Sopot – Polens junge Stadt am Meer

Polens mondänstes Ostseebad

Auf dem Seesteg - B.Jäger-Dabek
Auf dem Seesteg - B.Jäger-Dabek
Sopot, das legendäre, mondäne Ostseebad ist wieder Treffpunkt der jungen Reichen, jungen Familien aber auch junger Musikfreaks

Sopot ist mehr als ein x-beliebiger Badeort an der Ostsee, kilometerlange, weiße Sandstrände und längst auch wieder erstklassige Wasserqualität, ziehen Touristenströme an - zwei Millionen Besucher jährlich machen Sopot zu einem der attraktivsten Badeorte Polens.

Die Stadt profitiert dabei von der Nähe Danzigs und dem alten Ruf des mondänen Seebades, der immer jede Menge Prominenz anzog. Selbst Marlene Dietrich und Josephine Baker erfreuten sich schon am breiten weißen Sandstrand und amüsierten sich abends im Casino.

Die Reichen und Schönen aus ganz Europa flanierten einst auf dem 1827 erbauten berühmten Seestag, der heute mit 511 m der längste hölzerne Seesteg der Welt ist.

Riviera des Nordens

Von der Errichtung der ersten Naturbadeanstalt 1823 durch Johann Georg Häfner an entwickelte sich Sopot in atemberaubendem Tempo. Schon 1901 verlieh Kaiser Wilhelm II. Sopot, das damals noch Zoppot hieß das Stadtrecht. Binnen weniger Jahrzehnte hatte sich Sopot vom verschlafenen Fischerdorf zur „Riviera des Nordens“ gemausert, und der Seesteg war Treffpunkt und Flaniermeile zum sehen und gesehen werden.

Die Verlängerung des Seestages in den Ort ist die ul. Bohaterow Monte Cassino, ein breiter für Autos gesperrter Fußgängerboulevard, der die Achse des Shoppingtrubels ist. Ein Blick in die Nebenstraßen der Amüsiermeile mit ihrer speziellen Bäderarchitektur lohnt sich. Die schönen alten Häuser der Nebenstraßen sind heute vielfach Pensionen und beherbergen unzählige Sommergäste.

Am Angebot sieht man deutlich, dass Sopot längst auch wieder Sommerfrische der Reichen ist: Dinner im Grand-Hotel neben dem Seesteg, Tee auf der Strandterrasse, abends ein wenig Geld im Casino verspielen und hinterher vielleicht in Sopots Gourmet-Tempel „Villa Hestia“, deren Jugendstilambiente auch das Auge verwöhnt.

Open-Air-Stadt Sopot

Vor allem aber ist Sopot im Sommer ein angesagter Ort für junge Leute mit Stranddiscos und einem riesigen Open-Air-Angebot. Von Bryan Adams bis Tina Turner reicht die Liste der Popgrößen, die bereits in Sopot auftraten und das Sopot-Festival im August ist fest etabliert auf dem Terminkalender der Stars.

Wem das zu laut ist, für den haben Sopot und auch der Großraum Danzig ein Kulturangebot vom Feinsten parat, vom Opern-Festival in der Opera Lesna (Waldoper) im Juli und August über das Jazzfestival an der Mole hin zu zahlreichen Theatergastspielen. Die staatliche Kunstgalerie an der Mole sowie zahlreiche kleine Galerien bieten dem Kunstfreund Abwechslung.

Der „böse“ Sohn Sopots

Wer es aber flippig mag, für den ist ein relativ unscheinbares Haus in der Kosciuski 10 ein „must“, denn auf einen Drink zu Kinski geht man, wenn man zu Sopots In-Gesellschaft gehören will. Im Geburtshaus des Schauspielers, Bürgerschrecks und wüstesten Sohn Sopots, des Schauspielers Klaus Kinski, haben Ewa und Andrzej Reichel die „Kinski-Galerie“ mit Cafe etabliert. Hier kann man an seinem Drink nippen und dabei Filmplakate und Kinski-Filme ansehen.

Urlaub an der polnischen Ostseeküste wird immer beliebter. Weitere Ziele an der polnischen Ostseeküste sind die Kaschubei, und Danzig.

Brigitte Jäger-Dabek, Brigitte Jäger-Dabek

Brigitte Jaeger-Dabek - Als ich vier Jahr alt war, kam die große weite Welt zu mir nach Hause. Sie tat das in Form einer Bananenstaude, die meine Eltern von ...

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