
- Source Code - Filmplakat - Kinowelt
Mit dem mysteriösen Film "Donnie Darko" wurde Jake Gyllenhaal berühmt. Mit "Source Code" legt er jetzt einen ebenfalls verwirrenden Film vor. Der spannungsgeladene Science-Fiction-Thriller mit ihm, Michelle Monaghan, Jeffrey Wright und Vera Farmiga startet in Deutschland am 2. Juni 2011 in den Kinos.
"Source Code" - Die Handlung des SciFi-Thrillers
Soldat Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) war gerade noch im Einsatz in Afghanistan, da findet er sich in einer merkwürdigen Situation wieder: Für acht Minuten schlüpft er in die Rolle eines Zugpassagiers, soll eine Bombe entschärfen und einen Attentäter enttarnen. In diese Lage ist Stevens durch ein geheimes Programm geraten, das die letzten acht Minuten eines Verstorbenen erlebbar macht. Nur durch dieses Programm kann herausgefunden werden, wer hinter dem Bombenanschlag steckt, denn es werden noch weitere, größere Anschläge erwartet.
Regisseur Duncan Jones beeindruckte mit "Moon"
Tiefe Verbeugung von Kritikern und Zuschauern erlangte das Regiedebüt von Duncan Jones: Nach einem Kurzfilm mit dem Titel "Whistle" im Jahr 2002 begeisterte der 39-jährige Engländer im Jahr 2009 mit dem atmosphärischen, verstörenden Science-Fiction-Weltall-Drama "Moon" mit Sam Rockwell in der Hauptrolle. Jones erhielt hierfür den begehrten BAFTA-Award für das beste Erstlingswerk eines britischen Regisseurs. Außerdem war "Moon", für den Jones auch das Drehbuch schrieb, in der Kategorie Bester Film nominiert. "Source Code" ist erst der zweite Spielfilm von Duncan Jones. Das Skript verfasste diesmal Ben Ripley, der sich bisher hauptsächlich durch die Bücher von "Species 3+4" hervortat.
"Source Code" - Intelligenter Thrill mit Wendungen
Zu viel über die Handlung von "Source Code" sollte man wahrlich nicht verlieren - zu vertrackt ist die Story gelegentlich, zu interessant sind die Wendungen. Der Zuschauer bleibt ständig am Ball. Der Grund ist simpel: Die Handlung ist in viele kleine Häppchen unterteilt, die abwechslungsreich sind und mit viel Finesse ausgearbeitet sind. Viel Spannung und interessante Charaktere machen "Source Code" zu einem feinen Film, der hinsichtlich der Originalität zwar nicht ganz an "Moon" heranragt, aber doch ein würdiger Nachfolger ist.
Jake Gyllenhaal - Oscar-Nominierung für "Brokeback Mountain"
Mit Jake Gyllenhaal als Colter Stevens hat Regisseur Duncan Jones einen klasse Hauptdarsteller gefunden. Sympathisch, charismatisch und mit viel Talent gesegnet, ist er eine wunderbare Identifikationsfigur für den Zuschauer. Der 30-Jährige hatte bereits im Jahr 2001 seinen Durchbruch mit dem vertrackten, genialen "Donnie Darko", bis er mit "The Day After Tomorrow" einen Blockbuster nachlegte. Mit "Jarhead", "Zodiac" und "Prince of Persia" folgten weitere interessante Rollen. Am bekanntesten ist Gyllenhaal außer für "Donnie Darko" jedoch für die Hauptrolle im Drama "Brokeback Mountain" (2005) als homosexueller Cowboy an der Seite von Heath Ledger ("The Dark Knight"). Für die Rolle wurde Gyllenhaal für den Oscar und den Golden Globe nominiert. Eine weitere Globe-Nominierung folgte fünf Jahre später für das freizügige Liebesdrama "Love & Other Drugs" neben Anne Hathaway.
Michelle Monaghan, Vera Farmiga und Jeffrey Wright in "Source Code"
In den Nebenrollen finden sich ebenfalls gute Akteuere: Michelle Monaghan spielt Christina, Freundin des Mannes, in dessen Körper Colter Stevens durch das Source-Code-Programm schlüpft. Die 35-Jährige kennt sich mit actionreichen Filmen bestens aus: Von "Die Bourne Verschwörung" (2004), "Kiss Kiss Bang Bang" (2005), "Mr. & Mrs. Smith" (2005) und "Mission: Impossible III" (2006) bis hin zu "Eagle Eye" (2008) spielte sie schon in allerhand Actionern mit und machte überall eine gute Figur. Vera Farmiga spielt Carol Goodwin, der einzige Draht von Colter Stevens in die "reale Welt": Farmiga ist erst in den letzten Jahren ganz besonders in Erscheinung getreten, überzeugte stark in "Orphan - Das Waisenkind" (2009) und "Up in the Air" (2009), für den sie eine Oscar- und eine Golden-Globe-Nominierung erhielt. Jeffrey Wright wiederum spielt ihren Chef Dr. Rutledge. Wright hat ein Gesicht, das deutlich bekannter ist als sein Name. Der 45-jährige spielte bereits Golden-Globe-prämiert in "Engel in Amerika" sowie in der Bush-Satire "W." als Colin Powell und den Politthrillern "Syriana" und "Der Manchurian Kandidat". Größte Bekanntheit erlangte Wright jedoch durch seine Hauptrolle im Julian-Schnabel-Film "Basquiat" (1996) und im Blockbuster-Milieu als Felix Leiter in den James-Bond-Filmen "Casino Royale" (2006) und "Ein Quantum Trost" (2008).
Fazit zur Kritik - Der SciFi-Thriller "Source Code" mit Jake Gyllenhaal
Beste Unterhaltung, klasse Schauspiel, eine vertrackte Story und allerhand feine Ideen - das erwartet man seit dem Erstlingswerk "Moon" von Regisseur Duncan Jones. Und genau das bekommt man auch mit seinem zweiten Film "Source Code". Nicht immer hochoriginell, aber dennoch mit viel Frische gesegnet, macht "Source Code" Spaß. Die vielen kurzen Handlungsstränge, die kleinsten Veränderungen - all das schürt ständiges Interesse des Zuschauers, wodurch im 93 Minuten langen Film nie Langeweile aufkommt. Es bleibt zu hoffen, dass Duncan Jones seiner Linie treu bleiben kann und nicht mit den nächsten Filmen in der Qualität abfällt wie M. Night Shyamalan ("The Sixth Sense"), dem eine ähnliche große Regie-Karriere vorausgesagt war.
Quellen
British Academy of Film and Television Arts
