Motten sind ein Ärgernis. Sie hinterlassen hässliche Löcher in Kleidung und Teppichen oder fressen sich durch Lebensmittelvorräte. Selbst verschlossene Packungen aus dem Supermarkt können befallen sein. Sobald die Larven geschlüpft sind, machen sie sich auch über andere Speisen her. Die befallenen Produkte erkennt man sofort an den Spinnweben und an dem pulverisierten Kot, den die Tiere hinterlassen. Am besten sofort in den Müll damit. Zucker, Mehl und andere Nahrungsmittel sollten in luftdichten Plastikdosen aufbewahrt werden. Dort kommen die Motten nicht rein. Anschließend wischt man die Schränke feucht aus. In Ritzen und Ecken hat sich der Einsatz eines Föhns bewährt. Durch die Hitze wird das Ungeziefer abgetötet.

Zedernholzringe und Pheromon-Fallen sind wirksame Waffen gegen Motten

Haben sich die Motten im Kleiderschrank breitgemacht? Dann sollten befallene Wollpullis mindestens eine Woche im Tiefkühlschrank aufbewahrt werden, da die Larven in der Kälte absterben. Robuste Stoffe können hingegen gekocht werden. Damit die lästigen Tiere nicht wiederkommen, sollte man Lavendelsäckchen in den Kleiderschrank legen. Der intensive Duft hält Motten auf Distanz. Dasselbe gilt für Zedernholzringe, die an den Kleiderbürgeln befestigt werden. Hin und wieder sollte man die Ringe mit Sandpapier leicht anrauen und mit Zedernholz-Öl (erhältlich in Apotheken und Drogerien) beträufeln.

Wer die wertvollen Pelze und Wollstücke sicher schützen will, packt sie am besten in Mottenschutz-Kleidersäcke (erhältlich in Baumärkten). Eine andere wirksame Waffe sind Pheromon-Fallen. Die bestehen aus einem Kärtchen samt Klebefläche und einem Sexuallockstoff, der männliche Motten anzieht. Diese bleiben auf den Fallen haften und sterben. nach spätestens drei Monaten ist der Kleiderschrank wieder ungezieferfrei.

Die Schlupfwespe ist der natürliche Feind der Motte

Mottenpapier ist ebenfalls ein sehr wirksames Mittel. Die einzelnen Streifen werden über die Kleiderstange oder einen Kleiderbügel gehängt. Alternativ kann man sie auch mit einem Klebestreifen an der Rückwand befestigen. Sie sollten jedoch nicht direkt auf empfindliche Kleidungsstücke gelegt oder an lackierten Oberflächen angebracht werden. Mottenpapier enthält ein Kontaktgift (Transflutrin), das die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen blockiert und tödlich für alle Insekten ist. Deshalb sollte man auch nach dem Anfassen der Streifen unbedingt die Hände waschen. Des weiteren sollte man sie von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten. Mottenpapier darf auch nicht in die Hände von Kindern gelangen.

Der natürliche Feind der Motte ist die Schlupfwespe. In Naturkostläden gibt es Kärtchen, auf denen Schlupfwespen-Eier kleben. Diese braucht man nur in den Schrank zu legen. Sobald die Wespen geschlüpft sind, gehen sie auf Mottenjagd. Die kleinen Tiere sind kaum sichtbar, stechen nicht und verlassen nach getaner Arbeit die Wohnung.

Quelle: J.-Uwe Bredefeldt: "Hier gibt's über 400 Tipps - erprobte und gelobte - Rund ums Haus", Books on Demand 2011, ISBN 3-8423-0254-1