
- Smoothie mit Ananas - Elvira Lauscher
Eigentlich heißt smooth ja glatt, gleichmäßig, sämig oder geschmeidig und kommt natürlich aus dem Englischen. Der Begriff Smoothie ist aber längst zu einem eigenständigen Wort geworden, seit es auch in Deutschland diese Fruchtdrinks im Kühlregal gibt. Und wenn man die Inhaltsstoffe liest, dann scheinen in diesen Drinks ja Vitamine pur zu stecken. Dazu sind sie so praktisch – man muss nichts mehr schälen und hat trotzdem die ganzen kleinpürierten Früchte. Allerdings ist schon ein wenig Zweifel angesagt, wenn frisch verarbeitete Früchte sich viele Tage im Kühlregal Frischhalten. Die Vitamine leiden in jedem Fall darunter und so ganz mag man nicht daran glauben, dass hier keine haltbarkeitsmachenden Zusätze dazugegeben wurden.
Smoothies sind schnell gemacht und schmecken
Die Alternative heißt: Selber machen! Und das geht eigentlich ganz einfach. Es braucht dazu entweder ein schmales Gefäß und einen Pürierstab oder einen Mixer. Und etwas Zeit für die Frucht- oder Gemüsevorbereitung. Der Vorteil gegenüber einem Entsafter ist offensichtlich: Es sind mehr Vitamine und vor allem Ballaststoffe in den Smoothies, da hier – bis auf die Schalen bei Südfrüchten – alles mitpüriert wird. Bei einem Entsafter bleiben Haut, zähe Fasern etc. zurück und nur der Saft der Frucht oder des Gemüses wird verwendet. Dazu ist die Reinigung eines Pürierstabes weit einfacher und daher wird man bei so einem geringen Arbeits-Aufwand öfter dazu greifen.
Was braucht man für die Smoothies?
Die Smoothies selbst sind leicht zu machen. Man kann einfach ausprobieren, welche Früchte einem besonders gut schmecken. Wichtig ist nur, einen Saft oder eine andere Flüssigkeit mit dazuzugeben, damit sich die Früchte auch pürieren lassen. Hier spielt allerdings die Qualität eine Rolle. Am besten ist ein Direktsaft, vielleicht sogar von heimischem Anbau oder umliegenden Streuobstwiesen. Die Äpfel werden dort weit weniger gespritzt, als in konventionellem Anbau. Erkundigen Sie sich, ob Sie eine Safterei in der Nähe haben, bei der sie solche Säfte beziehen können. Es kann, aber muss nicht unbedingt ein Biosaft sein. Auf jeden Fall keinen Nektar oder ein Fruchtsaftgetränk verwenden. Diese haben nur zwischen 25 – 50 % Saftanteil. Der Rest ist Wasser und meist werden recht viel Zucker- oder Süßstoffanteile zugesetzt. „Ohne Zuckerzusatz“ heißt nicht immer, dass nicht nachgesüßt wurde. Oft bedeutet diese Formulierung, dass Süßstoff zugegeben wurde. Dazu kann Zucker viele Namen haben, wie Dextrose (für Traubenzucker), Fruktose (für Fruchtzucker) etc. Wer gerne süße Smoothies mag, kann süße und saure Früchte miteinander kombinieren, bis der Smoothie den gewünschten Süßigkeitsgrad hat. Besonders geeignet sind zum gesunden Süßen kernlose Trauben oder auch weiche Bananen. Eingefrorene Früchte können ebenfalls verwendet werden und sind nicht nur ökologisch empfehlenswerter, sonders enthalten auch mehr Vitamine als nicht saisonale Früchte, die wahrscheinlich unreif geerntet wurden und um den halben Globus gereist sind.
Smoothies können eine ganze Mahlzeit ersetzen
Übrigens sind diese Fruchtdrinks auch ideal für „schlechte Esser“ oder Kinder, die morgens noch keinen Hunger haben. Trinken geht meist besser als Essen. Ein Smoothie zum Frühstück ist eine gute Grundlage und der natürlich eingebundene Zucker baut sich langsamer im Körper ab als ein Einfachzucker. So wird die Konzentration über längere Zeit gehalten und es kommt auch nicht zu Heißhunger-Attacken. Dazu sorgen die Vitamine für einen guten Start in den Tag.
