So lernen Kinder sprechen - Förderung der Sprachentwicklung

Sprechen lernen - Jan Vogel / flickr.com
Sprechen lernen - Jan Vogel / flickr.com
Fließendes, sauberes Sprechen will gelernt sein. Mit folgenden Tricks ist es ganz einfach, Kinder zum Sprechen zu animieren und sie stetig herauszufordern.

Es ist ein großes Ereignis für alle frisch gebackenen Eltern, wenn aus dem fröhlichen Babygebrabbel des Nachwuchses das erste richtige Wort wird. Voller Stolz und natürlich auch mit etwas Wehmut nimmt man plötzlich wahr, dass der Entwicklungsprozess in großen Schritten voranschreitet und aus einem Baby ein kleines Persönchen wird. Ab diesem Moment geht es nun stetig voran. Tag für Tag werden neue Dinge aufgenommen und in Windeseile vergrößert sich der Wortschatz zunehmend. Natürlich möchte man dies entsprechend fördern und die Kleinen zum Sprechen lernen animieren. Doch in welcher Form sollte man dies am besten angehen?

Babysprache nur in Maßen

Ganz intuitiv beginnt man zumeist mit der sogenannten Babysprache. Kindliche Worte wie „Wau Wau“, „Miau“, „Gak Gak“, „Mam Mam“ sind der Einstieg in die Betitelung der Babywelt. Für die Kleinen ist es sehr einfach, sich solch kurze Begriffe zu merken und diese munter nachzuplappern. Jedoch sollte man diese Worte wirklich nur in der Anfangsphase verwenden und dann konsequent wieder zum normalen Sprachgebrauch zurückwechseln. Denn auch wenn man es den Kleinen vielleicht noch nicht zutraut, Worte wie „Hund“ zuordnen zu können – so wird man doch sehr bald überrascht sein, wie gut ihre Auffassungsgabe ist. Denn auch wenn sie bestimmte Worte noch nicht selbst verwenden, so verstehen sie doch sehr gut, was damit gemeint ist. Außerdem sollte man stets um saubere und deutliche Aussprache der Wörter bemüht sein, am besten sogar in einem leicht übertriebenen Nachdruck, welcher den Inhalt des Gesagten noch einmal betont und unterstreicht.

Zum Sprechen animieren

Doch wie schafft man es nun am besten, die Kleinen zum Sprechen zu animieren? Bereits hier erkennt man deutliche Unterschiede in den kleinen Persönlichkeiten. Während die einen stetig brabbeln, hören andere viel lieber aufmerksam zu und nuckeln dabei konzentriert an ihrem Schnuller. Die beste und effektivste Variante ist wohl wie auch in vielen anderen Bereichen die Vorbildfunktion. Bemüht man sich, sehr viel mit den Kleinen zu sprechen (zu erklären, was man macht, was man sieht und was passiert), dann verstehen sie zwar noch nicht wirklich, was genau man ihnen mitteilen möchte, fühlen sich aber durchaus wohl und lernen außerordentlich viel, allein durchs Zuhören. Auch Bücher sind eine hervorragende Anregung zum Sprechen lernen. Natürlich sollten die Illustrationen hierbei einfach und verständlich sein und die Kleinen nicht mit überladenen Bildern überfordern. Mindestens ebenso wichtig wie das Sprechen ist auch das Zuhören. Denn Sprechen macht nur Spaß, wenn jemand Interesse am Erzählten zeigt und dies ganz deutlich mit aktivem Blickkontakt und Aufmerksamkeit vermittelt. Gar nicht so einfach, wenn man gerade in den aktiven Übungsphasen manche Worte sehr, sehr häufig zu hören bekommt.

Achtung bei Wortwahl und Tonfall

Irgendwann kommt der Punkt, an dem man bemerkt, dass man einmal mehr darüber nachdenken sollte, was genau man in Gegenwart der Kleinen sagt. Denn zumeist bemerkt man die eigenen Ausdrucksschwächen erst dann, wenn man diese aus dem Mund der Kinder hört. Ebenso sollte man Wert darauf legen, sich ganz bewusst über den eigenen Tonfall zu werden. Dieser sollte zwar bestimmt aber nicht zu laut sein, und Respekt einflößen ohne Angst zu machen. Unschöne Worte sollten am besten so früh wie möglich aus dem eigenen Wortschatz gestrichen werden. Dies gibt ein bisschen Zeit, sich an eine gepflegtere Aussprache zu gewöhnen und einige mit den Jahre angesammelte Marotten abzulegen.

Bildnachweis: Jan Vogel / flickr.com

Quellenangabe:

elternimnetz.de;

paradisi.de

Claudia Hanitzsch, Claudia Hanitzsch

Claudia Hanitzsch - Das Hobby zum Beruf machen - ein Wunsch, der mich seit Jahren begleitet und sich immer mal wieder etwas vordergründiger in mein Leben ...

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