Spiele verschenken

Ein Gesellschaftsspiel ist das perfekte Geschenk. Es gibt so viele, da ist mit Sicherheit für jeden das Passende dabei! Hier eine kleine Auswahl.

Was gibt es Schöneres, als ein Geschenk zu verschenken, das auch wirklich gut ankommt? Wer auf Nummer sicher gehen will, verschenkt einen Gutschein. Wer ein individuelleres Geschenk sucht, das Schenkendem und Beschenktem Spaß macht, der sollte überlegen, ein Spiel zu verschenken. Brettspiele, im englischsprachigen Ausland auch „German Games“ genannt, sind sehr beliebt und die Auswahl ist groß. Um das Aussuchen des richtigen Geschenkes etwas leichter zu machen, hier eine kleine Auswahl an Spielen aus dem Jahr 2010, die die ganze Familie glücklich machen können.

Karla Kuchenfee

Der kleine Karton mit dem Spiel Karla Kuchenfee von der Edition Siebenschläfer macht Kinder ab fünf Jahren glücklich. Bei diesem Spiel muss man mit einem großen Holzlöffel so oft auf den Tisch klopfen, wie die gesuchte Kuchenzutat Silben hat. Für Schokolade vier mal, für ein Ei nur einmal. Wer genau zugehört hat, wie oft auf den Tisch geklopft wurde, findet die auf dem Tisch liegende Karte zuerst und bekommt einen Punkt! Natürlich sind auf jeder Karte drei Kuchenzutaten und man muss schon wirklich genau hinhören und sich konzentrieren, um einen Punkt zu bekommen. Als Hilfe sind neben den Bildern der Kuchenzutaten Punkte für die Silbenanzahl aufgemalt, man muss also nicht lesen können, um dieses Spiel zu spielen. Allerdings sollte man schon ruhig am Tisch sitzen und sich für etwa zehn Minuten konzentrieren können, um dieses Spiel genießen zu können.

Aber auch die Großen der Familie können „Karla Kuchenfee“ genießen, den bis auf das rhythmische Klopfen der Silben auf dem Tisch und dem Klatschen von Kinderhänden, wenn sie die richtige Karte gefunden haben verlangt dieses Spiel von allen Teilnehmern, dass sie leise am Tisch sitzen. Es kehrt also ein wenig Ruhe ein. Außerdem fördert dieses Spiel die Konzentrationsfähigkeit der Kinder und ein wenig auch das Verständnis für die deutsche Sprache. Aber das wichtigste: Es macht kleinen Menschen sehr großen Spaß! Ein Spiel für drei bis sechs Spieler ab fünf Jahren, für 12,50 €. Spieldauer: Etwa zehn Minuten.

Raindropchess

Für alle, denen Schach immer zu langatmig war und die nie einen Zugang zu dem alt-ehrwürdigen Spiel gefunden haben, gibt es jetzt Raindropchess. Die Figuren sind die gleichen wie beim klassischen Schach, allerdings stehen sie nicht in Reih und Glied geordnet auf dem Feld, sondern fallen wie Regentropfen vom Himmel. Abwechselnd können die Spieler ihre Figuren auf dem ganzen Feld verteilen. Welche Figur gesetzt werden darf entscheidet eine Karte, so dass auch ein großes Zufallselement mit ins Spiel kommt. Erst wenn der König auf dem Spielfeld steht, dürfen Figuren auch gezogen werden.

Das Spiel kommt also viel schneller in Gang und auch das Glück spielt eine Rolle. Wenn man verliert, kann man es immer noch auf die Karten schieben! Ein weiterer entscheidender Vorteil im Gegensatz zum normalen Schachspiel ist, dass ein Spiel nur etwa 15 Minuten dauert. Raindropchess bietet allen eine gute Gelegenheit, Schach zu spielen, ohne immer aus Taktikgründen verlieren oder Stunden vor dem Spielbrett sitzen zu müssen. Auch Kinder können so ganz spielerisch die Züge der klassischen Figuren erlernen und haben eine Chance auf den Sieg! Ein Spiel für zwei Spieler ab acht Jahren, für € 34,95. Spieldauer: Etwa 15 Minuten.

