Selbstständigkeit – so gelingts

Mit einer Selbstständigkeit kann man sich durchaus ein besseres Leben ermöglichen, jedoch birgt dieser Schritt auch Risiken und sollte gut durchdacht sein.

Bevor der Weg in die Selbstständigkeit gewählt wird, sollten einige Grundvoraussetzungen geschaffen werden. Zum einen sollte gut überlegt werden, in welcher Branche man sich selbstständig machen möchte und ob man in der heutigen Wirtschaft überhaupt eine Überlebenschance hat.

Anfängliche Fragen

Wenn die Entscheidung über das Wie und Wann gefallen ist, sollte man sich mit den notwendigen Ämtern und Finanzdienstleistern auseinandersetzen. Es gibt zahlreiche Berater und Existenz-Gründungsberater, die man zurate ziehen kann. Viele Fragen stehen am Anfang zur Debatte, etwa wie viel Startkapital man benötigt und wo man es herbekommt. Welche Kosten kommen monatlich auf einen zu und was gilt es im Umgang mit Ämtern und Banken zu beachten?

Startet man eine Selbstständigkeit aus der Arbeitslosigkeit, dann hat man die Möglichkeit einen Gründungszuschuss zu beantragen. Dieser wird oder kann genehmigt werden, sofern der Arbeitslose noch mindestens 90 Tage Anrecht auf Arbeitslosengeld eins hat. Der Zuschuss beträgt 300 Euro plus Arbeitslosengeld und wird für neun Monate gewährleistet. Nach den Monaten hat man die Möglichkeit für weitere sechs Monate einen Zuschuss in Höhe von 300 Euro monatlich zu erhalten.

Die Kosten sind nicht zu unterschätzen

Die monatlichen Kosten sind nicht zu unterschätzen. Da wären unter anderem Krankenkassenbeiträge, Versicherungen und tägliche Ausgaben wie Betriebskosten oder Personalkosten. Die Wahl der Krankenkasse sollte ebenfalls gut bedacht werden, eine Vorinformation im Vorfeld ist daher unumgänglich. Die Leistungen und Beitragskosten schwanken teilweise erheblich. Es besteht die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Kasse.

Zudem sollte man an eine Rentenversicherung denken, diese kann ebenfalls privat oder gesetzlich abgeschlossen werden. Weiterhin ist es sinnvoll, sich weiter arbeitslos zu versichern um bei einem eventuellen Fehlschlag abgesichert zu sein. Finanzämter stehen gern mit Rat und Tat zur Seite und informieren Sie über Steuerrechte und -pflichten. Auch hier stellen sich einige Fragen wie: Bin ich umsatzsteuerpflichtig oder fällt meine Selbstständigkeit unter die sogenannte Kleinunternehmerregelung? Am Ende steht dann auch noch der Weg zum Gewerbeamt zur Debatte.

Die Kosten für einen Gewerbeschein variieren von Amt zu Amt. Nachdem man den Gewerbeschein erhalten hat, bekommt man dann nach einigen Wochen Post vom Finanzamt. Die Formulare sollten gründlich und sorgsam ausgefüllt werden, bei Fragen sollte man sich einfach an das zuständige Finanzamt wenden. Meist hat man mit dem Ausfüllen dieses Formulars die erste Hürde genommen und kann sich nun auf seine Arbeit als Selbstständiger voll und ganz konzentrieren. Eine gute Vorarbeit ist das A und O und schützt vor einigen bösen Überraschungen, denn nur wer gut vorbereitet ist, weiß, was auf einen Selbstständigen zukommt und hat gute Chancen, dass der Neubeginn nicht zum herben Rückschlag wird.

Mut zum Risiko?

Einige Menschen sehen den Weg in die Selbstständigkeit als letzte Chance. Sie haben auf dem Arbeitsmarkt keinerlei Perspektive und wollen zumindest durch diesen Schritt den Versuch wagen, sich einen eigenen Verdienst aufzubauen, um nicht mehr auf Staatskosten zu leben. Aber ist dies wirklich der richtige Schritt in die Zukunft oder verschlimmert man die Situation am Ende noch mehr? Diese Entscheidung ist sehr einschneidend und hat großen Einfluss auf die Zukunft. Deshalb sollte man diesen Schritt sehr gut überdenken.