
- Wasser - pixelio/Regina Kaute
Eins steht fest: Wer viel schwitzt muss auch viel trinken. Aber was ist bloß das richtige Getränk für den Sport? Mineralwasser, Apfelschorle oder doch lieber ein Iso-Drink?
Durch den Sport und das Schwitzen verliert unser Körper eine große Menge an Flüssigkeit und Mineralstoffen, auch Energie wird verbraucht. Für leichte Sportarten, wie Walking oder Yoga spielt der Energieverlust eine weniger große Rolle. Bei langen Strecken im Marathonlauf oder in einem aktiven Match auf dem Tennisplatz gilt es, die verbrauchten Kohlenhydrate ausreichend wieder zuzuführen.
Was sind Sportlergetränke?
Getränke für Sportler sollen Wasser- und Nährstoffverluste ausgleichen und Energie in Form von Kohlenhydraten liefern. Sportlergetränke zählen zu der Gruppe der Erfrischungsgetränke und sind mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Zudem können sie isoton sein.
Zutatenliste: Was ist drin?
Als Kohlenhydrat wird meist Saccharose, Fruktose, Glukose oder Malto Dextrin zugesetzt. Dies sind einfach zusammengesetzte Kohlenhydrate, sogenannte Mono- und Disaccharide. Vorteil ist, dass sie schnell ins Blut gehen und sofort wirken.
An Elektrolyten findet man eine ganze Reihe. Mit dabei sind u.a. Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Chlorid. All diese Mineralstoffe gehen mit dem Schweiß aus dem Körper. An Vitaminen sind meist Vitamin C, B1, B2, Niacin, Pantothensäure, Folsäure und Biotin enthalten, die den Körper wieder auffüllen.
Der Energiegehalt liegt im Schnitt bei 18 - 39 Kalorien pro 100 ml und ist somit einer Fruchtsaftschorle oder einer Limonade gleichzusetzen.
Sind spezielle Sportlergetränke für jeden notwendig?
Da die meisten Sportlergetränke auf die Menge, z.B. 1 - 2 Liter, gesehen recht viele Kalorien liefern, eignen sie sich nicht für jeden sportlich Aktiven. Macht man Sport hauptsächlich um abzunehmen und betätigt sich nicht gerade im Hochleistungsniveau, reichen einfache Alternativ-Getränke völlig aus. Für länger andauernde sportliche Leistungen hingegen sind die zugesetzten Kohlenhydrate eine willkommene Energiequelle. Sie füllen die Glykogenspeicher im Muskel etwas auf und sorgen für einen Schub im Blutzuckerspiegel. Dies puscht die Leistung auf und gibt Kraft zum Durchhalten. Wegen der riesengroßen Angebotspalette an Iso-, Sport- und Fitness-Wässerchen ist es jedoch schwierig genaue Aussagen zu treffen.
Alternativen für Hobby-Sportler
- Saftschorlen mit einem Teil Fruchtsaft und drei Teilen Wasser, sie sind fast isoton und liefern sowohl Kohlenhydrate als auch Elektrolyte
- Mineralwasser mit einem hohen Gehalt an Mineralstoffen
- Früchte- und Kräutertees, kalt als Eistee oder warm genossen
Isoton, hyperton, hypoton?
Diese Begriffe geben Auskunft über das Teilchenverhältnis im Vergleich zum menschlichen Blut.
- Isoton: Diese Getränke enthalten die gleiche Anzahl an gelösten Teilchen wie das Blutplasma. Sie sorgen für ein Gleichgewicht und bringen den Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt wieder auf Vordermann. Auch der Salzverlust durch den Schweiß wird ausgleichen. Beispiele: Isotonische Getränke, Apfelschorle 1:1-2
- Hyperton: Hier ist die Konzentration an gelösten Teilchen höher als die im Blut. Auf Grund der hohen Anzahl an Stoffen benötigt der Körper wieder Wasser, um die Konzentration auszugleichen. Dieses zieht er aus dem Blut heraus, das Blut wird dicker und man trocknet aus. Folge ist außerdem, dass man mehr Durst als vorher hat. Beispiele: Obst- und Gemüsesäfte, Limonaden, Milchprodukte und Malzbier. Nicht als Sportgetränk geeignet!
- Hypoton: Diese Getränke enthalten weniger Teilchen und füllen den Körper nicht ausreichend mit Mineralstoffen auf. Beispiele: Mineralwasser, Leitungswasser, stark verdünnte Schorlen 1:4, hypotone Sportgetränke. Für Hobbysportler mit leichter Aktivität geeignet, Profi- und Leistungssportler sollen lieber zu isotonen Getränken greifen.