Scho K.O.

Scho K.O. fällt unter die Kategorie „klein aber fein“. Man spielt es zu zweit, braucht nicht lange um es zu erlernen und auch nicht lange, um es zu spielen. Genau das Richtige also für all diejenigen, die immer sagen. „Ich würde ja so gerne mehr spielen, aber ich habe ja keine Zeit!“ Scho K.O. besticht durch eine sehr schokoladige Optik. Ziel des Spiels ist es, die eigenen Schokoladenstückchen zu einer möglichst großen Schokoladentafel zusammenzulegen, ohne das der Gegner es schafft, ein Stück der eigenen Farbe dazwischen zu legen. Auf einem Spielstein sind jeweils vier Schokoladenecken abgebildet und es gilt, sie so zu legen, dass eine zusammenhängende Fläche einer Farbe entsteht. Als ob das nicht schon schwer genug wäre gibt es Karten, die mit Schokodrops versehen sind, die in einer zweiten Ebene auf die anderen Karten aufgelegt werden können und so auch noch in letzter Minute das Glück zu meinen Gunsten wenden können.

Man sollte schon strategisch denken können, aber auch das hilft nicht, um zu gewinnen, wenn der Gegner einfach mehr Glück hat. Eine wirklich hübsche Idee in schöner Optik. Ein kleines Spiel, das es schafft, zwei Spieler auch für mehrere Partien hintereinander zu fesseln. Das Spiel ist so aufgebaut, dass es sich nicht wiederholt und bei gut gemischten Schokoladenkarten immer abwechslungsreich bleibt. Ein Spiel für zwei Spieler ab acht Jahren für 9,90 Euro. Spieldauer: Etwa: 15 Minuten.

Mindflex

Mindflex von Mattel war nach der Spielemesse im Oktober 2010 in allen Medien. Das Spiel darf sich zu Recht als innovativ und völlig neuartig bezeichnen und ist ein echter optischer Leckerbissen. Der Spieler sitzt, mit einem exotischen Stirnband mit Ohrenklips versehen, vor einem weißen Spielbrett, das ein wenig wie ein Ufo anmutet und muss sich konzentrieren. Ziel des Spiels ist es, einen kleinen blauen Ball mit Hilfe eines elektronisch generierten Luftstrahls zum Fliegen zu bringen. Nach Aussage des Herstellers fliegt der Ball umso höher, je stärker der Träger des Stirnbandes sich konzentriert, da das Stirnband die Gehirnaktivität des Spielers misst. Steigt die Konzentration, wird die veränderte Gehirnaktivität in Elektrizität umgewandelt, ein Ventilator wird aktiv, ein Luftstrom entsteht und der leichte Ball hebt ab. Lässt die Konzentration wieder nach, wird der Ventilator langsamer, der Luftstrom dadurch geringer und der Ball sinkt wieder tiefer. Man könnte also glauben, mit der Kraft der eigenen Gedanken den Ball zu bewegen. Wer den Ball auf und ab schweben lassen kann, kann ihn später dann auch durch einen Hindernisparcours fliegen lassen.

Unstreitig eine wirklich neue Idee auf dem Spielemarkt. Leider kann aber immer nur ein Spieler aktiv werden. Die anderen müssen ihm beim Spielen zuschauen und warten bis sie an der Reihe sind. Als einmaliger Partygag wird es für Spaß sorgen, aber ob man es häufiger wieder aus dem Regal holt, bleibt abzuwarten. Wenn man Mindflex verschenken möchte, sollte man unbedingt die sieben Batterien direkt mitverschenken, denn ohne funktioniert hier natürlich gar nichts. Ein Spiel für einen Spieler ab acht Jahren für 99,99 Euro (plus sieben Batterien). Spieldauer: Offen.

