Wer soziales Engagement in sich verspürt und gerne Wohltätigkeitsorganisationen finanziell unterstützen will, muss aufpassen, keinen BetrügerInnen auf den Leim zu gehen. Denn immer häufiger kommt es vor, dass sich angebliche SpendensammlerInnen als Mitarbeiter von Wohltätigkeitsorganisationen ausgeben und von Tür zu Tür gehen. Die Tricks, die sie dabei anwenden, erscheinen zwar einfach, sind aber nicht für jedermann leicht zu durchschauen. Denn diese Leute geben sich mit amtlichen Ausweisen, gekennzeichneten Jacken oder gar Uniformen oftmals als ehrenamtliche Mitarbeiter von Wohltätigkeitsorganisationen aus, haben meist sorgfältig angefertigte Mappen mit Bildern und Informationsmaterial bei sich und berichten von Herz erwärmenden Geschichten über leidende Menschen oder Tiere in Not. Wer möchte nicht Tiere vor Massentransporten schützen oder aus gefährlichen Zuchtstationen befreien, Menschen mit Behinderungen unterstützen oder hungernden Kindern eine warme Mahlzeit ermöglichen? Was sind schon ein paar Euro, mit denen man doch so viel Gutes bewirken könnte? Genau mit diesen psychologisch ausgefeilten Tricks erweichen sie die Herzen vieler Menschen, die gerne Gutes tun wollen und die zu Spenden bereit sind, vor allem wenn sie eine vertrauenswürdige und glaubhafte Person darum bittet.
Vorsicht bei Bargeld-Spenden
Gegen das Spenden an sich ist auch grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Gegenteil, zahlreiche Wohltätigkeitsorganisationen, die gute Arbeit leisten, sind ausschließlich auf Spendengelder angewiesen und können nur durch die vielen freiwilligen Spenden etwas bewirken. Vorsicht geboten ist jedoch bei Werbern auf der Straße und vor allem bei Werbern, die von Tür zu Tür gehen und Bargeld kassieren. Denn keine Organisation, die gewissenhaft arbeitet, schickt Werber aus, um Barspenden einzusammeln. Üblicherweise geht es bei diesen Werbeaktionen darum, potentielle SpenderInnen über die Arbeit der Organisation zu informieren und die Möglichkeiten des Spendens – per Überweisung oder auch per Bankeinzug – aufzuzeigen. Selbst wenn die WerberInnen noch so vertrauenswürdig sind, spätestens wenn Bargeld angenommen wird, sollte man misstrauisch werden. Denn dann handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um Betrüger und man ist sein hart verdientes Geld los, ohne geholfen zu haben.
Sollte man dennoch solchen BetrügerInnen auf den Leim gehen, empfiehlt es sich, sofort Anzeige zu erstatten. Ob man sein Geld wieder zurückbekommt ist zwar fraglich, jedoch kann man zumindest dazu beitragen, dass diesen BetrügerInnen in Zukunft das Handwerk gelegt wird. Denn der Schaden, der durch solch betrügerische Aktionen entsteht, ist weitaus größer als das gespendete Geld des Einzelnen. Wer BetrügerInnen auf den Leim geht, dessen Spendenbereitschaft sinkt massiv. Viele Menschen, die gerne etwas Gutes tun möchten und gerne gut arbeitende Hilfsorganisationen finanziell unter die Arme greifen möchten, werden damit vergrault.
Sinnvolles Unterstützen wohltätiger Organisationen
Wer eine Wohltätigkeitsorganisation finanziell unterstützen will, kann dies jederzeit per Banküberweisung tun. In zahlreichen Bank- oder auch Postfilialen liegen Zahlscheine für Hilfsorganisationen aus. Auch im Radio, im Fernsehen, auf zahlreichen Plakaten oder auch in Zeitungen und Zeitschriften finden sich regelmäßig Informationen zu Hilfsorganisationen, für die man spenden kann. Vor dem Spenden empfiehlt es sich, Informationen über die jeweilige Organisation einzuholen. Wann wurde sie gegründet, wo hat sie ihren Sitz, wie ist sie aufgebaut, welche Projekte werden von ihr unterstützt, gibt es bereits eine Erfolgsbilanz und ähnliche Fragen sollte man vor dem Spenden beantwortet wissen. Denn auch als SpenderIn trägt man Verantwortung, nur seriöse Organisationen zu unterstützen.
