
- Stephen Fry - BBC
Stephen John Fry wurde am 24. August 1957 in Hampstead, London geboren. Er wuchs in Norfolk auf, wo seine Eltern Marianne und Alan Fry nach wie vor wohnen, und besuchte die Uppingham School. Nach einer dreimonatigen Haftstrafe wegen Kreditkartenbetrugs begann er 1979 sein Studium am Queens College, Cambridge. Seinen Abschluss in Englisch erreichte er nach drei Jahren. Während dieser Zeit war er Mitglied der Cambridge Footlights, gemeinsam mit Emma Thompson, Tony Slattery, Martin Bergman und Hugh Laurie, mit dem er in der Zukunft einige Erfolge landen sollte. Die Footlights hatten schon zahlreichen britischen Komödianten und Schauspielern die Möglichkeit geboten, ihre Talente bereits in jungen Jahren präsentieren zu können.
Millionär mit 30
1984 wurde Fry engagiert, eine Neufassung des Musicals "Me and my girl" von Noel Gay zu schreiben, was ihm eine Nominierung für den Tony Award 1987 einbrachte und ihn zum Millionär machte. Auf seinen Empfehlung hin bekam außerdem Emma Thompson eine Hauptrolle in der Aufführung dieser Show in London.
In den 80er Jahren arbeitete Fry für TV und Radio, schrieb eine wöchentliche Kolumne im "Daily Telegraph" und Artikel für Magazine. Von 1987 bis 1995 schrieb und drehte er gemeinsam mit Hugh Laurie die britische Comedy-Serie "A Bit of Fry & Laurie".
Von 1990 bis 1993 spielten Stephen Fry und Hugh Laurie außerdem die Hauptrollen in der BBC-Produktion "Jeeves and Wooster".
Das Multitalent
1993 veröffentlichte Fry seinen ersten Roman "The Liar" (dt. "Der Lügner"), in welchem er Erlebnisse seiner eigenen Schul- und Universitätszeit verarbeitet.
Ab den 80er Jahren spielte er außerdem in zahlreichen Filmen mit, unter anderem "Peter's Friends", bei dem Kenneth Branagh, den er von den Footlights kannte, Regie führte, "I.Q. – Liebe ist relativ", "Gosford Park", "Per Anhalter durch die Galaxis", "V wie Vendetta" und "Alice im Wunderland".
In den 90er Jahren folgten weitere Romane, "The Hippopotamus" (dt. "Das Nilpferd), und "Making History" (dt. Geschichte machen). Die Autobiographie "Moab is my washpot" veröffentlichte Fry im Jahre 1997.
Des Weiteren las er die englischen Hörbuchversionen von Joanne K. Rowlings "Harry Potter"-Büchern und "Per Anhalter durch die Galaxis".
Bei dem Film "Bright Young Things" schrieb er das Drehbuch und führte außerdem Regie.
Seit einigen Jahren moderiert er die Game Show "QI – Quite Interesting" der BBC.
Ein bewegtes Leben
1996 bekannte Stephen Fry sich öffentlich zu seiner Homosexualität und seiner Beziehung zu Daniel Cohen. Auf der Pink List der einflussreichsten Homosexuellen Großbritanniens ist Fry seit Jahren auf einem der vorderen Plätze zu finden.
2006 drehte er eine Dokumentation für die BBC über die bipolare Störung (manisch-depressive Erkrankung), unter der er selbst leidet, die er aber inzwischen unter Kontrolle gebracht hat.
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