Neben Schmerzen im Rücken- oder im Nacken- und Schulterbereich, wird die allgemeine Müdigkeit von den Deutschen als eine der drei häufigsten gesundheitlichen Beschwerden genannt. Wobei die Ursachen von Nacken- oder Rückenschmerzen relativ gut ausfindig zu machen sind, sind die Gründe einer ständigen Müdigkeit äußerst vielfältig.

Was sind die Ursachen einer ständigen Müdigkeit?

Oft sind Überarbeitung oder private Probleme die Ursache für das Gefühl, ständig erschöpft zu sein. Eisenmangel kann ebenfalls die Ursache einer ständigen Müdigkeit sein, denn der Körper wird nur noch vermindert mit Sauerstoff versorgt. Auch auf Flüssigkeitsmangel reagiert der Körper mit Schläfrigkeit. Denn durch Wassermangel beginnt sich das Blut einzudicken, das Gehirn wird schlechter durchblutet, erste Stress-Symptome, wie Müdigkeit u. Kopfschmerzen, machen sich bemerkbar. Ein gestörter Elektrolythaushalt kann Stoffwechselprozesse beeinträchtigen, und ebenso zu Erschöpftheit führen. Aber auch verschiedene Erkrankungen sind mit dem Gefühl, ständig müde zu sein, verbunden:

Die Gründe einer ständiger Müdigkeit können sein:

- Seelische Störungen (Depressionen, Angststörungen)

- Psychische Überlastung / das Gefühl überfordert zu sein

-Elektrolytstörungen

-Hepatitis

-Schlafstörungen durch Lärm, Schmerz, Restless-Legs-Syndrom, Alkohol, Koffein, Demenz, Parkinson

-Bewegungsmangel

-Medikamente

-Umwelteinflüsse (z.B. Blei, Kohlenmonoxid)

-Chronisches Müdigkeitssyndrom

-Überarbeitung

-Vitaminarme, fettreiche Nahrung

-Nicht ausreichende Flüssigkeitszufuhr

-Sauerstoffmangel durch Herzschwäche oder chronische Bronchitis

-Krebserkrankung

-Schlafmangel

-Stoffwechselerkrankungen (Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes)

Winter-Depressionen

Etwa ein Prozent aller Nord- und Mitteleuropäer leidet unter dem auch als „Saison-abhängige Depression" (SAD) bezeichneten Gemütszustand der Winter-Depression. Ursache ist eine Verschiebung des körpereigenen Rhythmus. Denn in der dunklen Jahreszeit kommen wir weniger stark mit Tageslicht in Kontakt – dieses ist aber ein wichtiger Taktgeber unserer inneren Uhr. Den Betroffenen hilft meist eine so genannte Lichttherapie mit Hilfe von Lampen, die eine Leuchtkraft von mindestens 2.500 Lux abstrahlen. Aber auch Johanniskraut-Extrakt und die Aminosäure Tryptophan – eine Vorstufe des Glückshormon Serotonin – helfen gegen Winterdepressionen.

Chronische Müdigkeit

Es gibt sie tatsächlich - die medizinische Diagnose "chronische Müdigkeit". Bei der „einfachen" Form der chronischen Müdigkeit fühlt man sich matt, kann seinen Alltag aber noch einigermaßen meistern. Andere Menschen wiederum leiden so sehr an chronischer Müdigkeit, dass sie zu nichts alltäglichem mehr in der Lage sind. Dauert die Phase der ständigen Erschöpfung mehr als sechs Monate an, dann spricht man vom „Chronischen Müdigkeits-Syndrom" (CFS für „chronic fatigue syndrome"). Begleitet wird CFS häufig von Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Muskel- oder Gelenkschmerzen. Die Therapie von CFS ist schwierig - gezielte Medikamente gibt es nicht. Meist werden Schmerzmittel gegen die Begleiterscheinungen verschrieben. Betroffene sollten sich vor allem vitamin-und nährstoffhaltig ernähren.

Das hilft gegen Müdigkeit

-Vitaminreiche und fettarme Ernährung

(frische Lebensmittel, wie Gemüse und Obst)

- Vitaminarmes wie Fertiggerichte oder Schokoriegel vermeiden

-Übergewicht meiden

-Genug Trinken

-Ausreichend Bewegung, um den Kreislauf in Schwung zu bringen

-Eine kalte Dusche oder Wechselduschen machen wach

Achtung! Bei ständiger Müdigkeit helfen auch die angeblichen Wachmacher Kaffee, schwarzer Tee oder Cola nicht weiter. Sie putschen zwar kurzzeitig auf, danach ist man aber umso müder!