Wie so viele Trends vorher kommt auch das Slacklinen aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Entstanden ist er in der Kletter-Szene des Yosemite Valley in Kalifornien.
Entwicklung der Slackline
Am Anfang der Entwicklung der Slackline stand die Kette. Auf einer Absperrkette im Yosimite Valley sollen Anfang der 1970er Jahre die ersten Balancierschritte gewagt worden sein. Und weil die Kletterer nicht überall eine passende Kette zur Verfügung hatten, machten sie sich ans Experimentieren. Über Versuche mit den üblichen Kletterseilen gelangten sie am Ende zu den heute üblichen breiten Gurtbändern. Heinz Zak hat einen großen Teil dieser Entwicklung selber erlebt. Fundiert lässt er den Leser an seinen Erlebnissen mit den Größen der Szene teilhaben. Seinen Enthusiasmus und seine Begeisterung spürt man beim Lesen in jeder Zeile. Packend schildert er seine eigenen Erlebnisse rund um die Slackline.
Einen besonderen Schwerpunkt legt der Autor immer wieder auf die hervorragende Eignung des Slacklinen als Trainingsmethode zur Schulung des Gleichgewichtsgefühls. Eindrucksvoll führt er in der letzten Hälfte des Buches die Möglichkeiten, sich auf einer Slackline zu bewegen, vor. Viele Fotos illustrieren die einzelnen Schritte auf dem Weg zum ersten eigenen Ausflug auf der Slackline. Dabei ist positiv an zu merken, dass Heinz Zak immer sehr viel Wert auf die Sicherheit des Slackliners legt. Und, dass diese nicht nur die Ausrüstung betrifft, sondern auch die körperlichen Fitness. So stellt er dem Kapitel über die ersten Schritte auf der Slackline auch einige kurze Aufwärmübungen voran.
Die Ausrüstung
Die Ausrüstung des Slackliners nimmt die andere Hälfte des Buches in Anspruch. Auch hier zeigen viele Fotografien Details und wichtige Eigenheiten. Großformatige Kästen lenken die Aufmerksamkeit auf wichtige Sicherheitshinweise. Daran merkt man ebenfalls, dass sich dieser Sport aus dem Freiklettern und den dort üblichen Sicherheitsstandarts abgeleitet hat. Heinz Zak lässt keinen Aspekt der Slackline unbesprochen. Er schöpft aus seinem eigenen, langjährigen Fundus an Erfahrungen. Eindrucksvoll zum Beispiel die Bilder geborstener Karabiner und die dahinter stehende Geschichte. Ausführlich und anschaulich schildert er mit Blick für das Detail die Ursache des Versagens und die daraus resultierende Wirkung. Das schafft Vertrauen in die Seriosität seiner Tipps. Insgesamt ist zu sagen, dass das Buch mit seinen Illustrationen und Fotos einen hohen Praxiswert besitzt. Vom Material über die Befestigungspunkte hin zu der Berechnung der einwirkenden Kraft bleibt der Autor auf keine Frage eine Antwort schuldig. Zusammen mit den Tipps und Tricks von Heinz Zak ergibt sich daraus ein Buch, das umfassend rundum die Slackline informiert.
Literatur: Heinz Zak: Slackline, 160 Seiten, 150 Farbfotos, BLV 2011, 16,95 EURO
