Auf der Spielemesse E3 vom 7. bis 9. Juni 2011 präsentierte der japanische Elektronikkonzern die neue Playstation Vita, eine mobile Spielekonsole als legitimen Nachfolger der Playstation Portable. Die Playstation Vita verfügt über einen Touchscreen mit einer sehr hohen Auflösung sowie eine berührungsempfindliche Rückseite. Die Playstation Vita stellt eine Verbindung mit dem Internet nicht nur über WiFi sondern auch über eine 3G-Verbindung her. Nach Angaben von Sony liegt der Preis für die Vita mit WLAN bei 249,- Euro und bei einer Vita mit UMTS-Verbindung bei 299,- Euro.
Trotz Sicherheitsproblemen bei Sony setzt Playstation Vita auf Netzwerkspiele
Brisant aus Sicht der Zockergemeinde ist der Fakt, dass die neue Playstation Vita noch mehr auf vernetzte Spiele setzt als dies die PSP oder die Playstation 3 getan haben. Vor allem vor dem Hintergrund der Hackerangriffe auf das Playstation Network eine interessante Ausrichtung. Bisher unbekannte Hacker hatten im April 2011 die Daten von über 100 Millionen Usern des Playstation Networks ausgespäht. Im Anschluss daran folgten weitere Sicherheitspannen bei Sony. Die User werden derzeit von Sony mit einem sogenannten Welcome Back-Paket als Wiedergutmachung mehr oder weniger beglückt.
Vom designierten Vorgänger der Playstation Vita, der Playstation Portable, hat Sony seit dem Frühjahr 2005 über 70 Millionen Geräte verkauft. Dadurch, dass in letzter Zeit viele potenzielle Kunde zu Handy-Spielen auf die neuesten Handygenerationen gewechselt sind, versucht Sony mit der Playstation Vita diese Kunden zurückzugewinnen. Ein Fakt, warum viele Kunden lieber auf ihren Handys zocken ist, dass die Preise für die Handyspiele vergleichsweise günstig sind.
Zudem präsentierte Sony einen neuen Bildschirm exklusiv für die Playstation 3, bei dem zwei Spieler aus unterschiedlichen Perspektiven unterschiedliche 3D-Bilder wahrnehmen können. Der Bildschirm hat zwar nur eine Bildschirmdiagonale von 71 cm, soll aber nach ersten Tests sehr gut funktionieren. Wermutstropfen ist allerdings, dass er nur mit extra dafür programmierten Spielen funktioniert, welche das sind, gab Sony auf der E3 nicht bekannt. Das Gerät soll 500 US-Dollar kosten und Ende des Jahres 2011 auf den Markt kommen.
„Lulz Security“ hackte sich bei Sony Pictures in das Netzwerk ein
Die Hacker von „Lulz Security“ hatten sich vor kurzer Zeit in das Netzwerk von Sony Pictures eingehackt und dort nach eigenen Angaben Zugriff auf über eine Million Passwörter von Kunden erhalten und Informationen darüber zeitweise im Internet veröffentlicht. Nach Schätzung von IT-Experten braucht der Konzern Sony Jahre, um alle Sicherheitslücken zu schließen und eine neue Infrastruktur aufzubauen. Auch bei Konkurrent Nintendo haben sich die Hacker von „Lulz Security“ eingeloggt, haben aber dort nach eigenen Angaben keine Daten ausgespäht, sondern lediglich auf ein Sicherheitsleck im Nintendo-Netzwerk hingewiesen.
Quellen: Welt vom 7. Juni 2011, Sony Entertainment, New York Times vom 6. Juni 2011
