusetzen. – Sein vor einem Jahr erschienenes Buch: "Mein Schottland, mein Leben" liest sich wie ein Liebesbrief und ist ein beredtes Zeugnis seines großen Patriotismus.
Den beweist er auch mit der aus eigenen Mitteln gegründeten Stiftung „Scottish International Educational Trust“, welche Ausbildungsstipendien für talentierte junge Schotten vergeben.
2000 wurde Sean Connery für seine Verdienste um Schottland von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Ungewöhnlicher weise fand die Zeremonie in Edinburgh statt – Connery trug demonstrativ einen Killt. Böse Zungen behaupten, er hätte seine Ernennung schon früher erhalten, wenn er sich nicht als bekennender schottischer Patriot engagiert hätte. Nach Sir Seans eigenem Empfinden wurde ihm die höchste Ehre 1991 zuteil, als er von der Stadt Edinburgh die Auszeichnung „Freedom of the City of Edinburgh“ erhielt.
Sean Connery und sein Lebenswerk
Am 9. Juni 2006 erhielt er den jährlichen Lifetime Achievement Award des amerikanischen Filminstituts Sein amerikanischer Kollege Harrison Ford überreichte ihm die Auszeichnung und hob die hohe Professionalität und charismatische Leinwand-Präsenz von Sean Connery hervor.
Sir Sean, der kürzlich gesagt hatte, dass er von der Schauspielerei für immer genug habe, bedankte sich für den „verteufelt guten Abend“ und meinte dann im Kreis seiner Freunde, dass ihm „eine Runde Golf wesentlich lieber gewesen wäre als diese Feier und sicher mehr gebracht hätte!“
