Ein Schnupfen ist lästig, doch kaum jemand geht aus diesem Grund zum Arzt. Die meisten Menschen versuchen, dem Übel mit rezeptfreien Schnupfenmitteln zu Leibe zu rücken. Die Behandlung mit einem Nasenspray oder Nasentropfen ist einfach. Selten wird der Beipackzettel des Präparates genau durchgelesen, ein kurzer Sprühstoß genügt und die Nase ist wieder frei. Welcher Laie kann mit den Wirkstoffnamen Xylometazolin, Oxymetazolin oder Tramazolin schon etwas anfangen? Dies sind die Wirkstoffnamen der gebräuchlichsten Schnupfenmittel, die bei einer akuten Rhinitis (Entzündung der Nase) die geschwollene Nasenschleimhaut zum Abschwellen bringen.
Die abschwellenden Schnupfenmittel sind nicht unbedenklich
Doch die Mittel sollten nicht mehr als dreimal täglich angewendet werden. Bei empfindlichen Personen kann bereits nach sieben Tagen Anwendung die Nasenschleimhaut angegriffen werden. Außerdem lässt bei längerer Anwendung die Wirkung deutlich nach und der Patient sprüht immer mehr, damit er wieder Luft durch die Nase bekommt. Die Gefahr besteht nun, dass der Anwender das Mittel zum Dauergebrauch einsetzt und er damit seine Nasenschleimhaut nachhaltig schädigt, weil ein Schwund der Nasenschleimhaut auftritt. Außerdem sind diese Mittel nicht für Patienten geeignet, die unter einer trockenen Nasenschleimhaut leiden. Auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch können diese Arzneimittel die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen beeinflussen. Dies kann sich im Straßenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen nachteilig auswirken. Dies gilt verstärkt im Zusammenwirken mit Alkohol. Bei der Anwendung ist zudem zu beachten, dass es verschiedene Wirkstoffstärken gibt, die je nach Alter des Patienten eingesetzt werden.
Dexpanthenol regeneriert die strapazierte Nasenschleimhaut
Die neuere Generation von abschwellenden Schnupfensprays enthält zusätzlich noch etwa fünf Prozent Dexpanthenol. Dieser Wirkstoff ist für seine Wundheilung bekannt, außerdem wirkt er der Austrocknung einer bereits geschädigten Nasenschleimhaut entgegen. Damit ist gewährleistet, dass die natürliche Barrierefunktion der Nasenschleimhaut wieder aufgebaut wird. Der Schnupfen kann so schneller abheilen.
Ein Schnupfen lässt sich auch ohne gefäßverengende Mittel behandeln
Wer bei trockener und gereizter Nasenschleimhaut auf ein abschwellendes Nasenspray oder Nasentropfen verzichten möchte, kann seinen Schnupfen auch mit Mitteln behandeln, die eine Kombination von Meersalzlösung und Dexpanthenol enthalten. Die Nasenschleimhaut wird durch die Mineralsalzlösung feucht gehalten und Dexpanthenol wirkt entzündungshemmend und pflegend. Es gibt verschiedene Nasensalben, die Dexpanthenol, Emsersalz oder ätherische Öle beinhalten. Diese Öle bewirken, dass das Atmen durch die Nase erleichtert wird. Besonders abends mit einem Wattestäbchen in die Nase eingebracht, wirken sie heilend und der Krustenbildung entgegen. Auch hier gilt zu beachten, dass für Säuglinge, Kinder und Erwachsene unterschiedliche Arzneimittel zur Verfügung stehen.
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.
