Shortlist Deutscher Buchpreis 2011 – die sechs besten Romane

Shortlist 2011: Michael Buselmeier - Das Wunderhorn
Shortlist 2011: Michael Buselmeier - Das Wunderhorn
Sechs Autoren für die Endrunde 2011 nominiert: Jan Brandt, Michael Buselmeier, Angelika Klüssendorf, Sibylle Lewitscharoff, Eugen Ruge, Marlene Streeruwitz.

Für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2011 nominierte die Jury sechs aktuelle deutschsprachige Romane. Wie Jurysprecherin Maike Albath, Journalistin im Deutschlandfunk und DeutschlandRadio Kultur, erklärte, seien "bundesrepublikanische Anti-Idyllen genauso vertreten wie lakonische Gesellschaftsromane über die DDR. Die Helden tragen schwer an Heimat und Herkunft. Verwickelte Familienverhältnisse dienen oft als Fallbeispiele. Nicht nur die ostdeutsche Unterschicht und die Nomenklatura rücken dem Leser nahe, sondern auch das westdeutsche Studentenleben, die ostfriesische Provinz oder das globalisierte Ambiente einer Sicherheitsfirma." Folgende Autoren schafften es mit ihren Romanen auf die sechs Spitzenplätze für die Endrunde (alphabetische Reihenfolge):

  • Jan Brandt: Gegen die Welt (DuMont)
  • Michael Buselmeier: Wunsiedel (Das Wunderhorn)
  • Angelika Klüssendorf: Das Mädchen (Kiepenheuer & Witsch)
  • Sibylle Lewitscharoff: Blumenberg (Suhrkamp)
  • Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts (Rowohlt)
  • Marlene Streeruwitz: Die Schmerzmacherin (S. Fischer)

20 beste Romane stehen auf der Longlist 2011

Für die Longlist 2011 hatte die Jury des Deutschen Buchpreises 20 Romane aus 198 deutschsprachigen Titeln ausgewählt, deren Erscheinungstermin zwischen Oktober 2010 und September 2011 liegt. Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2011 gehören neben Maike Albath an: Gregor Dotzauer (Der Tagesspiegel), Ulrike Draesner (Autorin), Clemens-Peter Haase (vor kurzem verstorben, Goethe-Institut), Ina Hartwig (freie Kritikerin), Christine Westermann (Westdeutscher Rundfunk) und Uwe Wittstock (Focus).

Download der Romane auf Computer oder E-Book-Reader möglich

Der Preisträger erhält 25.000 Euro Preisgeld, die fünf nominierten Autoren jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung, zugleich Bekanntgabe des Siegers, findet am 10. Oktober 2011 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römer statt. Auszüge aus allen nominierten Romanen können bei Libreka auf Computer oder E-Book-Reader geladen werden.

Erfolgsgeschichte für deutschsprachigen Buchmarkt

Der Deutsche Buchpreis wird 2011 zum siebten Mal von der Börsenverein-des-Deutschen Buchhandels-Stiftung vergeben. Die Resonanz und die Erfolgsgeschichte dieses Literaturpreises für den "besten deutschsprachigen Roman des Jahres" sucht ihresgleichen. Nicht nur die diskussionsfreudigen Leser, vor allem auch die Verlagsbranche profitierte von dieser Initiative. Wie der Börsenverein meldet, war bereits der erste Siegertitel des Jahres 2005, Arno Geigers Roman "Es geht uns gut" zwei Monate nach der Preisverleihung mehr als 100.000mal über den Ladentisch gegangen. Uwe Tellkamps Roman "Der Turm" wurde drei Jahre später bereits 450.000mal in diesem Zweimonatszeitraum verkauft. Die Preisträgerin 2007 Julia Franck führt das Ranking der Linzenzverkäufe an: Ihr Roman "Die Mittagsfrau" wurde 33mal als Linzenz ins Ausland verkauft. Für drei Siegertitel wurden Filmrechte verkauft.

Die Buchpreis-Shortlist des Jahres 2010 enthielt die Namen Jan Faktor, Peter Wawerzinek, Judith Zander, Thomas Lehr, Doron Rabinovici und natürlich Siegerin Melinda Nadj Abonji. Bemerkenswerte Titel der Longlist, etwa von Alina Bronsky, Mariana Leky, Kristof Magnusson, waren zurückgefallen. Auf der Shortlist des Jahres 2009 fanden sich die Autoren Rainer Merkel, Herta Müller, Norbert Scheuer, Kathrin Schmidt (Siegerin), Clemens J. Setz und Stephan Thome.

Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Andrea Reidt, Freie Journalistin, Foto Monika Werneke

Andrea Reidt - Die Freie Journalistin Andrea Reidt sammelte vielfältige Erfahrungen in ihrem Beruf. Am allerliebsten schreibt sie ...

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