Stevia - Süße aus dem Blumentopf

Ein pflanzlicher Zuckerersatz für Diabetiker und Rezepte

Stevia-Süßkraut ohne Kalorien - Sandra Walcher
Stevia-Süßkraut ohne Kalorien - Sandra Walcher
Stevia Rebaudiana ist eine Pflanzenart, die schon seit Jahrhunderten als gesundes Süßungsmittel für diverse Lebensmittel verwendet wird.

Die Pflanze Stevia Rebaudiana Bertoni, auch Süßkraut, Süßblatt oder Honigkraut genannt, ist eine krautartige, blattreiche Pflanze, die seit Jahrhunderten in Südamerika bekannt ist. Sie gehört zur Familie der Körbchenblütler. Insgesamt gibt es in Südamerika rund 230 Stevia-Arten, aber nur die Stevia Rebaudiana Bertoni ist mit diesem hohen Gehalt an Süßstoffen ausgestattet. Die Blätter dieser Süßungspflanze können frisch, getrocknet, pulverisiert oder auch als Konzentrat erhältlich sein. Bewiesen ist zumindest, dass dieses Kraut bis zu 300 Mal stärker süßt als Zucker und so gut wie keine Kalorien beinhaltet.

Die Forschung bewies

In Studien konnten blutdrucksenkende, blutzuckersenkende und gefäßerweiternde Eigenschaften beobachtet werden. In Japan und Südamerika wurden keine negativen Wirkungen beobachtet. Dieses natürliche Gewächs ist hervorragend für Diabetiker geeignet. Es erhöht nicht den Blutzuckerspiegel. Unter anderem hemmt diese Pflanze auch die Plaquebildung im Mund und somit ist sie auch vorbeugend gegen Karies und sehr zahnfreundlich. Durch weitere Studien wurde auch bewiesen, dass keine Abhängigkeit enstehen kann, wenn dieses Produkt eingenommen wird. Erst im Juni diesen Jahres hat der UN-Ausschuss Joint Expert Committee on Food Additives (JECFA) die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Stevia-Süßstoff festgestellt und einen Richtwert festgesetzt, wonach die tägliche Einnahme von 0 bis 4 mg/kg Steviol als sicher beurteilt werden. Diese Einschätzung gilt für Stevia-Süßstoffe mit einem Reinheitsgrad von mehr als 95%.

Situation der Rechte

Stevia ist in Brasilien und Japan als Nahrungsmittelzusatz oder Zuckerersatz zugelassen. In den USA ist Stevia zumindest als Diätzusatz erlaubt. In der Schweiz auch teilweise. Nur in der EU und damit auch in Österreich ist das Süßkraut leider noch nicht als Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder auch Zuckerersatz zugelassen (Das betrifft nicht die Pflanze oder das Saatgut). Über 10 Jahre läuft schon der Kampf um die Anerkennung als Lebensmittel. Aber Pharmakonzerne verdienen Millionen mit Medikamenten die nicht zugelassen werden dürften. Hier wird schon vom Verdacht der Bestechlichkeit in den öffentlichen Medien gesprochen. Cola Hersteller würden gern ein kalorienreduziertes Getränk auf den Markt bringen. Bisher gibt es keinen Fall von einer schädlichen Wirkung der Stevia. Es ist auch kaum vorstellbar, wenn diese Pflanze von den Ureinwohnern schon viele Jahrhunderte genutzt wird. Im Gegenteil, das Süßkraut hat noch einige gesundheitliche Vorteile.

Ratschläge für Anwendung von Stevia

In Salate, Tees, Eis oder Süßspeisen können die Steviablätter frisch oder auch getrocknet gegeben werden um sie zu süßen. Die Blätter der Süßpflanze werden meist mit kochendem Wasser übergossen und 10 bis 30 Minuten eingeweicht. Danach ensteht ein Süßkraut-Wasser, mit dem ebenfalls gesüßt werden kann. Werden dafür getrocknete Blätter verwendet, ist der Geschmack und die Süße noch intensiver.

Im Kühlschrank ist das Wasser einige Wochen haltbar. Flüssige Konzentrate eignen sich besser zum Dosieren und färben die Lebensmittel auch nicht so stark wie die Blätter. Schließlich ist es nicht jedermanns Sache, ein grünes Erdbeereis oder grünen Kuchen zu essen. Somit ist das flüssige Stevia in viel mehr Varianten anwendbar als die Blätter.