Stadtführungen per Rad

Städtetouren mit dem Rad – Sightseeing vom Fahrrad aus

Radtour in Berlin. Hier: Am Reichstag. - Judith Weibrecht
Radtour in Berlin. Hier: Am Reichstag. - Judith Weibrecht
Stadtgeschichte lässt sich im Sattel erfahren. Dies schafft Raum für persönliche Entdeckungen abseits der touristischen Trampelpfade. Ganz nah dran und mittendrin.

Im Sattel kann man nun durch Stadtgeschichte und -kultur radeln. Dies ist fürwahr eine ganz andere Perspektive – noch dazu bei gutem Überblick, ohne Stress, Lärm und Hektik. Auf diese Weise kann man eine City wirklich „er-fahren“ und mit allen fünf Sinnen spüren. Mit dem Rad ist dies auch abseits der touristischen Trampelpfade möglich. Vielleicht deshalb liegen Stadtführungen per Rad bei Touristen und übrigens auch bei Einheimischen voll im Trend und könnten der neue Renner im Stadtmarketing werden. Nicht isoliertes, passives Schauen durch die Scheiben eines überfüllten Touristenbusses ist also angesagt, sondern aktives, erlebnisreiches Erfahren von Geschichte und Kultur ohne Filter. Ob mit dem eigenen Fahrrad oder mit Mieträdern im Rent-a-bike-System, das eigentlich in jeder größeren Stadt für Auswärtige bereitstehen sollte, hierfür gibt es verschiedenste Modelle.

Geführte Touren

Ein Modell ist die Wochenend- oder Komplettpauschale mit Übernachtungen und Führungen per Rad. Oder man nimmt einfach an geführten Sightseeingtouren teil, wenn man schon mal da ist oder sogar in der betreffenden Stadt wohnt. Bei diesen radelt man in kleinen Gruppen mit persönlicher Betreuung zu den jeweiligen Stationen der Tour. Dort bekommt man dann jeweils eine Erklärung vom Gästeführer bzw. Radtourenleiter.

Individuelle Touren

Doch natürlich lassen sich auch individuelle Touren auf eigene Faust unternehmen. Wollen Sie selbst und gänzlich unabhängig losziehen, dann fragen Sie nach Prospekten beim Touristenamt oder nach Fahrradstadtplänen, wie es sie z.B. schon von Köln, Oberhausen, Münster, Leipzig und Augsburg gibt. Ganz nah dran am Geschehen ist man da, so dicht, dass man Eindrücke, Sprachfetzen oder Gerüche direkt in sich aufsaugen kann. Fließend geht der Wechsel vor sich, ohne Brüche und nicht abrupt. Das jeweilige Tempo bestimmt der Radfahrer weitgehend selbst, ein kurzer Stopp, um sich umzusehen, ist immer drin. Also nicht: Raus aus dem Bus, rein in den Bus.

Persönliche Entdeckungen

Und: Man findet viele Dinge, die man vom Omnibus aus gar nicht entdecken könnte oder würde. Das macht die Sache erst richtig spannend. Natürlich, das geht auch zu Fuß, doch welche Strecke schafft man da schon? Nehmen wir mal New York als Beispiel, wo es diese Art von Besichtigungen schon seit langem gibt. „Bike the big apple“ heißt das Abenteuer dort.

Thementouren in verschiedenen Städten

Meist unter einem bestimmten Thema kann man auch in deutschen Städten die Reise per Fahrrad antreten. Das Forum neue Städtetouren e.V. schickt in rund zwanzig Städten Interessierte auf urbane Radreisen, unter anderem auch in Berlin, Hamburg, München und Augsburg. Ein Paradebeispiel für eine Themenroute ist sicher der Berliner Mauerradweg.

Judith Weibrecht, Judith Weibrecht

Judith Weibrecht - Judith Weibrecht wurde in Fürth/Franken geboren. Schon früh sagte man ihr übertriebene Reiselust nach (angeblich von der ...

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