
- Buchcover von Sterbendes Blut - projekte Verlag
„Denkt nicht, ich sei des Lebens überdrüssig. Mitnichten. Der Tod als Ereignis, als finale Episode des materiellen Seins, stellt für mich keinen Schrecken dar. Oft, allzu oft begegnete ich ihm, auf einer bemerkenswerten Reise, die mich durch halb Europa bis an die Pforten der Hölle führte; ebenso wie sie mich Gipfel und Abgründe der menschlichen Existenz erkunden lies.“
Zitat aus dem Buch „Sterbendes Blau“ von Fred Winston
Eine Reise durch Europa – die Story
Mit Mitte vierzig steht Heinrich Schaller am Wendepunkt seines Lebens. Er besitzt einen Kiosk, hat Steuerschulden und gerade hat er seinen einzigen Freund beerdigt. Dieser hatte sich das Leben genommen und nun steht auch Heinrich Schaller vor der Frage, was er mit seinem Leben machen soll. Er ist die Gesellschaft, in der er lebt, überdrüssig, kann das Ganze nicht mehr ertragen, die Menschen, ihr Benehmen, halt alles, was mit der Zivilisation zu tun hat.
Dann begegnet er Nova, eine todkranke Frau, welche Heinrich ein verlockendes Angebot macht. Sie möchte mit Heinrich Schaller auf eine Reise gehen, eine Reise durch ganz Europa, welche in Italien enden soll. Doch davor möchte sie noch Rache nehmen und Heinrich soll ihr dabei helfen. Rache an zwei Männern, welche sie als Kind missbraucht haben. Heinrich Schaller stimmt zu und so beginnt eine Reise voller Sex und Gewalt.
Sex, Gewalt und eine interessante Grundidee – das Fazit
Das Buch „Sterbendes Blau“ lässt nicht nur die Leser von einem Höhepunkt zum anderen springen, sondern auch die Protagonisten. Es gibt sehr viel Sex, ein wenig Gewalt und eine interessante Grundidee. Leider wurde diese Idee auf zu wenigen Seiten umgesetzt. Die Personen hätten dem Leser näher gebracht werden können, ebenso wie die Orte, welche im Buch bereist werden. Das verpasst der Autor, weswegen auch immer eine Distanz zwischen dem Leser und den Protagonisten bestehen bleibt. Dennoch ist das Buch lesenswert, besonders weil es als „Roadmovie“ daher kommt, welches davon lebt, dass jeder Höhepunkt auf den nächsten Höhepunkt prallt. Viel Platz für Erzählungen, für Schmückendes lässt dieses Genre nicht. Man sollte also nicht enttäuscht darüber sein, dass die Handlung so wenig ausgebaut wurde und es sich wirklich stur auf die Höhepunkte konzentriert, die dieses Buch abhandelt.
Für fromme Menschen und Menschen, die sehr viel Wert auf die Werte unserer Gesellschaft legen und diese auch nicht für ein Buch beiseite legen können, gilt allerdings ein absolutes Leseverbot. So lautet jedenfalls die Warnung am Anfang des Buches, wirklich unterstreichen kann man es nicht, auch wenn natürlich nicht alle Werte geachtet werden.
Das Buch „Sterbendes Blau“ von Fred Winston ist im Projekte-Verlag, im Jahre 2011, erschienen. Es ist sowohl als Hardcover, wie auch Paperback erhältlich und hat 199 Seiten. Die ISBN für die Paperback-Version ist 978-3-86237-434-2 .
