
- Der Tod ist nicht das Ende - Sandra Berthaler
Wenn ein geliebter Mensch stirbt, hinterlässt er bei Angehörigen, Freunden und Bekannten oft Verzweiflung und eine große Leere, die unüberwindbar scheint.
Wenn die Hinterbliebenen es mit der Zeit jedoch schaffen loszulassen, können sie in eine neue Beziehung zum Verstorbenen treten und die gemeinsame Vergangenheit in schöner Erinnerung behalten. Bei alledem darf man nie vergessen, dass der Tod nicht das Ende ist. Der Tote lebt nicht nur in unserem Herzen weiter. Wir werden uns eines Tages wieder sehen.
Kraft und Trost spenden mit Kondolenzkarten
Diese Gewissheit ist es, die den Hinterbliebenen Kraft und Trost spendet. Selbst wenn Sie nicht daran glauben, sind es genau diese Gedanken, die sie den Trauernden vermitteln sollten.
Wer das nicht persönlich machen möchte, weil der Mut oder die passenden Worte fehlen oder weil man sich in dieser schweren Zeit nicht aufdrängen will – das ist selten der Fall, weil den meisten Trauernden der Trost von Freunden und Bekannten gut tut –, der kann seine Anteilnahme am besten mit einer Trauerkarte oder einem Kondolenzbrief ausdrücken.
Die passenden Sprüche und Gedichte dazu gibt es hier:
Sprüche
Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Tot ist nur, wer vergessen ist. (Immanuel Kant)
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. (Johann Wolfgang von Goethe)
Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich. (Dietrich Bonhoeffer)
Unsere Toten sind nicht abwesend, sondern nur unsichtbar. Sie schauen mit ihren Augen voller Licht in unsere Augen voller Trauer. (Augustinus)
Ich glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Licht stehen, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist. (Arthur Schopenhauer)
Trennung ist unser Los, Wiedersehen ist unsere Hoffnung. So bitter der Tod ist, die Liebe vermag er nicht zu scheiden. Aus dem Leben ist er zwar geschieden, aber nicht aus unserem Leben; denn wie vermöchten wir ihn tot zu wähnen, der so lebendig unserem Herzen innewohnt. (Augustinus)
Gedichte
Trennung ist wohl Tod zu nennen,
denn wer weiß, wohin wir gehen.
Tod ist nur ein kurzes Trennen
auf ein baldig Wiedersehen.
(Joseph von Eichendorff)
Du kamst, du gingst mit leiser Spur,
ein flücht'ger Gast im Erdenland.
Woher? Wohin? Wir wissen nur:
aus Gottes Hand in Gottes Hand.
(Ludwig Uhland)
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne
Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere
Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir and're an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
(Rainer Maria Rilke)
Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
(Joseph von Eichendorff)
