
- Ein See in Schweden - Jerzy / pixelio.de
Wer sich dazu entschlossen hat, einige Zeit als Austauschschüler oder Au-Pair im Ausland zu leben und die kalten Gebiete den warmen vorzieht, sollte darüber nachdenken, sich für ein skandinavisches Land zu entscheiden. Zu den skandinavischen Ländern gehören Dänemark, Norwegen und Schweden, von denen außer Norwegen alle der Europäischen Union angehören. Im Volksmund zählt man auch Finnland und Island zu Skandinavien.
Schwedisch, norwegisch oder dänisch – nach dem Auslandsjahr versteht man drei Sprachen
Ob man Schwedisch, Norwegisch oder Dänisch lernt – am Ende des Auslandsaufenthalts verstehen die meisten Rückkehrer alle drei Sprachen. Das liegt daran, dass die Sprachen dem selbem Ursprung entstammen und sich somit sehr ähneln. Während Schwedisch wohl mit dem schwäbischen Akzent in Deutschland verglichen werden kann, so sind Dänisch und Norwegisch fast identisch. Um es mit deutschen Akzenten zu vergleichen: Das eine wäre Berliner Dialekt und das andere Hochdeutsch. Ob Dänisch oder Norwegisch dem Hochdeutschen entspricht, hängt davon ab, ob man einen Dänen oder einen Norweger fragt.
Als deutscher Muttersprachler fällt es den meisten nicht schwer, die Sprache des Gastlandes zu lernen, da die Grammatik relativ einfach ist und viele Wörter der deutschen Bedeutung ähnlich sind. Die am ehesten gebrauchte Sprache im restlichen Europa ist Schwedisch, welches in Schweden und in Teilen Finnlands gesprochen wird. Jedoch ist die Nachfrage nach Menschen, die eine skandinavische Sprache sprechen, sehr gering, da die meisten Skandinavier sehr gut englisch sprechen. Und das kommt dem Austauschschüler oder Au-Pair gerade am Anfang des Aufenthaltes zugute, sofern sie noch keine Vorkenntnisse der Landessprache haben. Viele Skandinavier, vor allem die Dänen, sprechen zwar auch ein wenig deutsch, unterhalten sich aber viel lieber und besser englisch.
Die Kultur und Menschen in Skandinavien
Auch wenn es in Skandinavien durchschnittlicher kälter ist als in Deutschland, so trifft dies nicht auf die Gesellschaft zu. Die Menschen sind herzlich und freuen sich über Gastschüler und Au-Pairs, die ihre Sprache lernen wollen und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Auch die Schulbildung ist sehr gut und für Austauschschüler ist es eine sehr schöne und gewinnbringende Erfahrung, eine Schule in Skandinavien zu besuchen. Die Klassen sind klein, Gruppenarbeit steht im Vordergrund und zu den Lehrern sagt man "du". Dies ist in jedem der drei skandinavischen Ländern der Fall und auf die Sprache zurückzuführen, die ein "Sie" nur in sehr seltenen Fällen erlaubt. Des Weiteren steht für die Menschen in Skandinavien die Familie im Mittelpunkt. So muss man sich nicht wundern, dass in den Städten die Geschäfte bereits ab 17 Uhr schließen, damit mit den Kindern gemeinsam das Abendessen gekocht werden kann. Auch die Natur ist den Skandinaviern wichtig – bei jedem Wetter wird viel Zeit draußen verbracht. Sogar an einigen Schulen findet der Unterricht draußen statt und auch in Kindergärten ist es üblich, dass die Kinder mehr außerhalb des Gebäudes sind, als innerhalb.
Schüleraustausch oder Au-Pair in Skandinavien?
Ob man als Austauschschüler oder Au-Pair nach Skandinavien geht, entscheidet jeder nach eigenem Ermessen. Die aktuellen Vermittlungschancen werden am besten bei einer Austausch- oder Au-Pair-Organisation erfragt. Jedoch suchen nicht wenige Familien ein Au-Pair über eine Au-Pair-Börse im Internet. Diese sind für Au-Pairs meistens kostenlos und somit für Skandinavien-Interessierte einen Besuch wert. Die meisten Austauschorganisationen vermitteln Austauschschüler nach Skandinavien, man sollte sich so früh wie möglich bewerben, damit mögliche Wünsche bestmöglich berücksichtigt werden können.
Bildnachweis: © Jerzy / pixelio.de.
