SmartPad: 1&1 stellt Konkurrenz für das iPad von Apple vor

SmartPad von 1&1 mit dem Betriebssystem Android - 1&1
SmartPad von 1&1 mit dem Betriebssystem Android - 1&1
Von Apple gibt es den Tablet-PC iPad, Neofonie arbeitet am WeTab, Cisco setzt auf den Cius und United Internet hat neuerdings den SmartPad im Angebot.

Die Gerüchte gab es seit Mitte Juni, am 30. Juni 2010 war es dann soweit: 1&1, eine Tochtergesellschaft des börsennotierten Unternehmens United Internet, hat das SmartPad vorgestellt und man ist schnell versucht zu sagen, dass es sich hierbei um einen neuen Konkurrenten zu dem bereits erfolgreichen iPad von Apple handelt.

Auf den ersten Blick sind direkte Parallelen zwischen dem iPad und dem SmartPad zu erkennen: Es handelt sich jeweils um einen Tablet-PC im handlichen Format, wie es sie vor Einführung des iPads noch nicht gegeben habt. Und bei 1&1 gibt man an, dass man mit dem SmartPad bequem im Internet surfen könne, um zum Beispiel seine Mails abzurufen oder in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter aktiv zu sein.

SmartPad ist mit dem Betriebssystem Android ausgestattet

Das 7 Zoll bzw. 18 Zentimeter große LCD-Touch-Display ist, wie es der Name schon sagt, berührungsempfindlich, so dass das SmartPad auch per Fingerdruck bedient werden kann. Grundlage für das Pad ist das Betriebssystem Android aus dem Hause Google, das sowohl im Pad- als auch im Smartphonebereich als Gegenentwurf zu den Betriebssystemen aus dem Hause Apple betrachtet werden kann. Allerdings kann man trotz der Android-Basis nicht auf den Android-Store zugreifen, um dort die sogenannten Apps - kleine Programme und Anwendungen, die die Faszination von Pads und Smartphones erst ausmachen - herunter zu laden. Stattdessen erhält man allerdings Zugang zum 1&1 Store. Der hält bei Produkteinführung rund 80 Anwendungen bereit, was im Vergleich zu der großen Anzahl an Anwendungen im App-Store von Apple und in jenem von Google bzw. Android als verschwindend gering und zunächst einmal enttäuschend zu bewerten ist.

Mobil Surfen mit dem USB-Stick oder zu Hause im WLAN

Das SmartPad ist insbesondere für den Einsatz im Heimnetzwerk konzipiert. Dort kann es die Rolle einer Schaltzentrale übernehmen, um alle im Netzwerk befindlichen Geräte untereinander zu vernetzen und gezielt anzusteuern. Hierzu loggt sich das SmartPad ganz einfach in das heimische WLAN-Netz ein. Unterwegs ist ein Online-Zugang via UMTS nicht möglich, was gegenüber dem iPad sicherlich einen Nachteil darstellt. Er lässt sich allerdings halbwegs kompensieren, wenn man einen USB-Surf-Stick anschließt. Damit ist man dann auch unterwegs mit dem SmartPad mobil, indem man zum Beispiel auf eine Surf-Flatrate zurück greift, die auch für Notebooks oder Netbooks gilt und die (je nach Anbieter) für rund zehn Euro im Monat zu haben ist.

Weitere Ausstattungsmerkmale des SmartPad

Die Online-Funktionen sind beim SmartPad sicherlich von zentraler Bedeutung. Zusätzlich ist der Tablet-PC von 1&1 mit einem Music-Player ausgestattet, mit dem sich Musik etwa aus dem Internet oder von der integrierten Speicherkarte aus abrufen und abspielen lässt. Zudem kann das SmartPad auch als digitaler Bilderrahmen eingesetzt werden und Videos abspielen. 1&1 verspricht, dass zum Lieferumfang auch eine 2 GB-SD-Karte mitgeliefert wird, die passend zum SD-Karten-Slot ist. Zusätzlich verfügt das gerät über einen USB-Anschluss. Spannend ist der Preis – hier hebt sich das SmartPad tatsächlich von seinen Wettbewerbern ab. Bei einem Abschluss eines DSL-Vertrags bei 1&1 von United Internet mit Online- und Telefon-Flat gibt es das SmartPad kostenlos obendrauf. Und damit wird das Gerät für Kunden spannend, die mit dieser neuartigen Hardware liebäugeln, denen die Preise für ein iPad aber letztlich zu hoch sind.

Eric Wilde, Eric Wilde

Eric Wilde - Im "echten Leben" bin ich Familienvater, Kleinstadtbewohner, Kommunikations-Berater, Volkswirt, Westfale. Bei Suite 101.de bringe ich ...

rss