
- iPhone und die Apps - Apple Inc.
Das iPhone von Apple hat seit seiner Präsentation in Deutschland viele Freunde gewonnen. Seinerzeit über die Telekom eingeführt, zählte von Beginn an der Lifestyle-Faktor. Vor allen Dingen die Zusatzprogramme – Apps genannt – steigern den Nutzen des Gerätes für seinen User. Sie sind entweder kostenlos oder für wenige Cent herunterzuladen und bedienen den Spieltrieb ebenso wie den Bedarf an nützlichen Zusatzfunktionen des iPhones. Mittlerweile sind geschätzte 100.000 Apps zu haben.
Apps für den Alltag: Wasserwaage und Taschenlampe
Auf die Idee, eine Wasserwaage mit einem Mobiltelefon zu kreuzen, muss man auch erst einmal kommen. Das iPhone kann seinem Eigentümer mittels des Apps "iHandy Wasserwaage“ dabei helfen, Bilder aufzuhängen oder Regale korrekt aufzustellen. Ob eine Vitrine richtig steht oder eine Markierung auf der Wand richtig gezogen ist, kann mittels des iPhones und dieses Programms überprüft werden. Und es funktioniert perfekt.
Wer tief in der Nacht sein Hotelzimmer betritt und den Lichtschalter nicht findet, kann das iPhone mit dem App "Flashlight“ in eine Taschenlampe verwandeln. Das Display wird auf diese Weise zum Leuchtmittel und weist kostenlos den Weg in die richtige Richtung, ohne den Akku überzustrapazieren. Ein weiteres App verwandelt das iPhone in eine Eieruhr: Eine willkommene Hilfe für alle Liebhaber eines perfekten Frühstückeis.
Apps für den Spieltrieb unterwegs und zu Hause: "Paper Toss", "Doodle Jump" und "Pushy"
"Paper Toss“, so der Name des kostenlosen Apps, mit dem der Handybesitzer Papierkugeln auf Mülleimer werfen kann. Suchtgefahr schreiben Experten dem Spiel "Doodle Jump“ zu. Mit vorsichtigen Schwenks des Displays gefährlichen Monstern auszuweichen und dabei zu versuchen, von Plattform zu Plattform immer weiter nach oben zu hüpfen – ein einfaches Spiel, das zudem kostenlos downgeloaded werden kann. Mit dem Game "Pushy“ hat der User ein Kugelwesen im Griff, das Gegenstände über einen Hindernisparcours ins Ziel schiebt.
App kann auch Lifestyle: Songerkennung mittels "Shazam" und Fernsehen mit "MobilLiteTV"
Ein Werbespot der Telekom hat das App "Shazam“ bekannt gemacht. Wenn der User irgendwo einen Song hört und wissen möchte, wie dieser heißt, so hält er einfach sein iPhone in die Nähe des Lautsprechers. Nur Sekunden später nennt "Shazam“ ihm Titel und Interpreten des Musikstücks. Der Titel lässt sich als Empfehlung an Freunde versenden und die Koordinaten, an denen man den Song gehört hat, lassen sich ebenfalls speichern. Mit "MobilTVLite“ können Kunden von T-Mobile auf dem iPhone fernsehen. Gratis gibt es derzeit fünf Kanäle.
Kostenlos ist auch das App zu "Google Earth“, dem virtuellen Globus, der dem User hilft, sich fast jeden Platz auf dem Erdball ansehen zu können. Wer wissen möchte, was an Parties angesagt ist, der lädt die App "Nachtagenten“ herunter und lässt sich von diesem Zusatzprogramm auch den Weg zur Location weisen. Das App "Skype“ hingegen ist nicht so das Ding der Mobilfunkbetreiber, weil kostenloses Telefonieren und Texten über das Internet nicht im Sinne der profitorientieren Provider ist. Die Telekom erlaubt Skype per App aber immerhin gegen eine kleine Extragebühr.
WAP und die bisher kostenlose Nutzung der Webseiten
Dass Internetseiten heutzutage auch auf dem Handy funktionieren, nutzen nahezu alle Webseitenbetreiber aus. Zeitungsverlage informieren, Chatforen bringen Menschen zusammen und Apps, die teure Navigationssysteme ersetzen, sind auch schon auf dem Markt. Ohne das Wireless Application Protocol, kurz WAP, geht dies alles jedoch nicht. Übersetzt steht dieser Begriff für drahtloses Anwendungsprotokoll, durch das es möglich wird, Websiten zu vereinfachen und sie erst dadurch für die Darstellung auf einem Handy kompatibel zu machen.
Doch inwiefern Webseiten und ihre Inhalte auf Dauer kostenlos bleiben, ist offen, denn die Verlagshäuser werben zunehmend dafür, dass journalistisch erstellte, dementsprechend wertvolle und teure Inhalte nicht weiter verschenkt werden dürfen. Dies ist jedoch ein grundsätzliches Problem des Internets, denn nachdem dessen Nutzung jahrelang nichts gekostet hat, wird es schwer, den User zum Bezahlen bisher kostenloser Inhalte umzuerziehen.
Der Kreativität bei der Erfindung neuer Apps sind keine Grenzen gesetzt
Das WAP und die Apps eröffnen die Welt des mobilen Internets in einer Breite und Angebotsvielfalt, wie es sie nie zuvor gegeben hat. Mobiles Internetfernsehen aus dem lokalen Umfeld kommt demnächst dazu. Somit wird das iPhone-Handy zu einem Begleiter rund um alle Fragen des Lebens. Etwas, was den Finanzvorstand der Telekom,Timotheus Höttges, sicher hocherfreut, weil es die Umsätze steigert. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Bei rund 100.000 Apps wird es nicht bleiben.
