Die Straße der Romanik im Bundesland Sachsen-Anhalt ist inzwischen Teil des europäischen Projektes TRANSROMANICA. Fünf europäische Regionen initiierten das Projekt. Dies waren die deutschen Bundesländer Sachsen-Anhalt und Thüringen, die italienische Provinz Modena, das österreichische Bundesland Kärnten und Slowenien. Diesem Netzwerk romanischer Routen und Straßen sind inzwischen auch die spanische Region Europa Romanica, die französische Region Burgund und Serbien beigetreten.

Romanische Baudenkmäler in Sachsen-Anhalt

Der Westen des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt war einst das Kernland des Stammes der Sachsen. Ihre Herzöge errichteten hier ihre Residenzen. Heinrich I. war der erste Sachsenherzog, der die Krone des sich aus dem ostfränkischen Reich entwickelnden Heiligen Römischen Reiches trug. Quedlinburg war seine Residenz. Sein Nachfolger Otto I. war es, der die Missionierung der östlich der Elbe lebenden Slawenstämme erheblich intensivierte. Er begründete die Bistümer Havelberg und Brandenburg.

Sachsen-Anhalt sieht sich als Kernland deutscher Geschichte. Die frühen Könige des Heiligen Römischen Reiches errichteten hier ihre Pfalzen. Sie setzten ihrem christlichen Glauben und ihrer weltlichen Macht Denkmäler, die bis heute Bestand haben. Gewaltige Dome bezeugen ihren christlichen Glauben und sind Zeichen ihrer Macht. Burgen erinnern an das Leben der Ritter im Mittelalter. Klosterbauten verdeutlichen die Rolle der mittelalterlichen Mönche für die Bildung und bei der Erschließung der neuen Siedlungsgebiete östlich der Elbe in den Marken Brandenburg und Meißen.

Die Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt

Im Rheinland und im Westen von Sachsen-Anhalt konzentrieren sich die Baudenkmäler der Romanik in Deutschland. In Sachsen-Anhalt wurde 1993 die Touristenroute „Straße der Romanik“ geschaffen. Sie schlängelt sich in der Form einer Acht durch das Land. Im Zentrum liegt die Landeshauptstadt Magdeburg, von der aus eine Nord- und eine Südroute die Denkmäler miteinander verbinden.

Über 80 Bauwerke gehören inzwischen zu diesem Verbund. Die Nordroute führt vor allem durch die historischen Missionsgebiete der Altmark und des Jerichower Landes. Das Kloster Jerichow und der Dom zu Havelberg sind neben dem Kloster „Unserer Lieben Frauen“ in Magdeburg die herausragenden Ziele an der Nordroute.

Die Südroute ist hier noch einmal unterteilt in einen Westteil und Südteil. Der Westteil umfasst vor allem das nördliche Vorland des Harzes und das Salzland. Herausragende Ziele auf diesem Teilstück sind Halberstadt und Quedlinburg mit ihren Domschätzen. Der Südteil führt durch das Mansfelder Land, das Burgenland und an der Saale entlang. Ein Höhepunkt auf diesem Teilabschnitt ist der Naumburger Dom „St. Peter und Paul“ mit seinen berühmten Stifterfiguren.

Mehr Information

In Zentrum von Magdeburg bietet das „Haus der Romanik“ einen Überblick dieser beliebten Tourismusroute. Virtuell und an Schautafeln wird über Leben und Alltag sowie Kunst und Religion dieser Epoche des Mittelalters berichtet. Und umfassendes Informationsmaterial ist hier erhältlich.

Die Internetseite Straße der Romanik bietet viel Detailinformation, aktuelle Dinge und noch Hinweise auf viele interessante Ziele am Rande dieser Route.

Anschrift

Haus der Romanik / Info-Zentrum Straße der Romanik, Domplatz 1b, 39104 Magdeburg