Spring Break Massacre - Horror-Trash ab 16. Juni 2011 auf DVD

Spring Break Massacre - Horror für den Mülleimer - © Andrea Kusajda / Pixelio
Spring Break Massacre - Horror für den Mülleimer - © Andrea Kusajda / Pixelio
Ab 16. Juni 2011 steht die DVD zu "Spring Break Massacre" im Handel - ein Film, der wahrlich schwer zu ertragen, weil unsagbar schlecht, ist.

Es wurden wohl allerhand Kosten gescheut für die Schaffung des Machwerkes "Spring Break Massacre". Grausame Dialoge, schlimme Darsteller und ein Look, der meinen lässt, es würde alles mal eben privat nebenbei aufgenommen. "Spring Break Massacre" steht ab dem 16. Juni 2011 im Handel.

"Spring Break Massacre" - Die hauchdünne Handlung des Slashers

Viel zur Story des Films kann man eigentlich nicht erzählen. Sechs Mädels haben in einem hübschen Häuschen sturmfrei, weil der Daddy einer der jungen Frauen auf Tour ist. Und weil die Pyjamaparty, die so gar nicht an Spring Break erinnert, an sich viel zu langweilig wäre, bricht ein Killer aus dem Gefängnis aus und beginnt, die Leichtbekleideten zu meucheln. Die befreundeten Jungs gießen sich derweil andernorts die Hucke zu.

Gähnende Langeweile und miese Qualität - "Spring Break Massacre"

Auf dem DVD-Cover veranschlagt sind 90 Minuten Laufzeit, doch es sind eigentlich lediglich 73. Das mag in vielen Fällen als Betrug angesehen werden, im Fall von "Spring Break Massacre" dürfte der tapfere Zuschauer jedoch wohl eher erleichtert sein, dass er nicht noch eine Viertelstunde länger ansehen muss, was er schon viel zu lange getan hat: Ein schlimmes Potpourri aus miserablen Dialogen, fieser Kamera und Möchtegern-Schauspielern: Die meisten der Mädels sind hübsch, aber austauschbar. Die anderen lediglich austauschbar. Im Duden steht neben "Low-Budget" wahrscheinlich der Filmtitel, denn der Begriff strömt dem Machwerk aus jeder Pore. Trash-Fans werden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, denn Spaß macht das Filmchen nicht. Zu ernst nimmt sich der Pseudo-Horror leider. Die FSK-Freigabe ab 18 Jahren scheint auch lediglich daher zu rühren, dass Minderjährige vor Schreck über die miese Qualität eventuell aus dem Fenster hüpfen, dabei aber hoffentlich noch die DVD mit in den Tod reißen, um sie der Nachwelt zu ersparen. Mit den Tötungsszenen kann die Freigabe jedenfalls nichts zu tun haben, denn man sieht - wohl aus Finanzgründen - vom beworbenen Massaker eigentlich nichts. Aber gut: Spring Break gibt es ja auch keinen während des Films. Der Vielseher bekommt immerhin für ein paar Sekunden ein paar nackte Brüste serviert, was als Aufwandsentschädigung für das Sehen der restlichen 72 Minuten jedoch kaum ausreichen dürfte.

Regisseur Michael Hoffman Jr. tritt als Rex Kramer auf

Als Regisseur ist man gemeinhin zufrieden mit seinem Werk, der Macher von "Spring Break Massacre" jedoch tritt lieber nicht unter seinem bürgerlichen Namen Michael Hoffman Jr. auf, sondern unter Pseudonym Rex Kramer. Der 1981 geborene Hoffman jedenfalls hat schon so manchen Lowest-Budget-Film ("Scary Tales", "ROT: Reunion of Terror") verbrochen und werkelt meist nicht nur in der Regie, sondern auch als Produzent, Drehbuch-Autor und Cutter an seinen Filmchen rum. So wirkt auch "Spring Break Massacre" immerhin nicht so, als würde das schwächste Glied die ganze Kette in schlechtem Licht darstellen lassen. Ein gutes Glied lässt sich - Wortwitze hin oder her - im ganzen Film jedenfalls nicht finden. Erstaunlich jedenfalls, dass Hoffman neben all den 08/15-Hupfdohlen und sonstigen Schauspiel-Laien, mit denen er schon bei anderen Filmen zusammen arbeitete, auch einen erfahrenen Darsteller ins Boot holen konnte: Reggie Bannister, der hier als Sheriff Jacob Yates auftritt, ist bekannt durch seine Rolle des Reggie in den vier "Phantasm - Das Böse"-Filmen (1979 bis 1998) sowie aus "Wishmaster" (1997). Hier wirkt er jedoch leider so, als habe er kurz vorher noch einen mexikanischen Drogenboss in einem anderen Film verkörpert. Positivste Erscheinung ist in dem ganzen Langweil noch Sarah Minnich, die Heather spielt, bei der die Pseudo-Party stattfindet. Minnich lässt leicht erkennen, dass sie eventuell doch schauspielern kann. Ironischerweise ist sie die einzige aus dem Haupt-Cast, die weder vorher noch nachher in einem anderen Film gespielt hat.

Fazit zur Kritik und DVD-Bonusmaterial - "Spring Break Massacre"

Wer hart im Nehmen ist, darf sich "Spring Break Massacre" gerne genehmigen. Man sei allerdings gewarnt davor, dass es sich um ein Lowest-Budget-Filmchen mit üblen Schauspielern und Dialogen handelt. Kein Wunder, dass der Film drei Jahre unter Verschluss gehalten wurde, bis er jetzt dennoch das Licht der DVD-Welt erblickt. Witzig ist immerhin das Bonusmaterial: Neben einem mickrigen 4-Minuten-Making-of gibt es noch eine Trailer-Show. Bei dieser fällt sofort "Sucker Punch" auf und man reibt sich verwirrt die Augen, bis man erkennt, dass es sich nicht um einen Spot zum Zack-Snyder-Film von 2011 handelt, sondern des gleichnamigen, miesen Ghetto-Streifens von 2003. Highlight der ganzen DVD ist jedoch der Zusammenschnitt entfallener Szenen, die mit einer Entschuldigung für die schlechte Qualität dieser Sequenzen eingeleitet werden, denn ein Qualitäts-Unterschied zum eigentlichen Hauptfilm zeigt sich wahrlich nicht. Chapeau zumindest an den Grafiker des DVD-Covers - dies ist das qualitativ Hochwertigste, was die DVD zu bieten hat.

Film-/DVD-Angaben:

Filmtitel / Anbieter: Spring Break Massacre / KNM Home Entertainment GmbH

Regie: Rex Kramer (Michael Hoffman Jr.)

Darsteller: Reggie Bannister (Sheriff Jacob Yates), Linnea Quigley (Deputy Michelle Hendricks), Renee Darmiento (Laurie), Christian Anderson (Chad), Toni Buena (Alyssa), Rick Federman (Steve), Aly Hartman (Zoe), Sarah Minnich (Heather)

Kaufstart: 16. Juni 2011

FSK: ab 18 Jahre

Laufzeit: 73 Minuten

Quellen

Internet Movie Database

Blickpunkt:Film

Pixelio

KNM Home Entertainment GmbH

Mathias Wagner, Christine Wagner

Mathias Wagner - Ich bin seit dem 23. April 2010 Mitglied von Suite101 und weiß inzwischen die Möglichkeiten zu schätzen, die mir dieses ...

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