Wer einen kühlen Kopf behält, gewinnt. Siegen ist Kopfsache. Der Wettkampf wird bereits im Kopf entschieden. Redewendungen sagen uns schon, dass der Körper zwar Basis und Grundlage ist, der Kopf jedoch ist die Kür, das i-Tüpfelchen, die Zehntelsekunde, die den Sieg bringt. Hypnose, fernab von jeder Bühnenshow, schult den Geist und lässt Sportler über sich selbst hinauswachsen.
Warum Hypnose?
Hypnose versetzt den Menschen in eine Trance verschiedener Tiefe und befähigt den Therapeuten und Trainer so, direkt mit dem Unterbewusstsein des Sportlers zu arbeiten. Da diese Methode sehr direkt ist, kann man sehr gezielt und präzise an bestehenden Problemen arbeiten und eine sofortige Verbesserung des Ausgangszustands erzielen.
Hypnose und Mentaltraining im Einsatz: Koordination
Komplexe Bewegungsabläufe, wie beispielsweise Stabhochsprung, Trampolin- und Bodenturnen und ähnliches, lassen sich mittels Mentaltraining im Geiste fehlerfrei einüben und trainieren. Das reine Durchdenken eines Bewegungsmusters hilft bereits bei der eigentlichen, physischen Ausführung. Ein Durchdenken unter Hypnoseeinfluss verstärkt dieses Verständnis und den Lerneffekt des Körpers noch um ein Vielfaches und macht es dem Sportler erheblich einfacher, neue Bewegungen zu erlernen bzw. bekannte Bewegungen zu perfektionieren. Außerdem kann der Sportler in der Hypnosesituation koordinativ anspruchsvolle Übungen auch in Zeitlupe durchgehen und somit sehr gezielt seine Technik verbessern.
Hypnose und Mentaltraining im Einsatz: Anspannung
Die Notwendigkeit von Anspannung, also dem Bereitsein für die jeweilige sportliche Leistung, ist selbstverständlich und einleuchtend und kann durch den Einsatz von Hypnose optimiert werden.
Jeder Sportler sollte die Anspannung, also den nötigen Erregungszustand, kontrollieren können und seinen optimalen Erregungszustand, die sogenannte Zone, kennen. In dieser individuellen Zone ist der Sportler fähig, seine persönliche Bestleistungen zu vollbringen. Um eben diesen Zustand unter jeder Bedingung zu erreichen, ist Mentaltraining ausgezeichnet geeignet. Hier kann beispielsweise im Vorfeld die Situation durchgespielt, das Gefühl des optimalen Erregungszustandes abgerufen und visualisiert werden. Der Sportler lernt durch das Mentaltraining den Erregungszustand zu senken oder zu steigern, um dann jeweils in die Zone einzutreten.
Hypnose und Mentaltraining: Entspannung
Entspannung und damit die Möglichkeit des Körpers, seine alte Kraft zu regenerieren und auch neue zu generieren, ist ebenso wichtig wie die bereits erwähnte Anspannung und kann ebenfalls durch Hypnose optimiert werden.
Entspannung kann einerseits durch Mentaltraining verbessert werden, andererseits hilft ein entspannter Körper und Geist wiederum auch dabei, sich intensiver und schneller auf das Mentaltraining und die Hypnose einzulassen. Beispielsweise erzielt eine Muskeldehnung in Trance erheblich schnellere Ergebnisse als bei bewusstem Geist des Dehnenden. Hier wird ganz deutlich, wie sehr der Kopf unbewusst Einfluss auf den Körper hat.
Arbeit mit dem Unterbewusstsein
Hypnose und Mentaltraining sind Werkzeuge, die es dem Sportler oder Trainer ermöglichen, die individuellen Leistungen zu optimieren. Befragte Sportler gaben an, dass 50% ihrer Leistung vom psychischen Zustand abhingen. Umso erstaunlicher ist es, dass eben diese Sportler auch angaben, dass ihr Trainingsplan nur etwa 7% Mentaltraining enthalte. Mit den Mitteln der Hypnose und des Mentaltrainings kann sowohl für Spitzen- als auch für Hobbysportler eine Verbesserung und Optimierung der Leistung erzielt werden.
Quelle: Sporthypnose: Eine neue Stufe des Mentaltrainings , Donald R. Ligget
