Wer gern strickt und wenig Zeit hat, der wird irgendwann über den Kauf einer Strickmaschine nachdenken. "Gefährlich“ wird das beim Messe-Bummel. Gut geschulte Mitarbeiter führen ihre Strickmaschinen-Modelle vor. Das wirkt beinahe so, als würde wie von Zauberhand ein neues Kleidungsstück entstehen. Lochmuster, Norwegermuster und Rippenmuster, ja sogar Zopfmuster wachsen in Traumgeschwindigkeit Reihe für Reihe, von glatt rechts gestrickten Teilen ganz zu schweigen. Verlockend.
Was sollte man beachten beim Kauf einer Strickmaschine, von Grobstricker oder Feinstricker?
Wenn Sie eine Strickmaschine kaufen möchten, sollten Sie verschiedene Aspekte berücksichtigen. Zum einen: es gibt Grobstricker und Feinstricker. Mit den Grobstrickgeräten lässt sich problemlos auch dicke Wolle verarbeiten, was mit den Feinstrickgeräten gar nicht oder nur zum Teil funktioniert. Die Ausstattung unterscheidet sich - je nach Preis und nach dem Alter der Maschine - für den Fall, dass Sie zunächst ein gebrauchtes Gerät kaufen wollen, was nicht die schlechteste Idee wäre.
Strickmaschinen Second Hand kaufen und mit Selberstricken vielleicht Geld verdienen
Machen Sie sich bei den Gebrauchten den Vorteil zunutze, dass nicht wenige Geräte, so die Aussage einer erfahrenen Wollhändlerin, ungenutzt auf dem Speicher stehen. Der Grund ist einfach. Abseits von Messe und Vorführung müssen die meisten Strickerinnen zu Hause feststellen, dass es so einfach eben doch nicht geht mit der maschinellen Strickerei. Da kann schon ein nicht rechtzeitig registrierter Knoten im Garn zur Verzweiflung bringen. Der Faden verheddert sich im Strickschloss. Beim Versuch, den Knoten zu lösen, rutschen dann schnell noch ein paar Maschen von den Nadeln. Frust! - Sie haben gute Nerven und das alles schreckt Sie nicht. Okay, dann geben Sie eine Suchanzeige auf, um die für Sie passende Maschine zu finden. Kommen Sie damit gut zurecht, haben Sie noch immer die Option, die Gebrauchte durch eine nagelneue Maschine zu ersetzen. Vielleicht stricken Sie damit schon bald für die Kinder der halben Nachbarschaft Wunschmodelle und holen sich so einen Teil des Anschaffungspreises wieder herein.
Computergesteuert, mit Lochkarten oder Drucktasten - neue und ältere Modelle mit Zubehör
Achten Sie auf die Ausstattung. Was wollen Sie? Was brauchen Sie wirklich? Moderne Maschine sind computergesteuert. Ältere Modelle arbeiten mit Lochkarten. Noch einfachere Maschinen sind so ausgerichtet, dass Muster vollkommen per Hand durch Umhängen der Maschen oder aber durch das Drücken von Tasten initiiert werden.
Viele Maschinen besitzen reiches Zubehör, sodass Sie beispielsweise damit weben oder doppelseitig stricken können. Dann ist eine Seite gemustert, die Rückseite einfarbig und beide Teile sind miteinander fest verbunden.
Für Anfänger - Babydecken schnell und einfach stricken
Gerade Teile, wie Babydecken, Schals oder Pullunder mit U-Boot-Ausschnitt lassen sich auch für Anfänger problemlos realisieren. Mit entsprechendem Zubehör kann man exakt nach einem vorher aufgezeichneten Schnitt arbeiten, der von Reihe zu Reihe weitergeführt wird. So sehen Sie immer genau, wo Maschen abgenommen oder zugenommen werden müssen.
Rippenmuster und Bündchen mit der Doppelbett-Maschine stricken
Mit einer so genannten Doppelbett-Maschine lassen sich Rippenmuster und Bündchen stricken. Das zweite Bett kann abgehängt werden, so dass Sie im Anschluss an das Bündchen im glatten Muster weiterstricken können.
Fazit
Der Kauf einer neuen Strickmaschine sollte wohl erwogen werden. Für Strickerinnen, die sich selbst und ihre ganze Familie mit Selbstgestricktem versorgen wollen, bietet eine Strickmaschine die Chance, Wollreste schnell zu verarbeiten, gestrickte Geschenke selbst zu machen, im Nu einen Babyoverall oder einen Kinderpullover zu stricken, kuschelige Babydecken für den Kinderwagen oder als Spiel- und Krabbeldecken zu realisieren. Übung macht auch beim Maschinenstricken den Meister. Bedenken Sie aber bitte, dass es einen großen Unterschied macht, mit einer Handstrickerei vor dem Fernseher oder in netter Klönrunde zu sitzen oder mit lautem Ratsch-Ratsch und im Affentempo Reihe um Reihe zu stricken. Letztlich ist auch das eine Frage des Temperaments und der Lebenseinstellung.
