So war die dritte Dresdner Schlössernacht

Lingnerschloss - E. Schuster
Lingnerschloss - E. Schuster
Die dritte Dresdner Schlössernacht am Elbhang bot zahlreiche Künstler von Klassik bis Pop sowie bemerkenswerte Illuminationen, aber auch Kulinarisches.

"Solch ein Gewimmel möcht' ich sehn" - es begann bereits am Einlass. Etwa 6000 Dresdner und Gäste hatten sich um Karten für die dritte Dresdner Schlössernacht bemüht und wollten bei Kunst und Kultur rund um die drei Elbschlösser dabei sein. Die Wege zwischen der Saloppe, die dieses Mal mit zum Festgelände gehörte, und dem Schloss Eckberg waren mit Lichterketten abgegrenzt, Wegweiser zeigten die Richtung an zu den verschiedenen Hauptpunkten. Dazwischen gab es immer wieder gastronomische Einrichtungen, Angebote von der einfachen Bratwurst bis zum Gourmet-Teller mit Meeresfrüchten. Und natürlich durfte auch der Wein der einheimischen sächsischen Winzer nicht fehlen.

Ausgewählte Darbietungen - Klassik

Wer es eher klassisch bevorzugte, konnte an der Bühne am Schloss Albrechtsberg verweilen. Hier trat zunächst das Mercurius-Venezia-Sextett in barocken Kostümen auf. Zum Repertoire des Ensembles gehören neben Vivaldi, Rossini und Mozart auch moderne Titel. Abgelöst wurden sie von Baroccolo, einem Dresdner Kammerorchester. Diese Musikerinnen haben ebenso eine große Vielfalt von Barock bis Pop im Programm und brachten unter anderem verschiedene internationale Filmmusiken zu Gehör.

Rock, Pop und noch mehr

Am Schweizerhaus am Schloss Eckberg waren die ReBeatles zu Gast. Sie begeisterten Jung und Alt mit ihrem Outfit und den legendären Liedern der Liverpool Boys, die von vielen mitgesungen wurden. Am entgegengesetzten Ende des Festgeländes, an der Saloppe, gelang der Russendisko mit der Gruppe Rot Front mit ihrer Musik das Gleiche.

Am Lingnerschloss traten die Herren Beckert und Gööck auf. Verkleidet als Prinz Albrecht von Preußen, Bauherr des Schlosses, und schottischer Earl verknüpften sie ihr mitreißendes Programm mit der Geschichte des Schlosses. Als Kontrast dazu kam die Dresdner Gruppe Aklaronte. Sie spielen erst seit etwa einem Jahr zusammen und haben sich besonders der Jiddischen Musik verschrieben. Die schwungvollen Darbietungen veranlassten einige Besucher dazu, das Tanzbein zu schwingen.

Die Tänzerin Sabine Jordan trat gemeinsam mit ihrer Company auf und verführte das Publikum mit ihren Flamenco-Darbietungen. Sie studierte Tanz an der Dresdner Palucca-Schule und widmet sich besonders den spanischen Rhythmen.

Illuminationen

Neben den etwa vier Kilometern Lichterketten und circa 700 Scheinwerfern sorgte das Projekt I-Light für stimmungsvolle Effekte. Mit modernster Technik wurde die Fassade des Schlosses Albrechtsberg verwandelt, zum Beispiel in einen Fabrikbau oder in eine Blumenwiese. Nicht weit entfernt ließ der Lichtkünstler Tom Roeder den Teich in verschiedenen Farben erstrahlen, gekoppelt mit Sirenenklang.

Um 22:45 Uhr gab es das Feuerwerk am Elbufer als Höhepunkt des Festes. Von den Terrassen der Elbschlösser war dies besonders gut zu erleben.

Vorausblick

Dieser gelungene Abend lässt die Veranstalter hoffen, dass die vierte Dresdner Schlössernacht am 14. Juli 2012 genauso ein Erfolg werden wird.

Quellen:

Sächsische Zeitung 18. Juli 2011

dnn-online.de

Besuch der Schlössernacht

Eva Schuster, Michael Schuster

Eva Schuster - Ich bin Eva Schuster und mit Leib und Seele Dresdnerin. Nach meinem Studium zur Diplomlehrerin arbeitete ich einige Jahre in diesem ...

rss