Stricken ist wieder in Mode und so mancher möchte, jetzt wo es kälter wird, warme Socken selbst stricken. Leider scheitern viele an der Ferse und so hat sich eine neue Technik in den letzten Jahren etabliert. Die sogenannte Spiralsocke, auch Regenwurmsocke genannt, welche die lästige Ferse vergessen lässt. Dazu wird genauso ein Nadelspiel und Wolle benötigt, wie für alle anderen Varianten des Sockenstricken. Ein Nadelspiel selbst besteht aus fünf gleichlangen Nadeln, welche an beiden Seiten eine Spitze haben. Diese Nadelspiele gibt es aus verschiedensten Materialien, wie Metall, Bambus oder Plastik. Auf der Banderole der Wolle ist die Nadelstärke angegeben, welche benötigt wird beziehungsweise ist es eine Empfehlung des Herstellers.

Maschenanzahl für den Bund

Socken kann man vom Bund, wie auch von der Spitze her stricken. Da die Variante vom Bund her anzufangen für Neulinge einfacher ist, wird sich diese Anleitung darauf beziehen. Für die Schuhgröße 39 werden damit 56 Maschen auf dem Nadelspiel angeschlagen. Verteilt auf vier Nadeln sind es also jeweils 14 Maschen. Sobald die 60 Maschen angeschlagen sind, wird alles zur Runde geschlossen. Dabei muss man aufpassen, das es keine Verdrehungen zwischen zwei Nadeln gibt.

Den Bund selbst kann man im Wechsel rechte und linke Masche oder 2 Maschen rechts und 2 Maschen links stricken. Wie lang man den Bund macht, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Empfehlenswert sind 20 Runden. Macht man kleinere Socken, wie etwa für Babys oder Kleinkinder, so reichen auch 15 Runden aus.

Wie aus der Socke eine Spirale wird

Nach dem Bund beginnt man die Spirale, welche immer eine Maschenanzahl voraussetzt, die man durch 4 teilen kann und ein gerades Ergebnis ergibt. Hier also die 56 Maschen geteilt durch 4 ergibt 14 Musterteile. Begonnen wird mit 4 Maschen rechts und danach werden 4 Maschen links gestrickt. Dies erfolgt immer im Wechsel und der Mustersatz wird über 4 Runden gestrickt. Nach den 4 Runden wird der ganze Mustersatz um eine Masche versetzt. So das nun mit einer linken Masche die Runde begonnen wird. Danach werden jeweils wieder im Wechsel 4 rechte und 4 linke Maschen folgen. Die Runde endet mit 3 linken Maschen. Auch dieser Mustersatz wird über 4 Runden gestrickt und danach wieder um eine Masche versetzt. Somit wären beim dritten Mustersatz am Anfang und am Ende der Runde jeweils 2 linke Maschen zu stricken. Dazwischen der Wechsel im Rhythmus 4 rechte und 4 linke Maschen.

Wie lang die Spirale gestrickt wird hängt vom persönlichen Geschmack ab. Man kann sie als normale Socken stricken, aber auch als Kniestrümpfe. Selbst als Overknees kann man diese Socken stricken. Hat man die gewünschte Länge erreicht, wird noch die Spitze gestrickt.

Regelmäßige Maschenabnahme für die Fußspitze

Um die Fußspitze zu stricken muss man regelmäßig Maschen abnehmen. Die Anleitung dazu ist recht einfach. Alle Maschen werden glatt rechts gestrickt und am Ende der ersten Nadel werden die zweit- und drittletzte Masche rechts zusammengestrickt. Bei der zweiten Nadel strickt man die erste Masche normal rechts. Die zweite Masche wird einfach nur abgehoben und die dritte Masche wird wieder rechts gestrickt. Nun wird die zweite Masche über die dritte gehoben. Bei der dritten Nadel wird so gestrickt wie bei der ersten Nadel, folglich auch die vierte Nadel so stricken wie die zweite Nadel. In der folgenden Runde werden alle Maschen glatt rechts gestrickt und danach kommt wieder eine Runde mit der beschriebenen Abnahme.

Dieser Wechsel zwischen normaler Runde und Runde mit Abnahme wird solange gestrickt, bis nur noch die Hälfte der ursprünglich aufgenommen Maschen vorhanden ist. In unserem Beispiel also 28 Maschen insgesamt mit jeweils 7 Maschen pro Nadel. Danach erfolgt in jeder Runde die beschriebene Abnahme und durch die letzten acht Maschen wird der Arbeitsfaden durchgezogen. Dies kann man mit Hilfe einer großen Nähnadel machen .Am Ende werden die Fadenenden am Bund und an der Spitze noch vernäht und die Socke ist fertig.

Wie die Ferse entsteht

Die Ferse entsteht beim ersten Tragen der Socken und der Strumpf passt sich damit optimal dem Fuß an. Es entfällt das lästige Runden zählen zwischen Ferse und Beginn der Spitze, da man nur die Mustersätze mitzählen muss. Und man muss weder ein Fersenkäppchen noch die Ferse mit verkürzten Randmaschen stricken, was gerade Anfängerinnen doch recht schwer fällt.