Nordrhein-Westfalen - Rezept für Rheinischen Sauerbraten

Rheinischer Sauerbraten - nimkenja / pixelio.de
Rheinischer Sauerbraten - nimkenja / pixelio.de
Süßsauer marinierter Rheinischer Sauerbraten - er war das beliebteste nordrhein-westfälische Gericht beim bundesweiten Wettbewerb Speisekarte Deutschland.

Rheinischer Sauerbraten ist Landessieger beim bundesweiten Wettbewerb Speisekarte Deutschland geworden und wurde damit zum beliebtesten Gericht Nordrhein-Westfalens gewählt. Natürlich wird Sauerbraten nicht nur in Nordrhein-Westfalen zubereitet. In den diversen Regionen Deutschlands gibt es ihn in unterschiedlichen Varianten. Doch der Rheinische Sauerbraten, der süßsauer zubereitet wird und für den auch Rosinen Verwendung finden, schmeckt besonders delikat. Der Ursprung dieses Rezepts soll angeblich auf die Römer zurückgehen, was bedeuten würde, dass man dieses traditionelle Sonntags- bzw. Festtagsessen bereits seit ca. 2000 Jahren im Rheinland zubereitet.

In Nordrhein-Westfalen stellte man den Rheinischen Sauerbraten früher traditionell aus Pferdefleisch her, weil sich diese Fleischart besonders gut für die spezielle Zubereitungstechnik eignet. Jedoch macht man ihn heutzutage überwiegend aus Rindfleisch, was nicht zuletzt deshalb so ist, weil das Angebot an Pferdefleisch sehr stark zurückgegangen ist. Typisch für den Rheinischen Sauerbraten ist das mehrtägige Einlegen des Fleisches in eine Marinade, die das Fleisch mürbe macht. Aus diesem Grund können dafür auch Fleischstücke verwendet werden, die sich ohne diese spezielle Vorbehandlung wegen ihrer Zähigkeit oder Trockenheit nicht unbedingt zum Braten eignen würden. Die traditionellen Beilagen dazu sind Apfelmus und Kartoffelklöße, wobei auch Rotkohl, Salzkartoffeln oder Nudeln dazu gereicht werden.

Die Zutaten zum Rheinischen Sauerbraten

  • Die Zutaten für den Braten
  • 1 kg Rindfleisch, (Keule, Bug), oder Pferdefleisch, frischgemahlener Pfeffer aus der Mühle, Salz, 3 Esslöffel Bratöl bzw. Bratfett, (Butterschmalz),
  • 100 g Pumpernickel oder Sauerbraten-Printen, (natürlich auch Soßenlebkuchen), ein Esslöffel Apfelkraut, (heller Zuckersirup), ca. 30 Rosinen.

  • Die Zutaten für die Marinade:
  • 2 Karotten, 1 Petersilienwurzel, 1/8 einer Sellerieknolle, ein fingerlanges Stück einer Lauchstange, 2 Zwiebeln,
  • 6 Körner schwarzer Pfeffer, 2 Lorbeerblätter, 3 Wacholderbeeren, 4 Gewürznelken und eine Prise Zucker,
  • 1/8 l trockener Rotwein, 1/8 l Rotweinessig.
Die Zubereitung des Rheinischen Sauerbratens

  • Die Zubereitung der Marinade
  • Die Marinade wird mindestens 4-5 Tage vor dem Zubereitungstermin des Bratens hergestellt.
  • Das geputzte und gewaschene Gemüse kleinschneiden. Sämtliche Zutaten für die Marinade in einen Topf mit 1 l Wasser geben und aufkochen lassen. Alles nach dem Abkühlen noch lauwarm über das Fleisch gießen.
  • Das Fleisch muss jetzt bis zum Zubereitungstag zugedeckt marinieren, (Am Besten in den Kühlschrank stellen). Der Braten sollte während dieser Zeit ab und zu in der Marinade gewendet werden.
  • Am Zubereitungstag das Fleisch aus der Marinade herausnehmen und abtropfen lassen. Gut trocken tupfen und salzen und pfeffern.
  • Die Marinade in eine Schüssel abseihen.
  • Das Fleisch jetzt in einem Bräter in erhitztem Butterschmalz von allen Seiten gut anbraten. Das abgeseihte Gemüse daneben kurz im Schmalz anbraten, anschließend mit der Hälfte der Marinade ablöschen.
  • Die Printen bzw. den Pumpernickel zerbröselt in die Marinade geben und den Braten zugedeckt bei schwacher bis mittlerer Hitze etwa eineinhalb Stunden lang schmoren lassen. Ab und zu wenden.
  • Den Sauerbraten am Ende der Garzeit aus der Soße nehmen und warmstellen.
  • Die Sauce und das Gemüse durch ein Sieb in einen Kochtopf passieren. Das Apfelkraut und die gewaschenen Rosinen dazugeben und alles noch einmal einige Minuten lang köcheln lassen.
  • Den Rheinischen Sauerbraten in Scheiben schneiden und die Sauce dazu servieren.
  • Als Beilagen eignen sich Kartoffelpuffer oder Kartoffelklöße. Dazu passt die traditionelle Beilage Apfelmus oder pikant zubereitetes Rotkraut.

Eine Beschreibung, wie man wohlschmeckende Kartoffelklöße zubereiten kann, ist beim Rezept für Thüringer Klöße und Rouladen zu finden. Als Beilage zum Rheinischen Sauerbraten geeignet sind auch Knödel nach böhmischem Rezept.

Nicht süß, aber genauso lecker, schmeckt der Vogtländische Sauerbraten, Sachsens Landessieger beim Wettbewerb Speisekarte Deutschland.

Alle Landessieger, mit Links zu den Rezepten, beim Bundeswettbewerb Speisekarte Deutschland.

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