
- Museum am Löwentor - Cosima Joerger-Friocourt
Auf Weltreise im Lindenmuseum
Im Lindenmuseum, dem Staatlichen Museum für Völkerkunde, gibt es viel zu sehen, was Kinder interessiert: Afrikanische Masken, selbstgebasteltes Spielzeug. Es gibt die Abteilungen Nordamerika mit Kleidung und Gebrauchsgegenständen von Indianern und Inuit, Lateinamerika, Afrika und Orient, Ostasien, Südasien und Ozeanien. Auch wenn die Texte des Audioguide nicht für Kinder konzipiert sind, finden sie es toll, Knöpfe zu drücken und zuzuhören. Der Eintritt ist günstig, für Erwachsene 4 Euro, Kinder zahlen ab 12 Jahren. Daher lohnt es sich, mehrmals kürzer zu kommen.
Für Kindergartengruppen und Schulklassen gibt es verschiedene Führungen, beispielsweise Kinderwelten, Wohnen, Essen, Mensch und Tier.
Haltestelle: Liederhalle (U4, U9)
Achtung, Dinosaurier!
Im Staatlichen Museum für Naturkunde am Löwentor sind Fossilienfunde aus Baden-Württemberg ausgestellt. Die Dinosauriermodelle sind anschaulich in ihren Lebensraum eingebettet. Kindern wird etwas geboten: Sie können uralte Schnecken aus dem Sand suchen, im Sandkasten ein Skelett freilegen und urzeitliche Tiere bunt anmalen. Die Informationstafeln zu den jeweiligen Zeitaltern bieten auch eine kindgerechte Tafel.
Im Schloss Rosenstein sind Schaukästen mit Biotopen, in denen sich ausgestopfte Tiere und Pflanzen befinden.
Mittwochnachmittags ist der Eintritt umsonst.
Haltestelle Museum am Löwentor: Nordbahnhof (S4, S5, S6, U13)
Haltestelle Rosenstein: Mineralbäder (U1, U2, U14)
Geschichte begreifen im Alten Schloss
Im Württembergischen Landesmuseum im Alten Schloss gibt es so viel zu sehen, dass man öfter kommen muss. Die Sammlung besteht aus archäologischen Funden aus Baden Württemberg, von der Steinzeit bis zu Kelten, Römern und Alemannen. Dann geht es weiter mit Kunst- und Kulturgeschichte.
In den letzten Jahren waren Ausstellungen für Kinder besonders erfolgreich, zum Beispiel über Piraten. Ab Herbst 2010 gibt es sogar ein Kindermuseum für Vier- bis Zehnjährige. „Geheimnisvolle Wunderkammer – Schatzsuche im Jungen Schloss“ lautet der verheißungsvolle Titel der ersten Ausstellung. Anfassen, Mitmachen und Ausprobieren sind erwünscht!
Familienführungen für Kinder ab sechs Jahren finden jeden 4. Sonntag im Monat um 14.00 Uhr statt.
Haltestelle: Schlossplatz (U5, U6, U7, U15) oder Charlottenplatz (U1, U2, U4)
Kinder sind Künstler
In der Staatsgalerie Stuttgart können Gemälde von hohem Bekanntheitsgrad betrachtet werden: Caspar David Friedrich, Monet und Renoir als Impressionisten sowie Otto Dix, Oskar Schlemmer und Joseph Beuys.
Kleinere Kinder begeistert man am ehesten dadurch, dass man sie auf Tiere, Blumen oder Darstellungen von Kindern aufmerksam macht. Auch Lustiges oder schöne Farben können ihr Interesse wecken.
Freitags um 15 Uhr finden die Kinderkunstgespräche statt (mal für Kinder von fünf bis sieben Jahre, mal für Kinder ab acht). In den Ferien gibt es neben Führungen auch Workshops, in denen verschiedene Techniken ausprobiert werden können.
Mittwoch und Samstag freier Eintritt für die Sammlung.
Haltestelle: Staatsgalerie (U1, U2, U4, U9, U14)
Stuttgart - Wiege des Automobils
Im Mercedes-Museum lernt man mehr über die Motorisierung zu Land, zu Wasser und in der Luft. Ganz am Anfang – das heißt ganz oben im futuristischen Bau - stehen die drei automobilen Persönlichkeiten Karl Benz, Gottfried Daimler und Maybach, die Motoren entwickelten und zunächst in Kutschen einbauten. Von der Vergangenheit bewegt man sich immer weiter in Richtung Gegenwart. Bilder und Beschreibungen aus Politik, Wissenschaft und Kultur liefern den zeitlichen Zusammenhang, in den sich die Automobile bewegten. Für Kinder bis zehn Jahren gibt es Audioguides, die knapp, verständlich und mit vielen Anekdoten die Geschichte des Automobils erzählt.
Hin und wieder gibt es Stationen zum Ausprobieren: Mal kann man einen Motor per Hand antreiben, mal kann man einen Airbag anfassen. Der Rennsimulator ist leider nur für Leute über 14 Jahre und über 140 cm zugelassen. Anhand von Filmen und Touchscreens kann man das Wissen vertiefen. Je weiter man sich nach unten bewegt, desto mehr Selbstbeweihräucherung muss man in Kauf nehmen.
Obwohl das Porsche Museum die schöneren Autos beherbergt, ist es das langweiligere der beiden Automuseen: Es verzichtet weitgehend auf interessante Zusammenhänge. Immerhin kann man die Komponenten schneller Autos und die Designphilosophie „form follows function“ kennen lernen.
Leider unternimmt keines der Museen den Versuch, Automobiltechnik kindgerecht zu vermitteln.
Dienstag bis Sonntag von 9.00 - 18.00 Uhr geöffnet - Montags geschlossen.
Haltestellen Mercedes-Benz Welt: Neckarpark (S1), Haltestelle Mercedes-Benz Welt (Bus 56 von Bahnhof Bad Cannstatt aus)
Haltestelle Porsche-Museum: Neuwirtshaus/Porscheplatz (S6)
Im Feuerwehrmuseum sieht man Rot! 25 Feuerwehrfahrzeuge von 1940 bis 1990, Kutschen und Karren vor der Motorisierung sowie jede Menge Beiwerk wie Feuermelder, Feuerlöscher, Leitern und Uniformen.
Jeden 1. Samstag und jeden 3. Sonntag im Monat, 10 bis 16 Uhr
Haltestelle: Münster Viadukt (U14)
