Star Wars neu im Kino - Eine dunkle Bedrohung in 3D

Star Wars Plakat - Century Fox
Star Wars Plakat - Century Fox
Seit dem 9. Februar läuft Episode 1 von George Lucas' Weltraummärchen wieder im Kino. In der dritten Dimension.

Manche Dinge begleiten einen ein Leben lang - der Mythos rund um lichtschwertschwingende Jedis und haarige Copiloten scheint dazuzugehören. Yoda, Chewbacca und Konsorten scheinen dem Zuschauer jedenfalls noch länger erhalten zu bleiben. Seit dem 9 Februar läuft Star Wars - Eine dunkle Bedrohung in 3D im Kino

Ein überflüssiger Kinobesuch?

George Lucas kann es einfach nicht sein lassen: Bereits im Jahre 1997 brachte er eine überarbeitete Fassung der Urtrilogie erneut auf die Leinwand. Jetzt, im Zeitalter von Avatar und unförmigen 3D Brillen, wird noch einmal kräftig überarbeitet: Die Handlung bleibt diesmal unangetastet - nur das Bild wird nachträglich in die dritte Dimension konvertiert. Die Tageszeitung die Welt hat den Film bereits zu dem überflüssigstem Film des Jahres gewählt. Die Fans werden sich vermutlich dennoch die 3D Brille aufsetzen, auch wenn Episode 1 bei den Hardcore-Fans als schlechteste Folge gilt. Insbesondere der CGI Charakter Jar Jar Bings war schon in 2D kaum zu ertragen - und die flache Story wird durch die 3D Technik auch nicht tiefgründiger.

Ein Kinobesuch lohnt trotzdem, denn wenn Perfektionist George Lucas der noch jungen 3D Technik seine Babys anvertraut, dann kann man davon ausgehen, dass das fertige Produkt toll aussehen wird. Bislang enttäuschten Filme die nachträglich in 3D konvertiert wurden, doch mit Star Wars könnte sich das ändern.

Wie gut sind die 3D Effekte?

Insgesamt ist die Konvertierung recht gut gelungen. Es gibt ein paar "wow" Effekte, bei denen z.B. ein Droide neu hinzugefügt wurde, um die plastische Wirkung zu unterstützen: statt, wie in der alten Version nur zwei, fliegen jetzt drei Droiden auf den Zuschauer zu. Ansonsten besticht der Film aber weniger mit Effekten, sondern vielmehr mit einer angenehmen und gelungenen Tiefenwirkung. Allein wegen dem Pod-Rennen und der Droidenschlacht am Ende lohnt sich ein Kinobesuch. Doch denjenigen, denen der Film schon in 2D nicht gefallen hat, werden auch mit der 3D Version keine rechte Freude haben - für sie heißt es dann warten bis nächstes Jahr, wenn die Klonkrieger in 3D angreifen.

Mehrere Nachahmer stehen schon in den Startlöchern

Auch die Geschichte der sinkenden Titanic, die einen, zumindest in Karaoke-Bars in Form von Celine Dions herzzerreissendem Geplärre, immer begleitete, soll nun in 3D konvertiert werden. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass hundert Jahre Filmgeschichte jetzt nochmal in der dritten Dimension aufbereitet werden, so kann man gewiss sein, dass Titanic nicht der einzige Film ist, der dem Beispiel von Star Wars folgen wird. Auch Peter Jackson will seine Herr der Ringe-Trilogie nochmals in 3D bringen und Gerüchten zufolge steht auch Matrix in der Warteschlange.

Wird man bald alle Klassiker und Kassenschlager erneut über sich ergehen lassen müssen? Wann wird es den Studiobossen auffallen, dass Ben Hur von der heutigen Generation auch noch nie auf der großen Kinoleinwand gesehen wurde? Wagenrennen in 3D mit aufpoliertem Digitalsound - das wäre doch was?! Und Casablanca wirkt irgendwie so fahl in Schwarzweiß, das lässt sich doch mit einer digitalen Retusche schnell ändern und der gute alte Sam will As Times goes by bestimmt nochmal spielen - in 3D.

Thomas Hussung, Thomas Hussung

Thomas Hussung - Geboren wurde ich am 17 März 1990 in Leimen bei Heidelberg (ja genau, da wo auch Boris Becker herkommt). Meine Schulzeit verbrachte ...

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