Sechs Prozent aller Deutschen wollen sich erst einen 3D-LCD-Fernseher kaufen, wenn es genügend 3D-Filme und -Sendungen gibt, berichtet die "Umfrage zu Consumer Electronics" der BITKOM zur IFA 2010 (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.). Noch sind 3D-Filme wie Avatar rar, noch wird 3D-Fernsehen vom 3D-Fernsehsender wegen mangelnden Content etwas auf sich warten lassen, wohl deshalb wurden 2009 über eine halbe Million Blu-ray-HD-DVD-Player verkauft. Stiftung Warentest prüfte 13 HD- und 3D-fähige Blu(e)-ray-DVD-Player im Vergleichstest der Dezember-Ausgabe von "test", die Zeitschrift ist seit dem 26. November 2010 im Handel – mit Test-Qualitätsurteil gut ("1,8") wurde der Blu-ray-Spieler Sony BDP-S770 Testsieger.

Sony BDP-S770 bietet sehr gute Full-HD-Bildqualität

Sechs Blu-ray-Player des Testfelds fielen durch eine sehr gute Bild- und Tonqualität angenehm auf, der Testsieger bietet hier progressive Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixel (1080p, 1080i und 720p), hochaufgelöste Bilder blieben den Warentestern in sehr guter Erinnerung, auch die Wiedergabe von 3D-Filmen wurde mit einer guten Testnote bedacht. Allerdings benötigt man hier einen 3D-LCD-Fernseher und entsprechende 3D-Brillen zur Synchronisation des 3D-LCD-Bildschirms. Sony BDP-S770 spielt Blu-ray-Discs (BD) mit den Formaten BD-ROM, BD-R und BD-RE ab. DVDs liest der Blu-ray-Player in allen gängigen Formaten, soweit die DVD richtig finalisiert wurde (DVD: Digital Versatile Disc). Die Inhalte der BDs, CDs und DVDs werden dabei von der Gracenote-Datenbank erkannt (CDDB: Compact Disc Database). Darüber hinaus verfügt Sony BDP-S770 und das Schwestermodell BDP-S570 über eine sehr gute Fehlerkorrektur – nur Toshiba BDX2100KE war hier einen Tick besser.

Sony BDP-S770 lässt sich leicht bedienen

Über eine angeschlossene USB-Festplatte können Video-,Musik- und JPEG-Fotodateien in sehr guter Bildqualität wiedergeben werden, das 2,5 Kilogramm schwere Sony-Modell unterstützt hier alle gängigen Audio- und Video-Formate (Audio: AAC, MPEG-3, WAV und WMA; Video: AVCHD, DivX, MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4 AVC und WMV). Durch das übersichtliche Bedienungsmenü navigiert man mit einer guten Fernbedienung, sie hat Zifferntasten, Farbtasten und Menütasten zum Öffnen des Hauptmenüs der BDs und DVDs: Die beiden Sony-Modelle BDP-S570 und BDP-S770 waren die einzigen Blu-ray-Player mit einem guten Testurteil für die Bedienung im Testfeld, alle anderen BDPs waren hier nur befriedigend oder ausreichend (BDP: Blu(e)-ray-Disc-Player).

Schnittstellen für Audio, Video, LAN und WLAN

Sony BDP-S770 bietet als Blu-ray-Player eine sehr gute Vielseitigkeit mit vielen Schnittstellen zum Heimnetzwerk und anderen Geräten: Den BDP schließt man entweder direkt mit einem CAT-5-Kabel an den LAN-Ethernet-Netzwerkanschluss des Breitbandrouters an, oder integriert ihn drahtlos via WLAN-Schnittstelle mit den Protokollen IEEE 802.11 A-B-G und N (WLAN: Wireless Local Area Network): Mit der Favoritenliste können dann bis zu 18 verschiedene Internetdienste wie die Bravia Internetvideo-Inhalte aufgerufen werden, allerdings ohne Java-Script. Der HDMI-Anschluss verbindet den BDP mit einem Bravia 3D-LCD-Fernseher (HDMI: High Definition Multimedia Interface v1.4 mit 3D), dabei sorgt die Bravia Sync-Funktion als DLNA-Funktion für weitere Verbindungen mit dem LCD-Fernseher oder anderen Sony-Geräten (DLNA: Digital Living Network Alliance). Zusätzlich bietet der Blu-ray-Player einen Videoausgang für Component Video und FBAS (Farb-Bild-Austast-Synchron-Signal), sowie analoge und digital optische Audio-Ausgänge.

Preis und weitere Informationen

Die unverbindliche Preisempfehlung des Testsiegers Sony BDP-S770 liegt bei 299 Euro, am 28. November 2010 ist der Blu-ray-Spieler exakt für den gleichen Preis im Online-Handel erhältlich. Den BDP-Vergleichstest "Mit Netz und drei Dimensionen" mit den Testnoten aller Blu-ray-DVD-Player finden Sie auf Seite 56 im Dezember-Heft 2010 der Verbraucher-Zeitschrift "test". Auf der Internet-Präsenz der Stiftung Warentest können Sie einzelne Testberichte oder die gesamte Zeitschrift gegen eine Gebühr als pdf-Datei herunterladen.