Über das Thema weibliche Sexualität wird erst seit Anfang der 80er Jahre offen diskutiert. Doch bereits vor 2000 Jahren schrieb der griechische Philosoph Aristoteles über die weibliche Ejakulation. Obwohl die Wissenschaft gerade auf diesem Gebiet noch viel zu tun haben wird, ist man sich inzwischen einig, dass jede Frau diese Flüssigkeit produziert, auch wenn sich viele gar nicht darüber bewusst sind.

Was genau ist Squirt

Bei sexueller Stimulation, sei es Geschlechtsverkehr, Masturbation oder Oralsex, tritt beim Orgasmus Flüssigkeit aus. Bei dieser Flüssigkeit handelt es sich um das weibliche Ejakulat. Diese meist klare bis milchige Flüssigkeit unterscheidet sich eindeutig von Urin oder Sperma. Auch die Menge des Ejakulats ist von Frau zu Frau verschieden und kann zwischen ein paar Tropfen oder Millilitern variieren. Durch chemische Analysen weiß man bereits, dass das weibliche Ejakulat ähnliche Eigenschaften wie das Sekret der männlichen Prostata besitzt. Wenn es passiert, denken Frauen oft, sie hätten uriniert. Das ist auch teilweise der Grund dafür, dass Frauen sogar versuchen den Orgasmus zu unterdrücken. Manchen ist das peinlich und unangenehm. Angeblich haben aber ein Drittel der Frauen bereits eine Ejakulation erlebt. Anders als bei Männern, ejakuliert eine Frau nicht zwangsläufig bei jedem Orgasmus. Warum es bei einigen Frauen zur Ejakulation kommt und bei anderen wiederum nicht, wurde noch nicht geklärt.

Wie wird die weibliche Ejakulation ausgelöst

1950 fand der deutsche Gynäkologe Ernst Gräfenberg heraus, dass eine bestimmte Zone in der vorderen Scheidenwand für besonders intensive Orgasmen verantwortlich ist. Es handelt sich dabei um die Zone entlang der Harnröhre, der eine besondere Sensibilität zugeschrieben wird. Später wurde zu Ehren von Gräfenberg diese Zone als G-Punkt bezeichnet. Oft wird der G-Punkt als die weibliche Prostata bezeichnet. In vielen Fällen führt eine Stimulation dieser Region zu schnellen und intensiven Orgasmen, die teilweise die Ejakulation auslösen. Auch multiple, also mehrfache Orgasmen sind möglich.

Hilfsmittel für die G-Punkt-Stimulation

Die Ejakulation der Frau ist nicht zwangsläufig mit Geschlechtsverkehr verbunden. G-Punkt Vibratoren oder G-Punkt Massagen, helfen die sexuelle Lustempfindung zu steigern. Ebenfalls eine Möglichkeit, den G-Punkt richtig zu stimulieren, bietet die Yoni Massage. Dabei sollten ätherische Öle verwendet werden. Sie erleichtern die Entspannung und wirken nebenbei noch aphrodisierend. Eine ausreichende Stimulation durch den Penis ist bei einigen Stellungen, wie zum Beispiel der Missionarsstellung aber schon aus rein anatomischen Gründen eher schwierig. G-Punkt Vibratoren erreichen dank ihrer speziellen Form leicht die erogene Zone der Frau rund um den G-Punkt. Auch sogenannte Yoni-Eier können das Lustempfinden der Frau steigern und tantrische Energien freisetzen. Diese Eier bestehen aus unterschiedlichen Kristallen, zum Beispiel Rosenquarz oder Amthyst, und haben alle eine unterschiedliche Wirkung auf den menschlichen Körper. Gleichzeitig wird dabei die Scheidenmuskulatur gestärkt. Natürlich kann eine Frau auch mit Hilfe der Hand beziehungsweise der Finger zum Squirten gebracht werden. Hierbei sollte man beachten, dass das Becken der Frau erhöht liegt. Wie bei allem im Leben kommt es auch hier vor allem auf die richtige Technik an. Squirten ist erlernbar und wie so vieles auch Übungssache.

Quellen:

weibliche-ejakulation.info/squirt-orgasmus.html

netdoktor.at/sex_partnerschaft/fakta/g_punkt.shtml

netdoktor.at/sex_partnerschaft/fakta/g_punkt_mann.shtml