Singen macht glücklich, ist gesund und man kann es lernen

Schön zu singen ist vielen angeboren - doch man kann es auch erlernen! Zudem kommen weitere positive Aspekte in Sachen Gesundheit und Wohlbefinden hinzu.

Gesang ist etwas Wunderbares – egal ob von Opernsängern, Rockstars oder den eigenen Kindern. Sogar im Märchen wie etwa „Rapunzel“ steht der Gesang für überirdische Schönheit und Verlockung. Nun scheint es, als wären einige besondere Menschen damit gesegnet, singen zu können – und der Rest eben nicht. Dieser „Rest“ lässt das Singen dann lieber bleiben, es würde sowieso nur jeder das Gesicht verziehen, wenn man mit schiefen Tönen loslegt. Die Frage ist aber: Stimmt es, dass man mit seiner Stimme, so, wie sie ist, geboren wird, sich das nie ändert – oder kann man Singen erlernen und immer wieder neu entdecken?

Die persönliche Stimme eines Menschen

Jeder Mensch hat eine andere Stimme, bei der der Grundbaustein gelegt ist. Das heißt der Klang der Stimme ist nicht viel veränderbar, man hat entweder eine raue, kratzige Stimme, eine helle klare oder eine volle, voluminöse Stimme. Manche Leute werden mit dem Talent geboren und können auch ohne Unterricht zu nehmen oder zu üben fantastisch singen. Diese Begabung hat häufig zur Folge, dass sich solch begnadete Sänger der Musik und dem Gesang ganz zuwenden: In einer Band, in Musicals, als Gesangslehrer... In seltenen Fällen machen sie sogar eine Karriere als bekannter Sänger. Wenn man dies alles hört und selbst kein bisschen singen kann, ist man mitunter neidisch und bewundert diese Personen. Doch so unglaubwürdig es klingen mag – jeder kann Singen lernen.

Singen erlernen

Die Stimme ist ein einzigartiges und empfindliches Instrument des Menschen, die einen individuellen, unverwechselbaren Klang hat. Die Technik, wie man seine Stimme gebraucht, kann man jedoch trainieren und verbessern. Durch gezielte Übungen kann man diese Techniken so umsetzten, dass die Stimme besser klingt und zur Geltung kommt. Ein wichtiger Punkt dabei, der häufig unterschätzt wird, ist das Hören. Ein gutes Gehör ist notwendig, um sich selbst beim Singen zu hören. Ist das Gehör geschult, trifft man mehr Töne, da man zuhören kann und weiß, wie sie klingen müssen.

Ebenso wichtig ist die Atmung, denn Lunge und Zwerchfell formen durch die Luft die an die Stimmbänder strömt und diese in Schwingung versetzt, die Töne. Hierbei ist die Kontrolle über das Zwerchfell durch Bauchatmung wichtig. Eine Rolle spielen auch eine reine, saubere Aussprache und kein Verschlucken von Endungen oder Buchstaben. Beim Singen sollte man entspannt und nicht verkrampft und hektisch sein. Ziel ist es ebenfalls seinen Tonumfang zu erweitert, das bedeutet, tiefe Töne ebenso gut singen zu können wie hohe. Hierbei kann man viel falsch machen und der Stimme schaden, weswegen man sich Übungen dazu ganz genau ansehen sollte, beziehungsweise Unterricht bei einem Gesangslehrer nehmen sollte.

Singen macht glücklich

Diese Behauptung wurde von Universitäten und Forschern vor allem in den letzten Jahren gründlich erforscht. Mit dem Ergebnis: Singen macht tatsächlich glücklich! Thomas Biegl (Musik- und Kommunikationspsychologe) konnte beispielsweise an der Universität Wien folgende Erkenntnisse machen: Singt man etwa eine halbe Stunde lang, so kann man eine vermehrte Ausschüttung der Glückshormone Dopamin und Serotonin feststellen, sowie eine Verminderung von Stresshormonen wie Adrenalin. Das bedeutet, dass Singen befreit und in Stresssituationen hilft, lockerer und entspannter zu sein. Auch für den Alltag hat Gesang also eine höchst positive Wirkung, man ist fröhlicher und ausgelassener und kann auch mal seinen Frust durch freies Heraussingen ablassen. In diesem Fall ist es eigentlich nicht wichtig, wie richtig man singt – Hauptsache ist, man hat Spaß dabei. Trotzdem kann man sich das Singen auch zum Hobby machen und im Chor oder in einer Band mitsingen. Dann kann bei falschen Tönen und für eine bessere und schönere Nutzung der Stimme der Gesangslehrer helfen.

Singen ist gesund

Zunächst einmal fördert Singen die Atmung und bringt somit bei Personen, die das Singen gewöhnt sind und häufig singen, mehr Sauerstoff in den Körper.

Außerdem steigert Singen das Immunsystem durch den Abwehrstoff Immunglobin A, wie der Musikwissenschaftler Dr. Gunter Kreuz an der Universität Frankfurt herausfand. Er entnahm von einer Gruppe, die eine Stunde lang im Chor gesungen hatten, Speichelproben und fand darin mehr der Antikörper wie bei Personen, die eine Stunde nur Musik gehört hatten, nicht aber gesungen. Singen macht also nicht nur glücklich, sondern stärkt zudem die Abwehrkräfte. Zusammen hilft dies auch durch kalte Wintertage, schlechte Stimmung, Stresssituationen oder Lustlosigkeit. Natürlich kann man Singen nicht anstelle von Medikamenten setzten, schaden tut es jedoch gewiss nicht, und ein gesanglicher Versuch kann bestimmt nicht schaden!

Sonja Köhler, Sonja Köhler

Sonja Köhler - Liebe Leser und Leserinnen, Da ich noch zur Schule gehe, konnte ich bis jetzt keine berufliche Erfahrung als Journalistin oder ...

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