
- Soziale Netzwerke - Stefan Dassler
Es sind auch Probleme bei Sozialen Netzwerken zu beachten. Dieser Beitrag geht zudem auf den Begriff, die Chancen und konkret auf Facebook und SchülerVZ ein.
Zum Begriff Soziale Netzwerke
Soziale Netzwerke sind die am häufigsten verwendete Kommunikationsform im Internet. Beispiele sind Facebook, myspace, SchülerVZ/StudiVZ/meinVZ, Twitter, Xing und wer-kennt-wen. Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren – auch Auszubildende – verbringen am Tag über zwei Stunden im Internet. Jeder zweite dieser Jugendlichen loggt sich täglich in seine Online-Community ein.
Social Networks, übersetzt Soziale Netzwerke, stehen umgangssprachlich für eine Form von Netzgemeinschaften – etwa zwischen jugendlichen Auszubildenden. Diese sind technisch gesehen Webanwendungen oder Internetportale. Sie zählen zu den bekanntesten Vertretern von Online-Communities und sind dem Web 2.0 zuzuordnen. Die deutschen Begriffe wie „Gemeinschaftsportal“ und „Online-Kontaktnetzwerk“ sind weniger gebräuchlich.
Die Nutzer erstellen ein eigenes Profil mit möglichst vielen persönlichen Angaben wie Hobbys, Interessen, Familien- und Partnerschaftssituation. Es können Fotos eingestellt werden. Die Kommunikation wird durch Pinnwände, E-Mail- und Chatfunktionen ermöglicht. Die Nutzer suchen alte Freunde aus der Schulzeit und finden beruflich neue Kontakte. Sie tauschen sich auch mit anderen aus, die gleiche Interessen und Freundeskreis haben.
Chancen von Facebook, SchülerVZ & Co. für Azubis
Soziale Netzwerke wie Facebook und SchülerVZ kommen den Interessen von jugendlichen Auszubildenden entgegen. Sie können sich gegenüber anderen Auszubildenden selbst darstellen und sich Anerkennung durch andere verschaffen. Haben die Azubis gleiche Interessen, können sie sich treffen und austauschen. Ein virtuelles Adressbuch in dem sozialen Netzwerk, das sich ständig selbst aktualisiert, ist dabei von Vorteil. Es können sich Kontakte für eine mögliche Bewerbung nach der Ausbildung als Fachkraft ergeben.
Je nach Stimmungslage kann man bei „Null Bock“-Laune einfach durch Profile von anderen Auszubildenden klicken und etwas in Blogs von anderen Ausbildungsabteilungen lesen. Bei Tatendrang können die Azubis kommunizieren und sich verabreden. “Mit vielen bekannt zu sein“ und die Anzahl der „Freunde“ gelten als Maßstab, wie beliebt ein Nutzer ist.
Soziale Netzwerke unterstützen die jungen Erwachsenen beim Bewältigen von Entwicklungsaufgaben. Die Auszubildenden haben erwachsenenfreie Räume, in denen sie sich unabhängig von den Eltern ausprobieren können. Die Netzwerke bieten aber auch zwischen Auszubildenden und Ausbilder vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten per E-Mail, Interessengruppen, Blogs und Foren. Dadurch wird bei den Jugendlichen die Identität gestärkt und sie erhalten Selbstbestätigung.
Probleme bei Sozialen Netzwerken
Wenn Azubis alle Funktionen von sozialen Netzwerken nutzen möchten, müssen sie möglichst viel Persönliches von sich preisgeben. Der Nutzer kann jedoch bei den Einstellmöglichkeiten der Sichtbarkeit privater Informationen wählen, wie sichtbar, welche Informationen für wen sein sollen. Diese Sicherheitseinstellungen müssen nach der Anmeldung aktiv vorgenommen werden. Zeitintensiv ist es, voreingestellte Werbezustimmungen erst wieder rauszunehmen. Die Werbeindustrie könnte sonst ganze Persönlichkeitsprofile erstellen. Man sollte also sorgsam mit den eigenen Daten umgehen.
Da auf den Plattformen riesige Datenmengen jeden Tag hochgeladen werden, ist eine Einhaltung und Überprüfung von Bestimmungen für Fotos und Kommentare vorab sehr schwierig. Soziale Netzwerke setzen daher auf „Sozialkontrolle“. Nutzer in sozialen Netzwerken haben die Möglichkeit, ein E-Mail-Adressbuch zu verwenden. Möchte man einen Adressbuchabgleich des E-Mail-Kontos durchführen, so wird von dem sozialen Netzwerk verlangt, dass man das Zugangspasswort des E-Mail-Accounts angibt. Die Adressen werden teilweise auch verwendet, um Nichtmitglieder einzuladen.
Facebook für Azubis
Azubis können nach der Anmeldung ein Profil der eigenen Person bei Facebook anlegen, welches informativ ist und eine Vernetzung mit anderen Azubis ermöglicht. Auszubildende erhalten als Mitglieder desselben Netzwerks persönliche Informationen für die keine Beschränkung in der Weitergabe besteht. Es können auch bestimmte Informationen von der Veröffentlichung ausgeschlossen werden. Die Informationen können auch nur bestimmten Azubis in Facebook zugänglich gemacht werden. Zu den allgemeinen Informationen gehören unter anderem:
- derzeitiger Wohnort
- Heimatstadt
- Geschlecht
- Geburtstag
- persönliche Interessen
- Beziehungsstatus
- Angabe des Arbeitgebers
Für andere Facebook-Nutzer sollten Wohnort, E-Mail-Adresse und Telefonnummer prinzipiell nicht einsehbar sein. Azubis können auf der Pinnwand bei Facebook Grüße an andere Auszubildende ausrichten, Nachrichten jeder Art hinterlassen und Einträge anderer lesen. Ein Nutzer kann jederzeit festlegen, wer auf der Pinnwand posten darf.
Nutzer, mit denen man sich vernetzt hat, haben die Möglichkeit Anfragen zu „ignorieren“ oder „abzulehnen“. Es kann gegenseitig Einblick in Profile gewährt werden. Informationen und Nachrichten können ausgetauscht werden. Die Ansichtsrechte einem anderen Nutzer gegenüber können beschränkt werden. Durch die Facebook-Suche können andere Azubis das Profil eines Mitglieds finden. Zu Beginn der Mitgliedschaft kann das eigene Profil gefunden werden. Die Einstellung kann jedoch verändert werden.
SchülerVZ für Azubis
SchülerVZ (Kurzform für Schülerverzeichnis) ist eine Online-Community für Schüler und Auszubildende bis 21 Jahren. Das soziale Netzwerk wurde 2007 gegründet. Es bietet unter anderem folgende Funktionen:
- Die Erstellung eines Profils als Auszubildende mit Kontaktdaten, Interessen und Hobbys
- Bildung von Gruppen mit Gruppen-Diskussionsforen
- Eine Feedback-Funktion, um an Abstimmungen teilzunehmen und zu initiieren
- Ein Plauderkasten
Auszubildende können sich mithilfe von SchülerVZ über die Ausbildung, ihren Alltag und eventuell über Bewerbungen nach der Ausbildung austauschen.
