
- Books - Markus Wegner / pixelio.de
Mittlerweile gibt es viele Books-on-Demand-Anbieter. Marktführer in Deutschland ist BoD. Ist BoD wirklich der beste Anbieter für den selbstpublizierenden Autor? Die Preise der einzelnen Anbieter und den dafür gebotenen Service im Vergleich variieren gewaltig. Auch sind Faktoren, etwa die Verfügbarkeit bei den wichtigen Onlinebuchhändlern wie Amazon und Libri sowie eine eventuelle Mindestabnahme zu beachten. Ein Buch, das nur über die Verlagsseite zu bestellen ist, bringt dem Autor wenig Erfolg.
Was bietet der Marktführer BoD?
Es gibt drei verschiedene Angebote zur Buchveröffentlichung bei BoD, das kostenlose BoD Fun, dann BoD Classic für 39 Euro und BoD Comfort für 399 Euro. Was bieten diese drei Buchpakete und welches ist für welchen Autor geeignet? BoD Fun ist zwar kostenlos, doch bietet es auch relativ wenig. Das Buch ist lediglich über den BoD-Buchshop erhältlich und hat keine Anbindung an den Buchmarkt. Es hat weder eine ISBN noch einen Barcode. Natürlich kann der Autor selbst vergünstigte Exemplare bestellen und etwa bei einer Lesung verkaufen oder an Freunde und Bekannte verschenken. Wer also nicht unbedingt Wert darauf legt, sein Buch auch zu verkaufen, sondern einfach nur sein Werk gedruckt sehen will, der könnte kaum besser bedient sein, als mit dem kostenlosen Service von BoD.
Die meisten Autoren entscheiden sich wohl für die Variante BoD Classic für 39 Euro. Das Manuskript sollte als PDF auf den BoD Server hochgeladen werden oder mit dem von BoD entwickelten easyBook-Tool. Das Buch bekommt sowohl eine ISBN als auch einen Barcode und ist im Buchhandel anhand der ISBN bestellbar und bei den meisten Onlinebuchhändlern verfügbar. Achtung! Verfügbar bedeutet nicht, dass sich Amazon und Co das Buch auch auf Lager legen. In der Regel legt sich Amazon jedoch einen kleinen Bestand zu, wenn das Buch erst ein paar Mal bestellt wurde. Kleiner Tipp also, einfach Freunde und Bekannte bitten, das Buch bei Amazon, statt im Buchladen zu bestellen. So pusht man sein Werk ein wenig, auch im Ranking. Natürlich werden auch die BoD-Classic-Bücher im BoD-Buchshop angeboten. Ein eigenes Referenzexemplar bekommt man bei dieser Veröffentlichungsvariante jedoch nicht. Wie bei BoD Fun gibt es Beratung nur online.
Die teuerste Variante ist BoD Comfort. Die Unterschiede der Leistung sind allerdings weit nicht so groß wie der Preisunterschied. So kann man bei BoD Comfort zusätzlich zu allen anderen Features sein Werk auch als Datenträger einschicken und bekommt telefonische und persönliche Beratung rund um das Buchprojekt. Es gibt ein Referenzexemplar und seit neuestem auch eine E-Book-Option. Für Autoren, die viel Hilfe und Beratung benötigen, ist diese Variante sicher zu empfehlen, alle anderen Autoren, die Dinge wie Satz und Layout, Upload und dergleichen selbstständig vornehmen können, genügt die günstigere Classic-Variante für 39 Euro.
Was bietet die Konkurrenz?
Die Webseite von Lulu lässt zu wünschen übrig und ist unübersichtlich. Anders als bei BoD, bezahlt man für die Druckkosten der Bücher, je nach Seitenzahl, Größe und kauft also eine bestimmte Auflage. Außerdem sagen Erfahrungsberichte, dass die Lieferung der Bücher sehr lange dauert, da Lulu ein ausländischer Anbieter ist. Ein nächster Anbieter wäre Books on Demand mit einer relativ informativen Webpräsenz. Der Preiskalkulator für 100 Stück/100 Seiten, Softcover mit Service gibt eine einmalige Grundgebühr von 540 Euro an und einen Preis pro Buch von 3,95 Euro. Das scheint doch erheblich teuer. Ruckzuckbuch hat eine übersichtliche Webseite und bietet einen ähnlichen kostenlosen Service an wie BoD. Die nächste Variante kostet aber schon 295 Euro und ist damit weit teurer als BoD Classic. Auch bei e-publi kostet der Druck von 100 Stück/100 Seiten über 500 Euro. Alles in allem sieht es ganz danach aus, dass der Autor, der guten Service zu fairen Preisen sucht, beim Marktführer am besten aufgehoben ist.
