Shakespeare Zitate

Die schönsten Zitate über die Liebe aus William Shakespeares "Romeo und Julia".

Der Dichter und Dramatiker William Shakespeare (1564 - 1616) schrieb 1595 die Tragödie um "Romeo und Julia" und wurde unter anderem dadurch zum bedeutendsten Dichter der englischen Literatur. Aber nicht nur in "Romeo und Julia" wird die Liebe in den Mittelpunkt gerückt, auch in "Viel Lärm um nichts" (1598/99) nimmt sie eine zentrale Rolle ein.

Hintergrund zu "Romeo und Julia"

Um die Zitate aus "Romeo und Julia" deuten zu können, bedarf es einigen Hintergrundinformationen. Shakespeare griff auf diverse Vorlagen zurück, wie zum Beispiel Ovids Metamorphosen. Auch die Epik von Masuccio von Salermo beeinflusste ihn in seinem Schaffen. Literaturgeschichtlich gesehen ist das Drama um Romeo und Julia in seiner jetzigen Gestalt nicht die erste Version, die Shakespeare veröffentlicht hatte. 20 Einzelausgaben sind Ende des 16. Jh.s erschienen. Was damit zusammenhing, dass die Stücke lediglich für die einzelnen Aufführungen im Theater geschrieben wurden. Sie hatten also zu Beginn eher einen Gebrauchscharakter. Erst mit der Literarisierung wurde "Romeo und Julia" auch für die Leser interessant. Nichtsdestotrotz: Dieses Theaterstück war auch unter den Zeitgenossen Shakespeares bereits weit bekannt und berühmt.

Sprache der Liebe in "Romeo und Julia"

Shakespeare lässt seine Figuren in einer bestimmten Weise über die Liebe sprechen. Deutlich wird dies durch folgenden Auszug, in dem Julia über den Namen ihres Geliebten philosophiert: Julia: (...) Was ist ein Name? Was wir Rose nennen, das duftet süß, auch wenn es anders heißt. So wie auch Romeo, hieß er nicht Romeo, vollkommen wär auch ohne seinen Namen. Ach, Romeo, leg deinen Namen ab, für ihn, den du fürs Leben doch nicht brauchst. Nimm mich, mein Leben. (S. 95)

Indem Julia den Namen Romeos mit dem einer Rose misst, bedient sie sich eines Vergleichs, der nicht vollends stimmig ist (es ist schwer möglich einen Menschen mit einer Blume zu vergleiche), dennoch: Der Leser versteht Shakespeares Absichten. Schließlich können rethorische Figuren, auch wenn sie inhaltlich unwahr sind, etwas Wahres ausdrücken. Besonders häufig bedient sich der Autor an den Oxymora (Formulierung zweier sich ausschließender Begriffe). So sprechen Romeo und Julia häufig über: "liebreichen Hass", "streitsüchtige Lieb", "stets wacher Schlaf" (Szene 1,1). Auch der Chiasmus ist ein beliebtes Stilmittel und geht mit dem Oxymoron einher: "So eingelieb, aus großem Hass (...), den ärgsten Feind zu lieben" (Szene 2,1).

Im Folgenden finden sich weitere Beispiele aus dem Drama "Romeo und Julia", die zeigen, wie der englische Dichter mit dem Thema Liebe umgeht:

Die schönsten Zitate aus Shakespeares "Romeo und Julia"

  • Romeo: Hat mein Herz je geliebt? Nein, Augen, nie. Denn wahre Schönheit kenn ich erst durch sie. (S. 84)
  • Romeo: So unbefriedigt lässt du mich hier stehn? - Julia: Ja, wie befriedigt willst du heute Nacht gehn? - Romeo: Mit deinem Liebesschwur im Tausch für meinen. - Julia: Den gab ich dir schon, eh du ihn verlangt hast! (S. 99)
  • Romeo: Sie ist es, meine Göttin! Meine Liebe! O wüßte sie, daß sie es ist! (2. Aufzug/ 2. Szene)
  • Romeo: Der Liebe leichte Schwingen trugen mich; Kein steinern Bollwerk kann der Liebe wehren; Und Liebe wagt, was irgend Liebe kann: Drum hielten deine Vettern mich nicht auf. (2. Aufzug/ 2. Szene)
  • Julia: So grenzenlos ist meine Huld, die Liebe. So tief ja wie das Meer. Je mehr ich gebe, je mehr auch hab' ich: beides ist unendlich. (2. Aufzug/ 2. Szene)

Quellen:

  • Ullrich Suerbaum: Das Elisabethanische Zeitalter, Reclam-Verlag, Stuttgart 1989.
  • Uwe Baumann: Shakespeare und seine Zeit, Verlag: Uni-Wissen, Stuttgart 1998.
  • Leon Garfield (Autor), Baz Luhrmann (Autor), Craig Pearce (Autor), William Shakespeare (Autor): Romeo und Julia. Das Buch zum Film. Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt (1997), Taschenbuch: 173 Seiten.
  • Romeo und Julia auf www.zeno.org

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