
- Stau auf der Autobahn - Thommy Weiss / pixelio.de
Stau, Baustelle, Unfallgefahr oder einfach zäh fließender Verkehr können teilweise umfahren oder vermieden werden. Allen Überlegungen voran steht eine ausreichende und gute Information zur aktuellen Straßenlage.
Informationen über herkömmlichen Verkehrsfunk und TMC
Vor Fahrbeginn bietet das Internet eine zuverlässige Übersicht über die derzeitigen Straßenverhältnisse. Aktuelle Verkehrsmeldungen übertragen selbstverständlich die meisten Radiostationen und wer das Radio im Auto anmacht, ist regelmäßig informiert. Besser, schneller und zuverlässiger ist jedoch das TMC-System, das in digitaler Form Verkehrsfunkmeldungen zur Auswertung auf GPS-Navigationsgeräte überträgt. TMC ist die Abkürzung für Traffic Message Channel. Die UKW-Sender strahlen diese Daten in codierter RDS-Form aus, die das Navigationsgerät dann auswertet. Es verwendet die Informationen zur Umfahrung von Staus und anderen Behinderungen, indem es daraus die entsprechenden Strecken- und Fahrempfehlungen berechnet. Behinderungen durch Baustellen, vereiste und schneebedeckte Straßen oder Geisterfahrer werden ebenfalls über den TMC-Verkehrsfunk signalisiert, so dass entsprechend reagiert werden kann. Neun öffentlich-rechtliche Rundfunksender mit insgesamt 19 Programmen sind in Deutschland TMC-Sender:
- Radio Bremen mit Bremen1, Bremen4, NW Radio.
- WDR mit Funkhaus Europa, Eins Live, WDR 2, 3, 4, 5
- NDR 2
- RBB
- MDR Live und Jump
- HR1, HR3
- SR1, SR3
- SWR 1
- Bayern 3
Die Alternative Landstraße ist nicht immer schneller
Wer gut informiert losfährt, kann frei entscheiden, ob er sich einem Stau anschließt oder lieber eine alternative Strecke wählt. Die meisten Staus sind auf Autobahnen, doch wer eine Landstraße stattdessen bevorzugt, gerät leicht in anstrengende und langwierige Streckenabschnitte. Oft ist diese Entscheidung für die eine oder andere Möglichkeit ein wenig wie Anstellen an der Supermarktkasse. Wo es voll aussieht, geht es dennoch oft schnell voran oder umgekehrt, manches Mal bewahrheitet sich aber der erste Eindruck und man fährt mit einer Alternativroute im wahrsten Sinne des Wortes besser. Der einzig zuverlässige Rat in diesen Situationen ist immer, sich kurz eine Auszeit vor der Karte zu nehmen oder die vom Navigationsgerät vorgeschlagene Route genau anzusehen und dann in Ruhe, aber bestimmt zu entscheiden.
An einigen Terminen wie Ferienstart oder -ende ist oft jede mögliche Strecke stark befahren und staugefährdet. Wer kann, sollte es dann lieber nachts versuchen oder noch besser, seine eigene Reise möglichst nicht am ersten und letzten Ferienwochenende einplanen.
Alternative Bahn
Ferienzeit ist auch Bahnzeit, da viele zu den Flughäfen mit der Bahn anreisen oder innerhalb Deutschlands dieses Verkehrsmittel statt Auto wählen. In der Bahn selbst gibt es zwar keinen Stau, allerdings empfiehlt es sich, an Wochenenden und in den Ferien Sitzplatzreservierungen für längere Strecken gleich mit zu buchen. Was nicht im Gepäck fehlen sollte, ist die Bereitschaft, Verspätungen bei der jeweiligen Verbindung einzukalkulieren. Das nahtlose Erreichen von geplanten Anschlusszügen kann schon einmal ins Wasser fallen, im Normalfall wird man aber stets ausreichend darüber informiert, wie die Reise weitergehen kann.
Tipps für das Überbrücken von Stauzeiten
Was für viele selbstverständlich ist, ist für andere Neuland oder erscheint unwichtig. Gerade bei extremen Witterungen wie im Sommer oder Winter können ein paar einfache Grundregeln oft sogar gesundheitserhaltend sein, abgesehen davon, dass sie der eigenen Entspannung dienen. Wer also trotz aller Meldungen und Vorkehrungen im Stau landet, kann folgendes beachten:
- Immer mit ausreichend gefülltem Tank fahren. Eine zuverlässige Heizung bei laufendem Motor kann oft genauso wichtig sein wie im Hochsommer eine funktionierende Klimaanlage.
- Gerade im Sommer ausreichend Wasser zum Trinken dabei haben! Vor allem Kinder müssen unbedingt viel trinken, aber auch Erwachsene sollten den Flüssigkeitsbedarf in praller Sonne nicht unterschätzen. Sehr gut ist es auch, Müsliriegel, Traubenzucker oder andere Kleinigkeiten im Handschuhfach zu haben, die schnell den Zuckerhaushalt im Körper ausgleichen.
- Wer ohne Klimaanlage im Auto reist, muss gerade bei Sommerhitze viel aushalten. Steht der Verkehr vollkommen, ist es neben dem Auto oft angenehmer als im Innenraum. Empfindliche Personen sollten in praller Sonne aber unbedingt einen Kopfschutz tragen. Ein Sonnenstich auf der verstopften Autobahn ist niemandem willkommen und kann zudem sehr gefährlich werden.
- Papiertaschentücher für Niesattacken und andere dringende Bedürfnisse dabei haben.
- Wer mit Kindern reist, sollte unbedingt für ausreichend Beschäftigung sorgen. Vorlesebücher, kleine Reisespiele, Malsachen, Rätselraten und Singen verkürzen den Kleinen die Wartezeit und enspannen alle Beteiligten.
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