Spitzwegerich auf Mückenstich

Spitzwegerich - Elisabeth Scheufler
Spitzwegerich - Elisabeth Scheufler
Im Frühjahr fängt es an und zieht sich bis in den Herbst hinein - die Mückenplage. Doch was tun bei juckenden Mückenstichen?

In der Natur findet sich eine einfache, aber wirkungsvolle Pflanze gegen Mückenstiche – es ist der Spitzwegerich. Dieses wunderbare Heilkraut enthält Gerbstoffe, die für die Wundschließung und Heilung zuständig sind. Der frische Saft auf Mückenstiche und Wunden gestrichen, hilft meist sofort und gibt Linderung.

Spitzwegerich vor der Blüte sammeln

Die größte Heilkraft besitzt der Spitzwegerich vor der Blüte und sollte daher auch im Frühjahr gesammelt werden. Für kleine Notfälle zwischendurch kann man jedoch die Blätter während der Blüte verwenden. Wer den Spitzwegerich immer dabei haben möchte und seine Heilkraft schätzt, kann sich eine einfache, heilkräftige Tinktur oder eine Salbe selbst herstellen.

Spitzwegerichtinktur

Für eine heilkräftige Spitzwegerichtinktur braucht man frische, klein geschnittene Spitzwegerichblätter oder getrocknetes Kraut aus der Apotheke. Ein Glas wird bis zur Hälfte mit Spitzwegerichblättern gefüllt und mit Prima Sprit 69,9 % übergossen. Der starke Alkohol löst die Wirkstoffe besser als Korn mit 38 %. Diese Tinktur wird so heilkräftiger und wirkungsvoller. Das Glas gut verschließen und an einem warmen dunklen oder hellen Ort stehen lassen, gelegentlich schütteln. Nach 4 Wochen wird abgefiltert. Die Tinktur in dunkle Flaschen abfüllen und möglichst kühl und dunkel lagern. Für die kleinen Notfälle zwischendurch kann man die Tinktur in Tinkturflaschen füllen und in der Tasche stets griffbereit halten. Pur auf den Mückenstich auftragen.

Spitzwegerichsalbe

Eine tolle Spitzwegerichsalbe wird aus 250 g reinem Schweinefett und 1-2 handvoll frischen, klein geschnittenen oder getrockneten Spitzwegerichblättern hergestellt. Das Schweinefett eignet sich für die Heilsalbenherstellung am besten. Die Erfahrungen sprechen für sich. Das Fett wird im Topf langsam erhitzt und die Spitzwegerichblätter hineingerührt. 5-10 min. leicht köcheln lassen und gelegentlich umrühren. Danach mit Deckel abkühlen lassen. Nach 1-2 Tagen nochmals langsam erhitzen und durch ein Sieb abfiltern. Heiß in Gläser gießen und gut verschließen. Möglichst kühl und dunkel lagern. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren. Diese Heilsalbe auf den Mückenstich streichen und leicht einreiben.

Verwendung der Spitzwegerichtinktur und Spitzwegerichsalbe

Die Spitzwegerichtinktur sowie die Spitzwegerichsalbe können auch für Wunden, Verletzungen, Verbrennungen, Pickel, Ausschläge und andere Hautleiden verwendet werden. Die Tinktur hierfür mit Wasser verdünnen.

Heilwirkung des Spitzwegerichtee

Der Spitzwegerich heilt nicht nur Mückenstiche, sondern auch noch andere Leiden. Gerne wird er bei Husten und Erkrankungen der Atmungsorgane eingesetzt. Er wirkt schmerzlindernd, abschwellend und entzündungshemmend. Der Spitzwegerich ist gut für das Blut, er reinigt es und regt die Blutbildung an. Er kann bei Blasen- und Nierenleiden Abhilfe schaffen und soll besonders gut für die Leber und Lunge sein. Raucher sollten ihn täglich trinken, damit die Lunge gereinigt und gekräftigt wird. Man kann sagen, dass der Spitzwegerich dem ganzen Körper gut tut und eine sehr wertvolle Heilpflanze ist. Er sollte jedoch täglich eingenommen werden, damit sich seine Wirkung voll entfalten und eine Heilung eintreten kann. Nebenwirkungen sind nicht zu befürchten.

Ein Suite 101 Artikel ersetzt keinen Besuch beim Arzt!

Quelle:

Apotheker M. Pahlow, Das große Buch der Heilpflanzen

Eigene Erfahrungen

Elisabeth Scheufler - Ich schreibe mit Herz und Leidenschaft - und das schon seit meiner Kindheit.

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