Steven Erikson – Der goldene Herrscher

Rezension von Band 12 der Fantasy-Reihe „Das Spiel der Götter"

Steven Erikson: Der goldene Herrscher - Blanvalet
Steven Erikson: Der goldene Herrscher - Blanvalet
Die Fantasy-Reihe „Das Spiel der Götter" wird mit „Der goldene Herrscher" fortgesetzt. Es handelt sich bereits um Band 12 der Serie von Steven Erikson.

Steven Erikson nimmt in „Der goldene Herrscher“ den Strang wieder auf, den er nach Band 9 („Gezeiten der Nacht“) nur mehr als Nebenstrang laufen gelassen hatte. Die Tiste Edur haben zwar das Imperium der Letherii besiegt und ihren König Rhulad Sengar als Herrscher installiert. Doch Rhulad verfällt zunehmend dem Wahnsinn des Chaos und will nur noch sterben. Die alten Eliten Letheras haben das ausgenutzt und ihren Einfluss mithilfe einer Geheimpolizei wieder ausgebaut, bis die Herrschaft der Edur nur noch nominell ist.

Dem Reich stehen jedoch große Erschütterungen bevor. Zum Nomadenstamm der Ahl kehrt ein alter Held zurück, der die Clans im Kampf gegen die Letherii und Edur vereinen will. Mit Silchas Ruin ist ein Aufgestiegener im Reich unterwegs, der sich scheinbar auf einem Rachefeldzug befindet. Dann treffen mächtige Streiter in der Hauptstadt Letheras ein, denen es gelingen könnte, Rhulad trotz seiner Verbindung zum Verkrüppelten Gott zu töten. Und auch die Wirtschaft ist nicht so krisenfest wie die reichen Kaufleute Letheras glauben …

Die Handlung des Fantasy-Buchs „Der goldene Herrscher" ist sehr komplex

Auch die Handlung des zwölften Bandes von „Das Spiel der Götter“ fordert viel Aufmerksamkeit vom Leser. Die große Zahl an Personen, die unterschiedlichen Handlungsstränge und die Verknüpfung von Ereignissen der gesamten Reihe machen es nicht immer leicht zu folgen. Doch Fans komplexer Fantasy-Romane dürften viel Freude mit dem „Spiel der Götter“ haben. Steven Erikson stellt erneut unter Beweis, dass er in der Lage ist, auf mehreren Ebenen zu erzählen. Er findet die richtige Mischung aus Beschreibungen, Action und Magie, die es schwer macht, sich von der Geschichte zu lösen und das Buch aus der Hand zu legen. Eriksons Vorliebe für komische Figuren kommt auch in „Der goldene Herrscher“ (im Original „Reaper’s Gale“) zum Tragen. Tehol Beddict, das Rechengenie, und sein Diener Bagg, bei dem es sich in Wahrheit um den Ältere Gott Mael handelt, bilden ein verrücktes Pärchen, das immer wieder absurde Dialoge führt. Sie sind der Sidekick, der Brutalität und Blut, die sonst weite Teile der Handlung bestimmen, kurzzeitig vergessen macht.

Das Spiel der Götter" geht weiter

Im Gegensatz zu früheren Bänden ist in „Der goldene Herrscher“ aus drucktechnischen Gründen der Anhang mit Übersichten zu den handelnden Personen, Göttern und Aufgestiegenen nicht enthalten. In der Fortsetzung „Im Sturm des Verderbens“ ist er aber wieder vorgesehen. Band 13 wird im Juli 2010 erscheinen.

Steven Erikson: Der goldene Herrscher. Das Spiel der Götter. Band 12. Blanvalet 2009. Broschiertes Taschenbuch, 544 Seiten. Euro 13,00 (Österreich 13,40).

Jörn Käsebier - Bei Suite101.de betreute Jörn Käsebier zweieinhalb Jahre die Ressorts Wirtschaft & Geld sowie Sport als Redakteur, solange es ...

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