Foodle: The fun food game

Wer ein Spiel für Jugendliche und Erwachsene mit pädagogischem Anspruch und trotzdem sehr hohem Spaßwert sucht, der sollte Foodle in Südafrika bestellen. Das Spiel ist komplett auf Englisch und fördert somit den aktiven Gebrauch einer wichtigen Fremdsprache. Aber nicht nur die Fremdsprache ist eine hervorragende Idee bei diesem Spiel. Auch das Thema des Quiz ist gut durchdacht. Bei Foodle geht es um die richtige Ernährung und das Wissen über die Gesundheit. Die Spielfiguren laufen auf dem Spielbrett im Kreis und sammeln Punkte. Wer Fragen zu Cholesterin, Vitaminen, Kohlehydraten und fettverbrennenden Aktivitäten richtig beantworten kann hat eine gute Chance zu gewinnen, aber auch das Glück spielt eine große Rolle, denn es muss gewürfelt werden. Wer auf einem Wasserglasfeld landet darf noch einige Felder weiterziehen, wenn er ein Glas Wasser trinkt. Man lebt also beim Spielen direkt etwas gesünder.

Die Spieleanleitung ist nur eine Seite lang und man kann schnell ins Spiel starten. Die Fragen sind nicht einfach und mehren das Wissen über eine gesunde Lebensweise. Man sollte allerdings schon mehr als vier Jahre Schulenglisch hinter sich haben, um an diesem Spiel Freude haben zu können. Manch eine Frage führt zu heftigen Diskussionen über Fett und Gemüse und viel Gelächter bei der Suche nach dem richtigen englischen Wort. Dieses Spiel ist eine lohnenswerte Anschaffung, sowohl für die Lachmuskeln als auch für eine gesunde Lebensführung. Wer gerne an einem Quiz teilnimmt, der liegt mit Foodle genau richtig. Ein englischsprachiges Spiel für zwei bis 24 Spieler ab zwölf Jahren oder ab etwa vier Jahre Schulenglisch für 36 Euro. Spieldauer: Etwa 60 Minuten.

KRIMItotal: Die Legende der Sturmklinge

Mit KRIMItotal verschenkt man nicht nur ein Spiel, sondern eine Mottoparty. Wer schon immer an einem Krimidinner teilnehmen wollte, aber die hohen Eintrittspreise abschreckend fand, der kann mit KRIMItotal einfach selber einen mörderischen Abend veranstalten. Im Spielekarton finden sich Einladungskarten, die man an die zukünftigen Mitspieler verschicken kann, zusammen mit fest verschlossenen Hinweisen für jeden Mitspieler. Der Gastgeber teilt also jedem Gast für diesen Abend eine Rolle zu.

Am Spieleabend kommt jeder Gast gut vorbereitet zum Abendessen, doch einer von ihnen hat mehr getan, als den anderen lieb ist: Er hat einen Mord begangen. Wer der Mörder ist, muss nun gemeinsam herausgefunden werden. Dabei gilt: Nur der Mörder darf lügen. Das Spiel ist in mehrere Runden unterteilt, die durch das Öffnen eines Umschlages und das Preisgeben von neuen Informationen gestartet werden. Jeder darf jeden alles fragen und die Phantasie sollte auf Hochtouren laufen. Am Ende des Abends hat die Runde dann hoffentlich den Mörder identifiziert.

Ein Spiel, das man nur einmal spielen kann, aber dafür nimmt es einen den ganzen Abend voll in Beschlag. Das Essen gerät zur Nebensache, wenn man die beste Freundin verdächtigt, eine Handlangerin des tot geglaubten Hexenmeisters zu sein. Die Hintergrundgeschichte ist mitreißend und facettenreich dargestellt und wenn jeder Teilnehmer sich etwas ins Zeug legt, dann gibt es viel zu lachen. Ein Rollenspiel für Erwachsene, das ohne viel Vorbereitung gespielt werden kann, aber auch die Bereitschaft aller Anwesenden verlangt, sich in eine Rolle hineinzuversetzen. Wenn das gelingt, wird der Abend ein voller Erfolg. Zum Glück gibt es dann noch andere Morde vom gleichen Verlag, deren Ausgang man noch nicht kennt. Ein Partyspiel für acht Personen ab 16 Jahren für 19,95 Euro. Spieldauer: Etwa vier Stunden.

Eva Rendl, Eva Rendl

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