Stockholm - Hauptstadt Skandinaviens

Stadshuset, Stockholm - Thomas Handschuh
Stadshuset, Stockholm - Thomas Handschuh
Stockholm bietet Touristen eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten sowie ein wunderschönes, von Inseln und Buchten geprägtes Stadtbild.

Ob man in allen skandinavischen Ländern mit dieser Bezeichnung einverstanden ist, sei dahingestellt. Zumindest in Stockholm – mit knapp 800 000 Einwohnern die größte Stadt Skandinaviens – selbst ist sie gebräuchlich. Und wenn man ein wenig die Geschichte Skandinaviens betrachtet, erscheint sie gar nicht einmal so abwegig. Schließlich gehörten Norwegen und Finnland noch im 17. Jahrhundert zum Königreich Schweden, welches zudem noch ins Baltikum, nach Dänemark und Deutschland strebte. So gesehen war Stockholm zumindest bis vor über 300 Jahren die Hauptstadt Skandinaviens.

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten Stockholms

Heute präsentiert sich Stockholm als wahres Touristenparadies. Zwischen Nord- und Südteil der Stadt, dort wo das Baltische Meer und die Riddarfjärden, eine Bucht von Schwedens drittgrößtem See Mälaren, zusammentreffen, befinden sich 14 größere und kleiner Inseln, allesamt gut per Schiff, Bus oder zu Fuß erreichbar. Als Highlight unter diesen Inseln gilt Gamla Stan, dies ist seit dem 12. Jahrhundert besiedelt und damit der älteste Stadtteil Stockholms. Neben dem Königsschloss, welches diverse Museen beherbergt, befindet sich hier auf relativ kleinem Areal eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, etwa die schwedischen Akademien der Wissenschaften mit dem Nobelmuseum, das königliche Münz- und Wirtschaftsmuseum oder mehrere prachtvolle Kirchen.

Selbiges gilt für die nebst Gamla Stan gelegenen Inseln Skepps-Holmen und Djurgården. Vor allem letztgenannte, die so genannte Grüne Insel, darf bei einem Stockholm-Besuch nicht links – oder geographisch gesehen eher rechts oder westlich – liegen gelassen werden. Allein das Vasamuseum lohnt den Besuch auf Djurgården allemal. In diesem Gebäude befindet sich das Wrack des gigantischen Kriegsschiffes Vasa (69 Meter lang, 11,7 Meter breit und am Großmast 52,5 Meter hoch), welches 1628 bei seiner Jungfernfahrt nach wenigen hundert Metern sank. 333 Jahre lang lag das Schiff dann vor Stockholm am Grund des Baltischen Meeres, ehe 1961 endlich die technischen Mittel zur Verfügung standen, um das beinahe perfekt erhaltene Wrack zu bergen und in ein Museum umzuwandeln. Filmfans wird das eindrucksvolle Schiff unweigerlich an die Hollywod-Blockbuster „Fluch der Karibik“ erinnern.

Um das Schweden der vergangenen Jahrhunderte kennen zu lernen eignen sich besonders das Nordiska-Museum sowie das Freiluftmuseum Skansen. Kindern, Familien, sowie Freunden der Kinderbücher Astrid Lindgrens empfiehlt sich zudem ein Besuch im Museum Junibacken – wie Skansen und Nordiska-Museum auf Djurgården gelegen.

Urlaub in Stockholm

Unbedingt zulegen sollte man sich bei einem Besuch in Schwedens Hauptstadt die Stockholm-Card, je nach Bedürfnis für 24, 48 oder 72 Stunden. Neben den Eintritten in beinahe alle Museen der Stadt sind in der Card auch Boots- und Busrundfahrten, sowie sämtliche Öffentliche Verkehrsmittel enthalten.

Taxifahrten hingegen sollten eher vermieden werden, da in der Regel Einheitspreise gelten und auch für sehr kurze Strecken mindestens 150 Kronen oder 16 Euro berechnet werden.

Generell ist Stockholm ein eher teures Pflaster, besonders Alkohol kostet meist ein Vielfaches von den in Deutschland und Österreich üblichen Preisen. Absolut bitter ist diese Tatsache, wenn man die Absolut Ice Bar im Nordic Sea Hotel nahe dem Zentrum besucht. Denn auch in der eisig kalten Bar sind die köstlichen Cockails nicht gerade billig.

Aufpassen heißt es zudem auf den Straßen. Fahrbahnen und Gehwege abseits der Haupt- und Einkaufsstraßen sind im Winter oft mit einer dicken Eisschicht überzogen. Was zudem auffällt ist, dass die Mehrheit der Einheimischen prinzipiell bei roter Ampel über die Straßen geht.

Angenehm für alle Touristen und eine willkommene Abwechslung zu Aufenthalten in Ländern wie Frankreich oder Spanien ist die Tatsache, dass die meisten Stockholmer, und definitiv alle, die in irgendeiner Art und Weise mit der Fremdenverkehrsbranche zu tun haben, sehr gut Englisch sprechen. Verständigung stellt also in der Regel kein Problem dar.

Dies mag damit zusammenhängen, dass Filme und TV-Serien im schwedischen Fernsehen stets in Originalsprache mit schwedischen Untertiteln gezeigt werden.

Für Raucher gilt es flexibel zu sein, da in allen öffentlichen Gebäuden, Restaurants und Bars striktes Rauchverbot herrscht.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Stockholm jederzeit eine Reise wert ist. Das von den vielen Inseln geprägte Stadtbild, genauso wie die vielen Sehenswürdigkeiten, können Besucher nachhaltig verzaubern.

Thomas Handschuh, Thomas Handschuh

Thomas Handschuh - Geboren wurde ich am 6. Dezember 1985 in Wien, wo ich auch heute noch lebe. Hier, an der ältesten aller deutschsprachigen ...

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