
- Auch Kids sind im Internet unterwegs - jdurham
Machen Sie sich bei allen Aktivitäten, die Sie im Internet betreiben, bewusst, dass es sich um ein weltweit einsehbares Netzwerk handelt? Alle Ihre Spuren im Netz sind für jeden Internetnutzer nachvollziehbar. Unter diesem Aspekt sollten Sie entscheiden, inwieweit Sie sich der Weltöffentlichkeit präsentieren.
Sofern Sie keine Webpräsenz besitzen, die ein rechtsgültiges Impressum haben muss, sollten Sie auch Ihre private Adresse vor dem Internet schützen. Damit Sie dies erreichen, müssen Sie bei der Eintragung Ihrer Telefonnummer angeben, dass Sie keinen öffentlichen Eintrag wünschen. Diesem Wunsch wird normalerweise auch entsprochen.
Falls Sie dies nicht tun, müssen Sie damit rechnen, dass Telefonverzeichnisbetreiber im Internet Ihre Adresse eintragen und damit ist Ihr voller Name mit Adresse und Telefonnummer von jedem Internetnutzer auf der Welt abrufbar.
Sensible Daten: die E-Mailadresse und das Geburtsdatum
Achten Sie auch darauf, dass Sie in Foren nicht Ihre E-Mailadresse oder Ihr Geburtsdatum offen schreiben. Wenn jemand Ihr Geburtsdatum und Ihren Namen kennt, kann er Sie, sofern er es darauf anlegt, über das Melderegister ausfindig machen. Eine geringe Gebühr öffnet auch diese Daten für jeden. Wenn Sie die E-Mailadresse doch in Foren schreiben möchten, da Sie zum Beispiel einen Aufruf machen, achten Sie darauf, dass Sie niemals das @ in diese Adresse schreiben.
Ersetzen Sie das @ unbedingt durch (at) und weisen Sie auch darauf hin, dass andere Menschen den Thread nur in dieser Form in anderen Foren posten dürfen. Wenn Sie @ einfach ausschreiben in Ihrer E-Mailadresse, dann erhalten Sie in kurzer Zeit Unmengen an unerwünschten E-Mails.
Fotos und Grafiken im Netz
Sehr vorsichtig sollten Sie mit Fotos und Grafiken im Internet sein. Laden Sie nicht einfach sorglos das Foto der letzten feucht-fröhlichen Fete in einem sozialen Netzwerk hoch. Mittlerweile haben es sich viele professionell arbeitende Personalchefs zum Arbeitsbestandteil gemacht, die Suchmaschinenbildersuche zu einer Person zu bemühen, in sozialen Netzwerken nach privaten Fotos zu suchen oder einfach die Person zu googeln. Es geht sogar soweit, dass auf Facebook Menschen von potentiellen Vorgesetzten beim Spielen beobachtet wurden, damit man auf ihr Verhalten schließen kann. So wurde geschaut, ob der Bauernhof auch ordentlich geführt wird oder ob jemand im Chaos untergeht.
Nutzen Sie stattdessen diese Funktionen sinnvoll, indem Sie Fotos und Grafiken ins Internet hochladen, die Sie beispielsweise bei einer caritativen Aktion, einer Wanderung, beim Schwimmen etc. zeigen. Präsentieren Sie sich im Netz von Ihrer besten Seite. Dies kann eine erhebliche Wirkung auf eine mögliche Jobsuche haben.
Die Privatsphäreeinstellungen der sozialen Netzwerke
Denken Sie nach der Registrierung in einem sozialen Netzwerk immer gleich daran, dass Sie Ihre Privatsphäreeinstellungen möglichst hoch einstellen. So können Sie bei Facebook beispielsweise einstellen, dass nur Freunde Ihre Fotos und Videos sehen oder an Ihre Pinnwand posten können. Achten Sie auch gut darauf, dass Sie keine völlig unbekannten Menschen in Ihrer Freundesliste haben.
Ähnlich verhält es sich bei "Wer kennt Wen?" Auch hier sollten Sie die Privatsphäreeinstellungen mit Bedacht auswählen. Denken Sie daran, dass sowohl bei Facebook wie auch bei WKW die Möglichkeit besteht, mit einem User aus der Freundesliste zu chatten. Chatten Sie nicht mit völlig unbekannten Menschen. Im Internet sollte man immer höchste Vorsicht walten lassen, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Auch eine dauerhafte Belästigung durch einen User auf Facebook ist nicht ausgeschlossen.
Das Chatten bei verschiedenen Chatanbietern und Messengern
Hier ist in der Tat höchste Vorsicht geboten. Immer wieder hört man von Menschen, die sich mit völlig unbekannten Chatpartnern trafen und dies sogar mit ihrem Leben bezahlen mussten. Denken Sie daran, dass ein Chat eine völlig anonymisierte Form der Kommunikation ist. Es ist völlig üblich, dass ein Mann sich als Frau ausgibt, sich jünger oder älter macht oder einfach vorgibt, etwas ganz anderes zu sein als er eigentlich ist. Manche Frauen tun dies übrigens teilweise auch, indem sie irgendein hübsches Frauenfoto auf ihr Profil hochladen mit falschen Profilangaben.
Chatten sollte man am Sichersten nur mit Menschen, die man persönlich kennt. Es ist zwar traurig, dass man so verfahren muss, aber die Realität beweist immer wieder, dass dies der einzig sichere Weg ist, damit man sicher durch das Netz kommt und auch bei einem persönlichen Treffen keine schlimme Überraschung lauert.
Besonders alleinstehende Menschen, die wenig Kontakt zur Außenwelt haben, neigen dazu, im Netz Kontakte knüpfen zu wollen. Treten Sie sich lieber im realen Leben einer Interessengruppe oder einem Verein bei, anstatt in der virtuellen Welt Ihr (Liebes-)Glück zu suchen. Die Webseite "Sicher im Netz" hilft auch Kindern, sich sicher im Internet zu bewegen.
