Siren - Verführung ist mörderisch: Thriller auf DVD und Blu-ray

Eine Sirene lockt drei Urlauber an und bringt ihnen so den Horror nahe. "Siren - Verführung ist mörderisch" findet sich ab dem 22. Juni 2011 im Handel.

Interessante Ansätze, aber insgesamt zu wenig, um wirklich herauszustechen: "Siren - Verführung ist mörderisch" kann nicht auf ganzer Linie überzeugen, besitzt als Leih-DVD jedoch eine gewisse Qualität. Der Film mit eher unbekannten Darstellern ist seit dem 22. Juni 2011 im Handel erhältlich.

"Siren - Verführung ist mörderisch" - Die Handlung des Thrillers

Ken (Eoin Macken) und seine Freundin Rachel (Anna Skellern) machen sich gemeinsam mit Kumpel Marco (Anthony Jabre) auf zu einem kleinen Mittelmeertrip. Auf offener See gabeln sie einen heruntergekommenen, verwirrten Mann auf, der panisch ist und noch auf dem Boot auf mysteriöse Art stirbt. Angekommen auf einem kleinen verlassenen Eiland begraben sie den Mann, machen aber auch die Bekanntschaft mit Silka (Tereza Srbova). Die wohnt aus unerfindlichen Gründen auf der Insel, will aber offenbar weg. Da sie gut singt, hübsch ist und sie irgendwie in den Bann zieht, nehmen die drei das Mädel unter ihre Fittiche - was sich aber schon bald als Fehler herausstellt.

Regisseur Andrew Hull inszenierte mit "Siren" seinen ersten und einzigen Langfilm

Gute Ansätze sind in "Siren" einige zu finden. Die Darsteller sind nicht total mies ausgewählt, die Grundgeschichte ist nicht komplett uninteressant, aber dennoch springt der Funke beim Zuschauer nicht so ganz über. Zu wenig passiert während des Films, auch wenn manche Vorgänge durchaus passabel inszeniert sind. Nervig wird die letzte halbe Stunde, wenn sich die Protagonisten die ganze Zeit mit Namen rufen. Vor lauter "Rachel! Rachel!" macht der Film dann leider keinen Spaß mehr. Immerhin tröstet die passende Musik ein wenig über mangelnde Qualität hinweg. Diese ist zurückzuführen auf Michael Price, der auch an der Musik von "Der Herr der Ringe 1-3", "Da Vinci Code" und "Children of Men" gearbeitet hat. Regisseur Andrew Hull war zum Zeitpunkt des Drehs eigentlich nur als Art Director ("Queer as Folk", "Ran an die Braut", "Resurrection") bekannt. Nach ein paar Kurzfilmen drehte er mit "Siren" seinen ersten langen Spielfilm - und leider auch gleich den letzten. Ob Hull aus den gewissen Schwächen, die sein Erstlingswerk aufweist, noch gelernt hätte, wird man nicht mehr herausfinden können, da Hull im Jahr 2010 im Alter von 46 Jahren verstarb. "Siren" wurde noch persönlich von Hull fertiggestellt, die Premiere des Films erlebte der Regisseur, dem ein Fahrradunfall tödliche Kopfverletzungen zuführte, jedoch nicht mehr.

Eoin Macken und seine Kollegen - die Darsteller aus "Siren"

Viele Darsteller gibt es wahrlich nicht in "Siren". Das Hauptaugenmerk wird gelegt auf das Pärchen und ihren Kumpel sowie die mysteriöse Frau, die sich als Sirene entpuppt. Waren diese in der griechischen Mythologie hauptsächlich Frauen mit einem Vogel- bzw. später Fisch-Unterkörper, bleibt dies bei Sirene "Silka" aus. Komplett in menschlicher Erscheinung tritt hier Tereza Srbova auf, die nach Rollen in "Tödliche Versprechen" (2007), "Die Girls von St. Trinian" (2007) und "Tintenherz" (2008) immerhin bereits einige Schauspielerfahrung aufweisen kann. Diese kommt in "Siren" aber nicht wirklich zur Geltung, da sie außer geheimnisvollen Blicken und Gesang nicht viel präsentiert. Das Mittelmeer-Trip-Trio wird verkörpert vom Iren Eoin Macken ("Centurion", "Die Tudors", "Merlin"), der Australierin Anna Skellern ("The Descent II") und Anthony Jabre, der hier in seinem ersten Film spielt und in mancher Einstellung wie ein Gérard-Butler-Double wirkt.

Fazit zur Kritik - "Siren - Verführung ist mörderisch"

Als "superharter Slasher mit superheißen Girls" wird der Fil von Anbieter dtp entertainment angepriesen. Ein Slasher ist jedoch eigentlich etwas völlig anderes, superhart ist der Film auch in keinster Weise. Immerhin der zweite Teil ist nicht völlig verkehrt. Die beiden Frauen sind definitiv attraktiv und werten den Film ein wenig mit ihrer Optik auf. Nicht ausbleiben kann da natürlich eine Liebesszene der beiden Mädels, die aber auch nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass aus "Siren" viel mehr hätte werden können. So kann man den Gang in die Videothek, um "Siren" zu leihen, durchaus mal angehen, aber viel Neues sollte man nicht erwarten.

Film-/Medienangaben

Titel: Siren - Verführung ist mörderisch

Land, Jahr: GB, 2010

Regie: Andrew Hull

Drehbuch: Andrew Hull, Geoffrey Gunn

Darsteller: Eoin Macken (Ken), Anna Skellern (Rachel), Tereza Srbova (Silka), Anthony Jabre (Marco)

Kaufstart: 86 (DVD) bzw. 90 Minuten (Blu-ray)

FSK: keine Jugendfreigabe

Quellen / Weiterführende Links

dtp entertainment

Blickpunkt:Film

Internet Movie Database

Hans Rothauscher - Mythische Sirenen

Wikipedia - Sirenen

Wikipedia - Andrew Hull

Mathias Wagner, Christine Wagner

Mathias Wagner - Ich bin seit dem 23. April 2010 Mitglied von Suite101 und weiß inzwischen die Möglichkeiten zu schätzen, die mir dieses ...

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