
- Vorsicht vor Abzock- und Viren-Spams - © Bernd Wachtmeister / pixelio.de
Sie kommen ungefragt, haben unbekannte Absender und im Betreff stehen Aussagen wie "Eiliger Bescheid". Etwa 70 Prozent aller E-Mails weltweit sind Spams, auch Junk genannt, was auf deutsch so viel heißt wie Müll. Und dort gehören sie auch hin. Darum raten Experten, Spams gar nicht erst zu öffnen, sondern gleich aus dem Postfach zu löschen. Auf keinen Fall sollten Links innerhalb der Mail angeklickt werden und vor allem keine Anhänge geöffnet werden. Hier können Viren lauern, die den Computer lahm legen. Die wichtigsten Spams auf einen Blick:
Werbe-Spams: harmlos, aber nervig
Die meisten Spams sind Werbe-Mails, in denen Firmen etwas verkaufen wollen oder zweifelhafte Tipps geben. Die Adressen holen sie sich aus Foren und Chats oder kaufen sie von Adresshändlern. Häufig werden diese Mails in einem großen Verteiler verschickt, so dass auch andere Adressaten wiederum die E-Mail-Adresse des Betroffenen lesen und womöglich für ihre eigene Werbung benutzen können. So entsteht ein Schneeballeffekt, der zu lästigen Überschwemmung mit Angeboten führt.
Abzock-Spams nach der Phishing-Methode
Phishing heißt der Trick, bei dem Datenräuber versuchen, mit gefälschten E-Mails an Bankdaten zu gelangen. Die Wortschöpfung "Phishing" setzt sich zusammen aus "Passwort" und dem englischen Begriff fishing, also fischen. Bei diesen Mails tragen die Absender oft den Namen einer Bank. Eine Fehlbuchung wird vorgegaukelt und der Betroffene aufgefordert, seine PIN- oder TAN-Daten anzugeben. Wer der Aufforderung folgt, riskiert, dass sein Konto leer geräumt wird. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte man am besten bei der Bank anrufen und nachfragen.
Viren-Spams: Daten ausspähen mit Trojanern
Diese Sorte von E-Mail sieht auf den ersten Blick harmlos aus und lockt mit interessanten Informationen im Anhang. Doch wer den Anhang öffnet, lädt Viren oder so genannte Trojaner auf seinen Computer. Erste können Dateien und Festplatten zerstören und den Computer zum Absturz bringen. Letztere sind Mini-Programme, die sich im Computer einnisten und Daten und Passwörter ausspähen. Mit diesen werden dann zum Beispiel Überweisungen getätigt oder im Internet auf Kosten der Betroffenen eingekauft.
Kettenbrief-Spam: Glücksversprechen und Bittbriefe
Hoaxes (englisch für Jux) nennt man Mails, die Glück, Gesundheit oder viel Geld versprechen - wenn man sie an fünf weitere E-Mail-Nutzer verschickt. Bloß nicht, sagen Experten wie der Berliner IT-Experte Frank Ziemann. Diese Spams überschwemmen den Mail-Verkehr und rauben die Zeit des Nutzers - und manchmal auch sein Geld. Denn in manchen Fällen fordern sie dazu auf, einen Betrag an den Absender zu schicken, mit dem Versprechen, dann Tausende von Euro von anderen Teilnehmern dieser Schneeball-Mails zurück zu erhalten. Verdienen tut dabei nur derjenige, der die Kettenmail gestartet hat. Zu den Kettenmails zählen auch E-Petitionen und Hilfe-Mails.
Spams austricksen: Vier Tipps gegen lästige Mails
- Spam-Filter benutzen: Er braucht im Postfach meist nur aktiviert zu werden, filtert E-Mails mit auffälligem Wortlaut heraus und kann häufig sogar individuell erweitert werden.
- Daten im Internet sparsam verwenden: Wer Chats und Foren nutzt, sollte zurückhaltend mit seinen Angaben sein, vor allem auch mit der E-Mail-Adresse.
- Zweite Mail-Adresse zulegen: Für Ausflüge ins Internet zum Shoppen oder Chatten am besten eine neue Mail-Adresse anlegen und nur dafür benutzen. So bleibt zumindest der private Mail-Verkehr von Spams weitestgehend verschont.
- Nie auf Spams antworten: In dem Moment, wo Sie auf Spams antworten, bestätigen Sie die Richtigkeit Ihrer Daten - und werden auch in Zukunft belästigt.
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