
- Jeffrey Jacob Abrams - Paramount Pictures
Jeffrey Jacob Abrams wurde am 27. Juni 1966 in New York City geboren. Seine Erfolge in den vergangenen Jahren führen dazu, dass man das Multitalent in einem Atemzug mit Steven Spielberg, George Lucas oder Alfred Hitchcock nennen muss. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Abrams ist als Produzent ebenso erfolgreich wie als Regisseur, Drehbuchautor oder Komponist.
Jeffrey Jacob Abrams ist einer der erfolgreichsten Showrunner der Branche
Als Showrunner wird in den USA ein Mann bezeichnet, der die Idee zu einem Fernsehprojekt nicht nur an eine Production Company oder einen Sender verkauft, sondern dazu auch die Bücher schreibt, die Serie produziert und oft auch Regie führt. David E. Kelley ist so ein Allroundgenie, das durch seine Anwaltsserien "L.A. Law", "Ally McBeal" oder "The Practice" und "Boston Legal" ebenso weltbekannt geworden ist, wie durch seine Serien "Picket Fences" oder "Chicago Hope".
Sein Kollege Jeffrey Jacob Abrams hat seit 1991 immer wieder Doppelfunktionen wahrgenommen und wurde somit zu einem der vielbeschäftigsten Showrunner der Branche. Auch er hat als Drehbuchautor angefangen. Die Serien "Felicity" (84 Episoden, 1998 bis 2002), "Alias" mit Jennifer Garner (105 Episoden, 2001 bis 2006) und "Lost" (83 Episoden, 2004 bis 2008) gehören zu Abrams‘ besten Arbeiten. "Alias" beispielsweise war in ihrer Zeit die bestlaufendste Serie und damit das Aushängeschild des Senders ABC.
Mit der Serie "Lost" ist Abrams weltweit bekannt geworden
"Lost" erzählt auf verschachtelte und spannende Weise die Geschichte des Absturzes vom Flug der Oceanic Airline von Sydney nach Los Angeles. Das Flugzeug ist durch ein Unwetter 1000 Meilen von seinem Kurs abgekommen, in zwei Teile zerbrochen und auf einer einsamen Insel gelandet. Die 48 Überlebenden müssen sich mit der neuen Situation abseits der Zivilisation arrangieren. Dabei kommt es nicht nur untereinander zu Reibereien, sondern auch zu unerwarteten Überraschungen durch alte Bunker, Videoaufzeichnungen und Menschen, die sich schon länger auf der dann doch nicht so unbewohnten Insel aufhalten. "Lost" wird in Deutschland von ProSieben ausgestrahlt.
Die von Abrams, Jeffrey Lieber und Damon Lindelof kreierte Serie nutzt das dramaturgische Element der Rückblende, um dem Zuschauer die Vergangenheit der Hauptakteure aus Zeiten vor Antritt des Fluges näher zu bringen. Dadurch kommen Geheimnisse und Gemeinsamkeiten zwischen den Figuren zutage, die zu spannenden Momenten in der erfolgreichen Show sorgen.
"Lost" hat den Golden Globe und 44 weitere Auszeichnungen gewonnen und war für 128 weitere Auszeichnungen nominiert. Matthew Fox, Evangeline Lilly, Josh Holloway, Ian Somerhalder, Terry O’Quinn, Naveen Andrews, Daniel Dae Kim, Yunjin Kim, Jorge Garcia, Dominic Monaghan und Henry Ian Cusick sind nur einige der Hauptdarsteller dieser aufwändigen, auf Hawaii gedrehten Serie. Noch bis 2010 soll produziert werden. Abrams wollte ein geplantes Ende, um die Serie auch schlüssig und rund auserzählen zu können. Keine Frage soll offen bleiben.
Abrams neuester Streich: "Fringe" aus dem Jahr 2008
Paranormale Phänomene, die mit herkömmlichen Forschungsmethoden nicht zu ergründen sind, werden beim FBI von der Abteilung "Fringe Science" bearbeitet. Special Agent Olivia Dunham (gespielt von Anna Torv) muss sich mit Flug 627 befassen, in dessen Sitzen sich nur noch blutige Skelette befinden. ProSieben strahlt die Mysteryserie 2009 in Deutschland aus. In den USA ist die Serie bereits ein Erfolg.
Bei nahezu allen Produktionen, in denen Abrams als Autor mitgewirkt hat, ist er auch als Produzent und partiell als Regisseur tätig. So auch im Kinofilm "Cloverfield", der 2008 Premiere feierte. Selbst das Music Department untersteht Abrams bei den meisten seiner Arbeiten. Abrams steuert auch eigene Kompositionen zu seinen Serien bei.
Im November 2008 arbeitet Abrams an der Postproduktion zu einem ganz besonderen Projekt: Der Wiedergeburt des Raumschiffes Enterprise. Die Deutschlandpremiere von "Star Trek 11" ist für den 07. Mai 2009 geplant. Wer Abrams kennt, weiß, dass es auch in diesem Film auf der Leinwand und unter der Haut kribbeln wird. Nach sechs Jahren des Stillstandes – "Star Trek 10: Nemesis" stammt aus dem Jahr 2002 – wartet die Fangemeinde ungeduldig auf neue Abenteuer und neue Gesichter aus der Welt der Enterprise.
