Shockwave 2012: Christen beten für Christen in Ägypten

Shockwave 2012 - junge Christen beten für Ägypten - Open Doors Deutschland
Shockwave 2012 - junge Christen beten für Ägypten - Open Doors Deutschland
Jedes Jahr findet am ersten Märzwochenende die Jugendgebetsgemeinschaft Shockwave statt. Dieses Jahr liegt Ägypten im Fokus.

„United in Prayer for Egypt“ lautet das diesjährige Motto der weltweiten Jugend-Gebetsgemeinschaft für verfolgte Christen des überkonfessionellen christlichen Hilfswerk Open Doors. Das Hilfswerk ruft Jugendliche, Jugendgruppen und Studenten seit mehreren Jahren am ersten Märzwochenende dazu auf, für die verfolgten Christen weltweit zu beten. In jedem Jahr wird dazu von Open Doors ein besonderes Schwerpunktland ausgewählt. Im Jahr 2011 beteten rund 800 Jugendgruppen allein in Deutschland für die verfolgten Christen im Iran.

Shockwave 2012: Schwerpunktland Ägypten

In diesem Jahr will sich die Jungendbewegung der verfolgten christlichen Minderheit in Ägypten zuwenden. Mit dem Slogan „Dein Gebet wird Ägypten verändern“ wollen Jugendliche weltweit vom 02. bis 04. März erstmalig zusammen mit Christen aus einem verfolgten Land zusammen beten. Die Lage in Ägypten hat sich für die Menschen seit der Revolution im Frühjahr 2011 erheblich verschlechtert. Die Gewalt gegen Christen durch radikale Islamisten nimmt stetig zu. Kirchen werden grundlos angegriffen, viele junge Mädchen sind Opfer von Entführungen und werden zur Ehe mit Moslimen gezwungen, was eine Konvertierung zur Folge hat. Seit dem Frühjahr 2011 haben mehr als 100000 Christen ihre Heimat verlassen müssen oder sind der Gewalt zum Opfer gefallen. Die christliche Minderheit in Ägypten wurde so zum Verlierer der hoch bejubelten Revolution.

Wie geht Shockwave?

Der Aufruf von Open Doors zum Gebet gilt den Jugend- und Studentengruppen. In Eigeninitiative werden in den verschiedensten Gemeinden am ersten Märzwochenende Events durchgeführt, die unter dem Motto „United Prayer for Egypt“ laufen. Open Doors steht als Hilfsorganisation mit kostenlosem Material und unterschiedlichen Ablaufvorschlägen sowie mit den Gebetsanliegen des jeweiligen Schwerpunktlandes bereit, welches die Gruppen dann ihrerseits für das Wochenende benutzen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob aus dem Event eine Gebetsnacht wird oder es sich um einen Jugendgottesdienst handelt. Auch Benefizkonzerte oder Infoveranstaltungen können an diesem Wochenende stattfinden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das Besondere an der Veranstaltung Shockwave ist, dass Jugendliche aus aller Welt an diesem Wochenende zusammen beten. Wie dies geschieht, ist nicht wichtig. Für die verfolgten Christen ist es jedoch eine enorme Unterstützung, das es passiert.

Menschen in den verfolgten Ländern im Gebet unterstützen

Für viele Christen aus verfolgten Ländern ist das Gebet anderer Christen eine große mentale Unterstützung. Das Wissen, nicht allein zu sein und jemanden zu haben, der sie in schwierigen Zeiten nicht vergisst, hilft ihnen den schweren Alltag in einem verfolgten Land zu überstehen. Jedes Jahr bringt Open Doors den Weltverfolgungsindex heraus, in dem auf die Schwierigkeiten in den verfolgten Ländern hingewiesen wird. Spitzenreiter seit Jahren sind Nordkorea und der Iran. Ägypten, das Land, welches 2012 im Fokus der Jungend-Gebetsbewegung liegt stand im Jahr 2011 auf Platz Nummer 19, einen Platz höher als im Jahr zuvor.

Mit Shockwave will die Hilfsorganisation auf die alltäglichen Sorgen der Menschen hinweisen und Christen weltweit in einem großen Projekt zusammenbringen.

Sandra-Maria Erdmann, Sandra-Maria Erdmann

Sandra-Maria Erdmann - Ich bin Jahrgang 1980, geboren und aufgewachsen am Rande des Spreewaldes im Örtchen Cottbus. Während meiner Schulzeit habe ich ...

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