
- Material für Seidenmalerei mit Schablonen - Andrea Lübke
Es ergänzt jede Kleidung perfekt, schützt vor frischen Sommerwinden oder vor Sonne bei großer Hitze: Seidentücher kann frau nie genug haben, vor allem, wenn sie zum Outfit passend gestaltet werden können. Dank einer neuen Technik können auch Anfänger ihre eigenen Ideen leicht und schnell verwirklichen. Mit Hilfe eines Farbverdickers, Schablonen und Kreppklebeband gelingen die entsprechenden Muster gestochen scharf und sehen absolut professionell aus. Hier finden Sie einen Vorschlag für ein sommerliches Tuch in kühlen Farben:
Materialbedarf für ein Seidentuch
- Tuch aus weißer Seide 90 cm x 90 cm in Pongé-Qualität 08
- Bügelfixierbare Seidenmalfarbe in einem hellen Türkis
- Farbverdicker
- Samteffektfarbe in Weiß, hellem Grün und dunklem Blau
- Schablonen, zum Beispiel von Marabu („Fantasy Flower“ oder „Dots“)
Außerdem:
- Abdeckfolie oder ein Wachstuch zum Schutz des Tisches
- Kreppklebeband
- Fixierspray zum Spannen der Seide
- Plastikteller
- Farbrolle, Schablonierpinsel aus Schaumstoff
- Bügeleisen
Spannen der Seide
Legen Sie eine Folie auf einen großen Tisch oder auf den Fußboden und kleben Sie sie an den Rändern mit Klebeband fest. Alternativ kann man ein Wachstuch verwenden. Beides muss absolut plan auf dem Untergrund liegen. Achten Sie darauf, dass die Unterlage groß genug für Ihr Seidentuch ist!
Nun sprühen Sie die Folie oder das Wachstuch gleichmäßig mit Fixierspray ein und lassen es etwa 5 Minuten trocknen. Sie sollten in einem gut gelüfteten Raum arbeiten, da das Spray stark riecht und die Schleimhäute reizt! In der Zwischenzeit rollen Sie das Tuch auf eine Papprolle oder Ähnliches auf. So können Sie das Tuch leichter auf dem Untergrund aufbringen, indem sie es darauf abrollen. Gehen Sie etappenweise vor und streichen Sie entstehende Luftbläschen zu den Rändern hin aus. Kleine Bläschen oder Falten stören beim Gestalten allerdings nicht. Wenn das Seidentuch vor dem Bemalen gewaschen wurde, sollten Sie es bügeln, damit es glatter auf der Folie liegt.
Hintergrund farbig gestalten
Nun kann das Tuch mit hellem Türkis gefärbt werden. Gießen Sie zunächst etwas Farbe in einen Plastikteller und walzen Sie eine Farbrolle mehrmals hin und her, bis sie gut gesättigt ist. Dann verteilen Sie die Farbe mit der Rolle gleichmäßig auf dem Tuch, bis die Seide komplett eingefärbt ist. Eine andere Möglichkeit ist ein Streifenmuster als Hintergrund. Dafür kleben Sie vorher die Stellen mit Klebeband ab, die weiß bleiben sollen. Damit die Farbe nicht unter das Klebeband „kriecht“, muss sie mit Verdicker 1: 1 vermischt werden und kann dann ebenfalls mit der Farbwalze aufgetragen werden. Anschließend muss die Farbe gut trocknen.
Muster mit Schablonen aufbringen
Nun können nach Geschmack Muster auf der farbigen oder gestreiften Seide verteilt werden. Dazu wird die Schablone mit Fixierspray eingesprüht und dann auf der gewünschten Stelle der Seide fest angedrückt. Die Samteffektfarben können ohne Verdicker aufgetragen werden. Bei größeren Ausschnitten geht das am besten mit einer kleinen Farbrolle, bei filigranen Mustern ist ein kleiner Stupfpinsel aus Schaumstoff praktischer. Innerhalb eines Motivs können auch mehrere Farben verwendet werden. Mit der vorgeschlagenen Farbkombination könnten Stängel und Gräser in Hellgrün, die Blüten in Weiß aufgestupft werden, während einzelne Ranken und Blätter in Dunkelblau markante Akzente setzen. Wenn das Muster fertig gestaltet ist, muss die Schablone sofort abgezogen werden und kann ungereinigt mehrmals auf anderen Teilen des Tuches verwendet werden.
Seidentuch fertig stellen
Am Schluss wird die Schablone mit kaltem Wasser gereinigt. Die Farben auf dem Tuch müssen gut trocknen und können dann mit dem Bügeleisen fixiert werden. Dafür wird das Werkstück mit der Rückseite nach oben auf das Bügelbrett gelegt, mit einem Tuch bedeckt und dann auf Baumwolltemperatur 2 bis 3 Minuten lang pro Stelle gebügelt. Das gefärbte Seidentuch sollte nur von Hand mit einem Feinwaschmittel gewaschen werden.
